Kurz gesagt: Ja, die Rentenerhöhungen wirken sich auf zukünftig zu zahlende Renten aus.
Etwas länger gesagt: Die Rentenanpassung erfolgt über den sogenannten aktuellen Rentenwert. Er ist die veränderliche Größe in der Rentenformel. Der aktuelle Rentenwert drückt den Betrag aus, welcher der monatlichen Rente für einen Entgeltpunkt entspricht. Er wird regelmäßig angepasst. Auch für die Berechnung des aktuellen Rentenwertes existiert eine Formel. Sie berücksichtigt beispielsweise die Lohn- und Gehaltsentwicklung aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer und Aufwendungen für die Altersvorsorge. Diese Formel enthält auch den sogenannten Nachhaltigkeitsfaktor. Er führt dazu, dass die Rentenanpassungen gedämpft werden, wenn sich das Verhältnis von Rentnern und Beitragszahlern zu Lasten der Beitragszahler verändert. Der Wert wird vom Gesetzgeber festgelegt/errechnet.
Da eine langfristige Prognose dazu schwierig ist, ist fraglich, in wieweit sich abschätzen lässt, wann sich eine vorzeitige Renteninanspruchnahme rechnet. Bestandteil der Rentenformel ist nämlich nicht nur der aktuelle Rentenwert, sondern auch der Zugangsfaktor. Mit diesem Faktor werden Zu- und Abschläge bei der Rentenberechnung berücksichtigt. Wenn weder Zu- noch Abschläge zu berücksichtigen sind, beträgt der Faktor 1,0. Gehen Sie vorzeitig in Rente, verringert sich der der Faktor und damit auch Ihr Rentenanspruch.
Das Thema Rentenberechnung/Rentenentwicklung in der Zukunft ist ein sehr umfangreiches Thema, sodass unsere Expertenantwort auf jeden Fall nicht umfassend sein kann.
Zu diesem Thema gibt es daher Informationsbroschüren, die Sie direkt beim Rentenversicherungsträger anfordern können oder sich auch im Internet auf der Seite jedes beliebigen Rentenversicherungsträgers der Deutschen Rentenversicherung herunterladen können.