Hallo Simone73,
Bekommen Sie Stellenvorschläge oder müssen Sie nur erscheinen. Das macht auch einen Unterschied. "Schorsch" hat ja geschrieben, dass die Praxis, zumindest des Vorstellens, rechtmäßig ist. Gegen eine Vorstellung wäre eigentlich nichts einzuwenden. Aber, dass Sie sich noch bewerben sollen wäre ziemlich fies und vielleicht sogar unrechtmäßig. Bei mir wollte die Krankenkasse auch keine AU akzeptieren. Wenn ich keinen freien Renten und Sozialrechtsberater mit Zulassung bei einem Landgericht gehabt hätte, wäre mir wohl das Krankengeld gesperrt worden. Ganz blöd wäre eine Sperre in einem solchen Fall, dass Sie sich nicht bewerben. Sie müssen dem zukünftigen Arbeitgeber auch mitteilen, dass Sie nicht arbeitsfähig sind und vor allem, die Lücken im Lebenslauf erklären, sonst droht bei Einstellung und Ungeeignetheit sogar Schadensersatzpflicht.
Eine Vorstellungspflicht besteht nun mal. Ein ehemaliger Mitarbeiter von mir hat erzählt - er hat die Termine trotz Krankheit wahrgenommen - , dass das JC richtig erfreut war, wenn er eine AU vorgelegt hatte, weil er in dieser Woche nicht als vermittelbar galt und die Statistik geschönt werden konnte.
Der Staat wird leider immer krimineller und niemand geht dagegen vor und die Gerichte hängen ihre Fähnchen mittlerweile in den Wind.
Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass das BSG überstimmt worden wäre.
Was hat der Staat nicht schon alles ausgegeben um Arbeitslose erwerbsfähig zu machen. Verdient haben dabei die Lehrgangsveranstalter und mit z.B. könnte man mit Bürokaufleuten Straßen pflastern. Geldverschwendung nennt man dieses "Feigenblatt".
Wenn Sie aufgefordert werden zu einer Bewerbung und zu dieser Stelle hingehen können, machen Sie es halt. Sie haben so wie so keine Chance "genommen" zu werden und vermeiden vielleicht eine Sperre.
Die Mitarbeiter können auch nichts dazu. Es gab schon welche, die den Job aufgegeben haben, weil sie die Methoden nicht ertragen haben.
Mich wundert allerdings die verbale und mitunter körperliche Gewalt gegen die Mitarbeiter auch nicht mehr.
Eventuell kann Ihnen einer Ihrer Ärzte auch eine Wege-Unfähigkeitsbescheinigung ausstellen, aber diese würde Sie vielleicht an Ihr Haus binden.
Aber ich habe auch schon öfter festgestellt, dass Menschen in diesem "reichen Land" nicht zählen, wenn Sie nicht arbeiten können. Dann wundert man sich noch, dass AfD, Pegida und Co. so "stark" werden, auch wenn diese "das letzte" sind, was wir gebrauchen können.
Aber es geht in allen anderen Institutionen auch nicht "koscher" zu, wenn es um Geld geht. Das sehe ich in der Medizin immer deutlicher.
Jetzt sage ich es noch einmal ganz deutlich: Alles wird mehr und mehr zu einer "Sauerei". So, und jetzt gehe ich in den Wald um mich für diesen Vergleich bei der "wilden Steckdosenfraktion" zu entschuldigen (grunz).