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Experten-Antwort

Besteht die Möglichkeit, Arztberichte u.ä. nur direkt an den Medizinischen Dienst der DRV zu schicken?

von Lala14.08.2023 | 12:19
446 Ansichten
7 Antworten

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Ich würde ungerne meine ganzen medizinischen Unterlagen an die Verwaltung schicken. Gibt es die Möglichkeit an die Verwaltung nur die Antragsformulare zu senden und die medizinschen Unterlagen direkt und nur an den Medizinischen Dienst der Rentenversicherung zu schicken? Falls ja, wie bekomme ich die Anschrift des Medizinischen Dienstes heraus? Konkret geht es um die DRV Berlin-Brandenburg.

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo Lala,

 

bitte wenden Sie sich direkt an die Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg (zuständiges Servicetelefon 0800 1000 48 025), um Ihre Frage zu klären.

Diese Frage kann nicht abschließend im Forum geklärt werden.

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6 Antworten

Fliederam 14.08.2023 | 12:40
Erfrage Sie das am besten direkt telefonisch bei der DRV Berlin-Brandenburg, ich gehe vorsichtig davon aus, dass das nicht möglich ist, kann aber auch bei den unterschiedlichen Trägern nochmal unterschiedlich geregelt sein. In der Regel wird die eingehende Post an der Scanstraße gescannt und dann zur digitalen Akte beigefügt, in der sowohl Sachbearbeitung als auch Ärztinnn und Ärzte dann arbeiten.
Abschlägeam 14.08.2023 | 12:58
Hallo Lala, kurz Zusammengefasst: es gibt keine besondere Abteilung 'Medizinischer Dienst' bei der DRV. die Deutsche Rentenversicherung ist die einzige Institution, die über das Vorliegen einer Erwerbsminderung oder der Notwendigkeit einer Reha zur Vermeidung einer solchen Rente entscheiden darf (bevor im Zweifelsfall dann nur noch das Sozialgericht 'da drüber' steht). Anders als z.B. bei der Agentur für Arbeit, bei der medizinische Unterlagen den Vermittler nichts angehen und es deshalb gesondert an den dortigen MD versandt werden darf/muss, gibt es also bei der DRV eine derartige Unterscheidung nicht. Aber gehen Sie vertrauensvoll davon aus, dass nicht jeder Mitarbeiter, der im Zuge Ihres Antragsverfahrens Ihre Unterlagen in die Finger bekommt, die Zeit hat, sämtliche Seiten zu lesen oder gar irgendwelche (unerwünschten) Schlüsse daraus zu ziehen. Die Bearbeitung Ihres Antrages erfolgt immer in einem Team, das sich sowohl aus 'Verwaltung' als auch aus 'sozialmedzinischem Fachpersonal' zusammensetzt. Wenn Sie die Unterlagen zudem noch auf dem Postweg versenden, gehen alle Dokumente erst einmal noch durch einen Scanservice, weil im Zuge der Digitalisierung Ihre Akte bei der DRV 'digital' angelegt wird. Auch beim Scanservice liest allerdings niemand Ihre vertraulichen Unterlagen, sondern die werden stapelweise durch einen 'Scanner' gejagt, der zudem auch noch automatisch die Seitenzahl zählt. Es verzögert aber den Weg, bis Ihre Unterlagen dann tatsächlich zur Bearbeitung bereit sind. Damit Ihr Antrag also zügig bearbeitet werden kann, werfen Sie Ihre Bedenken also einfach über Bord und schicken Sie alles zusammen mit dem Antrag los. Wenn Sie selbst über einen Scanner verfügen, können Sie dies beschleunigen, indem Sie gleich selbst die Unterlagen erst einscannen und die Originale bei sich zu hause behalten. Achten Sie dann bitte da drauf, dass auf JEDEM Dokument Ihre Versicherten-Nummer steht. Die DRV bietet verschiedene Möglichkeiten (mit oder ohne Registrierung) auch 'online' zu stellen. https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Online-Dienste…
Pustekuchenam 14.08.2023 | 13:37
Zitat von Abschläge anzeigenausblenden
Abschläge schrieb

Hallo Lala,

kurz Zusammengefasst: es gibt keine besondere Abteilung 'Medizinischer Dienst' bei der DRV.

die Deutsche Rentenversicherung ist die einzige Institution, die über das Vorliegen einer Erwerbsminderung oder der Notwendigkeit einer Reha zur Vermeidung einer solchen Rente entscheiden darf (bevor im Zweifelsfall dann nur noch das Sozialgericht 'da drüber' steht).

Anders als z.B. bei der Agentur für Arbeit, bei der medizinische Unterlagen den Vermittler nichts angehen und es deshalb gesondert an den dortigen MD versandt werden darf/muss, gibt es also bei der DRV eine derartige Unterscheidung nicht.

Aber gehen Sie vertrauensvoll davon aus, dass nicht jeder Mitarbeiter, der im Zuge Ihres Antragsverfahrens Ihre Unterlagen in die Finger bekommt, die Zeit hat, sämtliche Seiten zu lesen oder gar irgendwelche (unerwünschten) Schlüsse daraus zu ziehen.

Die Bearbeitung Ihres Antrages erfolgt immer in einem Team, das sich sowohl aus 'Verwaltung' als auch aus 'sozialmedzinischem Fachpersonal' zusammensetzt.

Wenn Sie die Unterlagen zudem noch auf dem Postweg versenden, gehen alle Dokumente erst einmal noch durch einen Scanservice, weil im Zuge der Digitalisierung Ihre Akte bei der DRV 'digital' angelegt wird. Auch beim Scanservice liest allerdings niemand Ihre vertraulichen Unterlagen, sondern die werden stapelweise durch einen 'Scanner' gejagt, der zudem auch noch automatisch die Seitenzahl zählt. Es verzögert aber den Weg, bis Ihre Unterlagen dann tatsächlich zur Bearbeitung bereit sind.

Damit Ihr Antrag also zügig bearbeitet werden kann, werfen Sie Ihre Bedenken also einfach über Bord und schicken Sie alles zusammen mit dem Antrag los. Wenn Sie selbst über einen Scanner verfügen, können Sie dies beschleunigen, indem Sie gleich selbst die Unterlagen erst einscannen und die Originale bei sich zu hause behalten. Achten Sie dann bitte da drauf, dass auf JEDEM Dokument Ihre Versicherten-Nummer steht.

Die DRV bietet verschiedene Möglichkeiten (mit oder ohne Registrierung) auch 'online' zu stellen.

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Online-Dienste/Juli_2021/antrag_stellen.html

Aber natürlich gibt es Rententräger, die einen eigenen Sozialmedizinischen Dienst unterhalten. Da könnte man theoretisch den Antrag an die Sachbearbeitung schicken und die medizinischen Unterlagen nur zu Händen des SMD. Auch wenn es in der Praxis so nicht gehandhabt wird, machbar wäre es, wie vom FSer erfragt, durchaus.
Pustekuchenam 14.08.2023 | 17:18
Da haben Sie offenbar etwas mißverstanden. Ich meinte nicht, daß der FSer das so machen kann, sondern das die Denkbarkeit möglich ist, da eben doch - anders als von @Abschläge formuliert - Rententräger existent sind, die "eine medizinische Abteilung" haben. Das es so nicht praktiziert wird, stand doch auch lesen. Zusammenfassend: es kann so nicht gemacht werden, aber der Gedankengang Antrag an die Sachbearbeitung, medizinische Unterlagen zum SMD ist so unsinnig nun auch wieder nicht.
Peter T.am 15.08.2023 | 09:57
Warum immer Leute Angst haben, die med. Unterlagen sehen zu können? Was sollte denn der SB mit Ihren so geheimen Gesundheitsdaten anfangen? Am Frühstückstisch ausplaudern, in der Zeitung posten? Glauben Sie die SB sehen jeden Tag nicht hunderte dieser Befundberichte? Und davon abgesehen ist es in der DRV Verwaltung normal die ganze Akte zu führen. Denn der SB bereitet sie vor, es wird von Medizinern bewertet, es geht zurück, zum Juristen, der die ganze Sache danach bewertet (was nach Ihrem Denken vermutlich auch nicht sein darf) und wieder zum SB, der den Bescheid erstellt. Im öffentlichen Dienst sind alle vereidigt, da interessiert sich niemand privat ect für Ihre med. Unterlagen...
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