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Experten-Antwort

DRV Antrag abgelehnt

von Manni Müller31.03.2017 | 20:33
2926 Ansichten
13 Antworten
Hallo zusammen, ich habe vor 2 Wochen einen Antrag (zusammen mit meinem Hausarzt) für eine Reha (BurnOut) in einer psychosomatischen Klinik gestellt - und zwar bei der DRV. Aktell bin ich erwerbsfähig. Folgende Absage habe ich heute erhalten: Ihrem Antrag vom xxx auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation können wir nicht entsprechen. Begründung Leistungen zur medizinischen Rehabilitation können erbracht werden wenn die persönlichen und versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Nach $ 10 des Sechsten Buchs Sozialgesetzbuch (SGB VI) sind die persönlichen Voraussetzungen erfüllt, wenn 1) die Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit oder körperlicher, geistiger der seelischer Behinderung erheblich gefährdet oder gemindert ist. und 2) voraussichtlich a) bei erheblicher Gefährdung der Erwerbsfähigkeit eine Minderung der Erwerbsfähigkeit durch Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder Teilhabe an Arbeitsleben abgewendet werden kann, oder b) bei geminderter Erwerbsfähigkeit diese durch Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder Teilhabe an Arbeitsleben wesentlich gebessert oder wiederhergestellt oder hierdurch deren wesentliche Verschlechterung abgewendet werden kann Diese Voraussetzungen sind bei Ihnen nicht erfüllt. Nach unseren Feststellungen ist eine Leistung zur medizinischen Rehabilitation durch uns nicht erforderlich. Hinweis: Wir halten eine Krankenbehandlung im Rahmen der Krankenversicherung für ausreichend. Kann mir ein Experte sagen, was ich nun machen soll? Mich an die KK wenden? Was möchte man mir damit sagen? Viele Grüße Manni

1 Experten-Antwort

Experten-Antwortam 03.04.2017 | 09:25

Guten Morgen Herr Müller,

wichtig wäre es bei einem ggf. anzustrebenden Widerspruch darzulegen, welche örtlichen Strukturen (Psychotherapie, Facharztbesuche etc.) Sie bereits genutzt haben.

Freundliche Grüße

12 Antworten

Manni am 01.04.2017 | 05:41
Hallo Paul, also Widerspruch einlegen und ein Attest meines Facharztes hinzufügen? Manni
Schorscham 31.03.2017 | 20:37
Manni Müller schrieb

Hallo,

vielen Dank für die Infos. Ich habe ein Attest meines Psychotherapeutens eingefordert. In dem wird belegt, dass ich seit über 10 Jahren in Behandlung bin und dieser auch die Reha befürwortet.

Es reicht völlig aus, wenn Sie Ihren behandelnden Arzt über die Ablehnung informieren. Der sollte dann eigentlich wissen, welche ambulanten oder stationären Therapiemöglichkeiten für Sie in Frage kommen. MfG
Paul02am 31.03.2017 | 23:48
Sie sind Erwerbstätig und sind beim Hausarzt wegen Burnout. Und wollen eine Reha? Ist Ihr Arbeitsplatz gefährdet? Wenn ia, begeben Sich zum Facharzt oder Fachklinik? Dann wirds funktionieren. Viel Erfolg. Mfg
Gabi Brückneram 01.04.2017 | 08:52
auf jedem Fall einen Widerspruch einlegen .Am besten mit einem "neuen" Bericht ihres Facharztes. Immer wieder gibt es beim zweiten Anlauf dann eine pos. Antwort.
Realistinam 01.04.2017 | 11:00
Manni schrieb

Hallo Paul,

also Widerspruch einlegen und ein Attest meines Facharztes hinzufügen?

Manni

Versuchen können Sie es. Allerdings sind die DRV-Ärzte nicht dumm und lehnen Reha-Anträge nicht grundlos ab, auch wenn Widersprüche häufig erfolgreich sind. Die Zahl der abgewiesenen Widersprüche ist mindestens genauso hoch, vermutlich sogar viel höher.
Paul02am 01.04.2017 | 11:16
Manni schrieb

Hallo Paul,

also Widerspruch einlegen und ein Attest meines Facharztes hinzufügen?

Manni

Hallo Manni, wenn Sie und Ihr Facharzt der Meinung sind, Sie bräuchten eine Reha, dann legen Sie Widerspruch ein und begründen das. Es ist mir schleierhaft, daß Sie arbeiten gehen, obwohl Sie Burnout haben. Jeder Mensch der sich mit einer solchen Krankheit rumschlägt, ist meines Erachtens für mehrere Wochen krank. Ich hatte damals wegen einer anderen Krankheit, nach Antragstellung innerhalb von zwei Wochen eine Reha genehmigt bekommen. Viel Glück. Mfg
Realistinam 01.04.2017 | 11:41
Paul02 schrieb

Wenn Sie so extrem krank sind, warum nehmen Sie Sich keine Auszeit? Wie soll die Erwerbsfähigkeit gefährdet sein, wenn Sie arbeiten gehen.

Das hat der verantwortliche DRV-Arzt vermutlich ähnlich gesehen und den Reha-Antrag wegen Unplausibilität abgelehnt. Die behandelnden Ärzte meinen es manchmal viel zu gut mit ihren Patienten, wie ich aus eigenen Erfahrungen weiß. Das geht dann manchmal so weit, dass sie falsche Hoffnungen wecken, in dem sie Ihren Patienten voreilig eine rentenrelevante Erwerbsmiderung oder einen Reha-Anspruch einreden.
Manniam 02.04.2017 | 06:14
Hallo, meine Diagnose: Erschöpfungszustand. Mein Therapeut wird nun ein Attest anlegen, indem er diese Maßnahme befürwortet - schließllich sieht er die Erwerbsfähigkeit als deutlich gefährdet. Ich habe dazu eine Schilddrüsenentzündung (Hashimoto) und seit 1,5 Jahren Entzündungen im zentralen Nervensystem. Ich bin damit ziemlich überfordert...
Grokoam 02.04.2017 | 07:00
Manni schrieb

Hallo,

meine Diagnose: Erschöpfungszustand. Mein Therapeut wird nun ein Attest anlegen, indem er diese Maßnahme befürwortet - schließllich sieht er die Erwerbsfähigkeit als deutlich gefährdet. Ich habe dazu eine Schilddrüsenentzündung (Hashimoto) und seit 1,5 Jahren Entzündungen im zentralen Nervensystem. Ich bin damit ziemlich überfordert...

meine Diagnose: Erschöpfungszustand. Mein Therapeut wird nun ein Attest anlegen, indem er diese Maßnahme befürwortet - schließllich sieht er die Erwerbsfähigkeit als deutlich gefährdet. Ich habe dazu eine Schilddrüsenentzündung (Hashimoto) und seit 1,5 Jahren Entzündungen im zentralen Nervensystem. Ich bin damit ziemlich überfordert... [/quote Ich hab einen Pickel am Hintern.
Manni Mülleram 03.04.2017 | 19:02
Hallo, vielen Dank für die Infos. Ich habe ein Attest meines Psychotherapeutens eingefordert. In dem wird belegt, dass ich seit über 10 Jahren in Behandlung bin und dieser auch die Reha befürwortet.
=//=am 04.04.2017 | 13:22
Manni Müller schrieb

Hallo,

vielen Dank für die Infos. Ich habe ein Attest meines Psychotherapeutens eingefordert. In dem wird belegt, dass ich seit über 10 Jahren in Behandlung bin und dieser auch die Reha befürwortet.

Guten Morgen Herr Müller, wichtig wäre es bei einem ggf. anzustrebenden Widerspruch darzulegen, welche örtlichen Strukturen (Psychotherapie, Facharztbesuche etc.) Sie bereits genutzt haben. Freundliche Grüße
Hallo, vielen Dank für die Infos. Ich habe ein Attest meines Psychotherapeutens eingefordert. In dem wird belegt, dass ich seit über 10 Jahren in Behandlung bin und dieser auch die Reha befürwortet.
Sorry, aber ich kann nicht verstehen, dass Ihr Psychotherapeut es in 10 Jahren (!) nicht geschafft hat, Sie einigermaßen gesund zu bekommen. Sie sollten vielleicht mal einen FACHARZT aufsuchen? Über die Krankenkasse gibt es auch andere Arten von Hilfe: z.B. der Besuch einer Tagesklinik. Im Übrigen ist "Erschöpfungszustand" nicht gleich zu setzen mit "Burn out". Denn dann könnten Sie mit Sicherheit nicht mehr arbeiten und müßten krank geschrieben werden. Und ehrlich gesagt, wer von der arbeitenden Bevölkerung hat nicht mal zwischendurch einen Erschöpfungszustand?
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