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Experten-Antwort

Nach zweiter Bandscheiben-OP steh ich in der Luft. Von BfA im Stich gelassen.

von Gaby07.09.2013 | 20:02
4157 Ansichten
21 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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2003 hatte ich meine erste Bandscheiben-OP an der Halswirbelsäule (Bandscheibenprothese) und wurde danach von der BfA von2005-2008 zur Bürokauffrau umgeschult. Der damalige Reha-Berater hat behauptet daß dieser Beruf für mich die einzige Lösung wäre, obwohl ich mich eigentlich für eine IT-Umschulung interessiert habe. Aber anscheinend wäre ich zu alt dafür gewesen (damals 33) und außerdem eine Frau. Nun gut, die Umschulung war interessant und von der DAA gut durchgeführt. Es hieß dort wir würden bestimmt alle einen Job bekommen da die DAA einen sehr guten Ruf hat. Heute, 5 Jahre nach Ende der Umschulung habe ich noch keinen einzigen Tag als Bürokauffrau gearbeitet. Mußte mich mit Jobs über Wasser halten, die nicht gerade in meiner Situation so gut sind. In meinem letzten Job hab ich als Verkäuferin im Möbelhaus gearbeitet und sehr viel Ware ausgepackt und Hubwägen gezogen. Das hatte zur Folge, daß ich im Juli zum zweiten Mal operiert worden bin, wieder an der HWS. Diesmal eine Bandscheibenprothese und eine Versteifung. Eine medizinische Reha habe ich beantragt, die ist aber abgelehnt worden. Vor 2,5 Jahren hatte ich schon mal eine. Mein Pech. Und da ist es der BfA wurscht, ob eine OP stattgefunden hat. Das kann ich nicht verstehen. Ich habe Widerspruch eingelegt. Und nun das eigentliche Problem - jetzt bin ich 42, bin umgeschulte Bürokauffrau und keiner nimmt mich weil ich keine Berufserfahrung habe. Liebe BfA, wieso hat mich schon damals der Reha-Berater so falsch beraten? Wieso habe ich mir vor 2,5 Jahren bei der Beratung innerhalb der Med.Reha von den zwei Beraterinneb anhören müssen, daß der Berater damals Mist gebaut hat und es schon seine Gründe habe daß er vorzeitig in Rente gegangen ist? Die beiden haben gesgat, daß er mir nie hätte einen Beruf aufzwingen dürfen den ich eigentlich gar nicht machen will und er auch hätte wissen müssen, daß die Berufsschancen als Bürokauffrau nicht rosig sind. Hauptsache ich stehe jetzt da, weiß nicht was ich für einen Job machen soll und weiß nicht wie es weitergeht. Grüße, Gaby

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo Gaby,

die damalige Entscheidung Ihres Rentenversicherungsträgers über eine Umschulung zur Bürokauffrau können wir in diesem Forum nicht überprüfen oder bewerten.

Sofern Sie bis heute nicht in der umgeschulten Tätigkeit eingegliederten werden konnten und heute auch erneut medizinische Einschränkungen haben, sollten Sie im Rahmen eines neuen Antrages auf medizinische Leistungen zur Rehabilitation Ihre gesundheitliche Situation zum Erhalt der Erwerbsfähigkeit überprüfen lassen. Sofern Ihr Rentenversicherungsträger dann eine medizinische Maßnahme befürwortet und bewilligt, wäre es denkbar in diesen Prozeß ggf. auch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, in Form von Vermittlungshilfen (z.B. Eingliederungszuschuß an Arbeitgeber oder ähnliches), einfließen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß wir hier keine weitgehenden Prognosen abgeben können, obwohl wir Ihre schwierige Lage nachvollziehen können.

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20 Antworten

Freudam 07.09.2013 | 20:52
Höchste Zeit Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.
Freudam 07.09.2013 | 21:02
Nein, nicht lustig! Schon damals war das Gespür da, dass der Bürojob nicht passt, warum hat man sich dann überreden lassen. Warum trotz gesundheitlicher Einschränkung schwere Arbeit verrichtet? Hier beginnt die Verantwortung fürs eigene Leben. Arbeit kann man ersetzen, Gesundheit nicht!
Gabyam 07.09.2013 | 21:12
Hallo Freud, Theorie gut und schön. Aber was soll man machen wenn man alleinerziehend ist und seinem inzwischen 14-jährigen nicht vorleben will wie es ist, Hartz4-ler zu sein? Da beißt man eben leider manchmal die Zähne zusammen. Und auch dann, wenns auf die Gesundheit geht. Außerdem, wie soll man sonst seine spätere Rente zustande bekommen? Grüße
Gabyam 07.09.2013 | 20:58
Hallo Freud, höchst lustig. Und wie bitte? Mehr als bewerben kann ich mich nicht.
Gabyam 07.09.2013 | 21:53
hmmm. Aus welchem Grund bist Du denn eigentlich hier im Forum?
Freudam 07.09.2013 | 22:20
Ich lese hier interessiert mit und erlebe Menschen, die selbst gestalten und die gestalten lassen.
Freudam 07.09.2013 | 21:44
Zähne zusammenbeißen ist auch kein gutes Vorbild für Kinder. Was soll der Sohn da lernen? Dass das Leben nur zu bewältigen ist, wenn man die Zahne zusammenbeißt, und nicht etwa eine Arbeit verrichtet, die Freude macht und auch den Ruhestand erreichen lässt. Rente gibts bei vorzeitigem verlassen der Welt auch nicht mehr. Was ich sagen will: selbst das Steuer in die Hand nehmen und so leben, wie man möchte, dass der Sohn später sein Leben gestaltet.
männelam 08.09.2013 | 00:10
leider ist dass system so, dass die träger die diese umschulungen durchführen. v. rt.oder auch arges.die wirklichen nutzniesser sind und schön geld verdienen. geld das von der solidargemeinschaft kommt, natürlich bekommt man dort eine rosige zukunft vorgegaukelt, weil sie so wenig wie möglich abbrecher haben wollen. denn sonst laufen die träger gefahr nicht mehr vom rt. oder arge mit umschülern bedacht zu werden!!!!
Nachtschwärmeram 07.09.2013 | 23:24
Hallo Gaby, da bist Du nicht alleine. Ich wurde vor Jahren zum Informatiker umgeschult. (Fachschule) Da hieß es auch, Ihr kriegt alle einen Job. Von 20 war ich dann der einzige, der einen bekam. Wir haben noch Kontakt. Die meisten hängen inzwischen in Hartz oder notgedrungen wieder im Job davor, trotz Gesundheitsprobleme. Umschüler sind bei den Arbeitgebern sehr schlecht angesehen, da helfen auch die besten Noten nichts, ist leider so. Das merkt man auch im Verdienst, der ist bei gleichen Leistungen wesentlich schlechter als bei den Kollegen.
Bumblebeeam 08.09.2013 | 11:07
Hallo Gaby, Ich befinde mich auch zur zeit in einer Umschulung zum Bürokaufmann mit blieb leider auch keine wahl. Umso mehr ich in erfahrung bringe das dass wohl der ungünstigste job ist eine arbeitstelle
??am 08.09.2013 | 11:10
Höchste Zeit Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.
DRECKSACK!
Ein überaus aussagekräftiger und geistreicher Kommentar. So geht Forum heute.
Bumblebeeam 08.09.2013 | 11:11
Zu bekommen Wie ist es den bei abbruch hat man chancen auf eine andere umschulung oder ist es quasie gelaufen?
Bumblebeeam 08.09.2013 | 11:11
Zu bekommen Wie ist es den bei abbruch hat man chancen auf eine andere umschulung oder ist es quasie gelaufen?
Leutnant der Reserveam 08.09.2013 | 19:26
Höchste Zeit Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.
DRECKSACK!
Haben Ihnen Ihre Eltern kein Benehmen beigebracht? Ihre Bemerkung erfüllt übrigens den Straftatbestand der Beleidigung und kann auch dann strafrechtlich verfolgt werden, wenn Sie sich hinter einem anonymen Namen verstecken. Ihre IP-Nummer reicht bereits völlig aus! Wegtreten!
WebCamam 08.09.2013 | 20:55
Zitat von Leutnant der Reserve anzeigenausblenden
DRECKSACK!
Haben Ihnen Ihre Eltern kein Benehmen beigebracht? Ihre Bemerkung erfüllt übrigens den Straftatbestand der Beleidigung und kann auch dann strafrechtlich verfolgt werden, wenn Sie sich hinter einem anonymen Namen verstecken. Ihre IP-Nummer reicht bereits völlig aus! Wegtreten!
Soldat, höre endlich auf in der Nase zu bohren du Ferkel !
Gabyam 08.09.2013 | 21:18
Also ich hätte Freud nun nicht gerade als Drecksack bezeichnet, aber daß er mich beleidigt hat ist für mich Tatsache.
Gabyam 08.09.2013 | 21:21
Und noch etwas lieber Freud, mit hätte, würde und könnte ist mir nicht geholfen. Wenn Du Dich hier zu Wort meldest hast Du mit Sicherheit auch konkrete Vorschläge zu meinem Problem. Wenn nicht, brauchst Du hier auch nichts reinzuschreiben.
=//=am 09.09.2013 | 13:40
Ich sehe das so wie die Experten. Wie ist denn der Stand des Widerspruchsverfahrens? Solange dieses noch nicht abgeschlossen ist, müssen Sie sich leider noch in Geduld üben. Zu den Umschulungsmaßnahmen möchte ich noch eines bemerken: Auch wenn es bei Ihnen völlig schiefgelaufen ist, sollte man die Reha-Fachberater nicht verdammen. Denn hinterher ist es immer einfach zu sagen, der Reha-Berater hat mich falsch beraten oder in irgendeine Umschulung gedrängt, obwohl ich in den Beruf XY umgeschult werden wollte. Ich kann mir auch vorstellen, dass eine IT-Umschulung sehr viel länger dauert und intensiver als eine Umschulung zur Bürokauffrau ist. Und woher wollen Sie denn wissen, ob die Chancen, als Bürokauffrau eingestellt zu werden, tatsächlich so dermaßen schlecht waren? Vielleicht hatten Sie auch nur Pech. Denken Sie, dass Sie nach einer Umschulung im IT-Bereich eher eine Anstellung bekommen hätten? Täuschen Sie sich da mal nicht. Denn die Firmen nehmen überwiegend oder manche ausschließlich nur Studierte oder solche, die schon eine jahrelange Berufserfahrung haben. Ob da die Chancen auf einen Arbeitsplatz aussichtsreicher gewesen wären, wage ich zu bezweifeln.
noch ein "Bürokaufmann"am 09.09.2013 | 15:03
Anzumerken ist hierzu noch, daß eine reine schulische Ausbildung als "Bürokaufmann" von knapp 19 Monaten von Sozialrichtern als vollwertiger erlernter Beruf dargestellt wird. So wurde es dem Gericht scheinbar von der DRV vorgetragen.
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