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Experten-Antwort

Erwerbsminderungsrente durch Suchtkrankheit ??

von Kasser04.02.2023 | 15:44
3713 Ansichten
22 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Hallo liebe Leute, ich habe ein paar Fragen bitte : Ich bin 33 Jahre alt in Deutschland geboren und seit meinem 14-15 Lebensjahr Suchtkrank, es fing mit Camnabis an und dann ab 18-19 mit härteren Drogen wie Cocain und Opiate, bis heute bin ich leider noch Opiat süchtig und wegen meiner Drogenabhängigen konnte ich nie arbeiten, und wegen der Sucht die ich jetzt noch habe und die psychischen Probleme die dazu gekommen sind sehe ich mich nicht in der Lage in Zukunft normal zu arbeiten, ich beziehe zurzeit vom Sozialenamt Sozialhilfe weil das Jobcenter auch nicht sieht das sie mich in Zukunft in einer vernünftigen Arbeit vermitteln können bzw. Das ich es schaffen könnte, daher meine Frage : Wenn ich einen Antrag zur vorzeitigen Rente stellen würde, würde es bewilligt werden oder eher nicht ?? Mfg Kasser

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo, Kasser,

eine Rente wegen Erwerbsminderung wird gezahlt, wenn dafür die gesetzlichen Voraussetzungen gegeben sind.

D.h zum einen, dass Sie gesundheitlich so eingeschränkt sind, dass eine Berufstätigkeit nicht oder nicht mehr als 6 Stunden am Tag regelmäßig ausgeübt werden kann.

Auf der anderen Seite müssen Sie insgesamt mindestens 5 Jahre Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt haben und in den letzten 5 Jahren mindestens 3 Jahre mit Pflichtbeiträgen.

Wenn dies alles gegeben ist, könnte ein Antrag auf Rente erfolgversprechend sein.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

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21 Antworten

Fliederam 04.02.2023 | 16:10
Hallo Kasser, man kann durchaus aufgrund einer Suchterkrankung einen Anspruch auf Erwerbminderungsrente haben. Ob das bei Ihnen gegeben ist, wird hier im Forum niemand beantworten können. Wann waren Sie denn zuletzt berufstätig? Oder haben Sie nie gearbeitet? Oftmals bittet das Sozialamt die DRV um Prüfung, ob Erwerbsminderung und <rentenanspruch vorliegen. Sie müssen für einen Anspruch auf Erwerbminderungsrente insgesamt 5 Jahre mit Pflichtbeiträgen haben (z.B. aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung) und zusätzlich 3 der letzten 5 Jahre vor Eintritt der Erwerbsminderung Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit haben. Dass Sie diese Voraussetzungen erfüllen, erscheint mir gerade unwahrscheinlich.
Inezam 04.02.2023 | 16:46
Oder eher nicht,denn anhand Ihrer Biographie fehlen sämtliche Versicherungszeiten. Auch eine vorzeitige Wartezeiterfüllung ist nicht zu sehen. Da die Erwerbsminderung schon besteht, würde auch eine jetzt beginnende Erwerbstätigkeit nichts nutzen. Sozialamt oder Jobcenter können jedoch die Prüfung der Erwerbsminderung bei der Rentenversicherung i. A. geben, was Einfluss auf künftige Sozialleistungen hat, bspw. Grundsicherung statt Bürgergeld. Insofern würden Sie wohl weiterhin beim Sozialamt angelegt bleiben.
Realitätam 04.02.2023 | 17:40
Das wird nichts mit einer Erwerbsminderungsrente. Zusammenreißen und selber etwas bewegen und nicht immer auf die Hilfe andere hoffen, das wäre sicher der bessere Weg.
Schadeam 04.02.2023 | 18:09
Sie haben sich als Jugendlicher kaputt gemacht, nie gearbeitet und damit wohl auch nie Rentenbeiträge gezahlt. Wie kommen Sie da auf die Idee eine Rente zu bekommen? Schon mal darüber nachgedacht was eine Versicherung ist? Aber keine Angst: das Sozialsystem lässt Sie trotdem nicht hängen; sofern Sie nicht über eigenes Vermögen verfügen, lässt man Sie nicht verhungern sondern die Gemeinschaft derer, die gezahlt und gearbeitet haben (während Sie sich ruiniert haben) füttert Sie mit Sozialhilfe durch. Und das lebenslang. Seien Sie also dankbar dass es diesen Sozialstaat gibt.
Renteam 04.02.2023 | 19:57
Ich sags mal so. Wenn Sie jetzt schon beim Sozialamt sind, wurde Ihre Arbeitsfähigkeit durch die Rentenversicherung über das Jobcenter schon geprüft. Sie sind voll erwerbsgemindert. Deswegen wurden Sie auch zum Sozialamt geschickt. Sie hätten schon eine Rente bekommen können, aber die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen 36 Monate in den letzten 5 Jahren Pflichtbeitragszeiten haben Sie anscheinend nicht. Deswegen sieht es eher mau aus. Sie können natürlich jederzeit den Antrag stellen, aber viel Hoffnung seh ich da nicht.
Ersteinmalam 04.02.2023 | 20:23
Hallo liebe Leute, ich habe ein paar Fragen bitte : Ich bin 33 Jahre alt in Deutschland geboren und seit meinem 14-15 Lebensjahr Suchtkrank, es fing mit Camnabis an und dann ab 18-19 mit härteren Drogen wie Cocain und Opiate, bis heute bin ich leider noch Opiat süchtig und wegen meiner Drogenabhängigen konnte ich nie arbeiten, und wegen der Sucht die ich jetzt noch habe und die psychischen Probleme die dazu gekommen sind sehe ich mich nicht in der Lage in Zukunft normal zu arbeiten, ich beziehe zurzeit vom Sozialenamt Sozialhilfe weil das Jobcenter auch nicht sieht das sie mich in Zukunft in einer vernünftigen Arbeit vermitteln können bzw. Das ich es schaffen könnte, daher meine Frage : Wenn ich einen Antrag zur vorzeitigen Rente stellen würde, würde es bewilligt werden oder eher nicht ?? Mfg Kasser
Hast du denn 36 Monate gearbeitet in den letzten 5 Jahren?
braucht es überhaupt 5 Jahre Wartezeit.
Paulam 04.02.2023 | 20:05
Hast du denn 36 Monate gearbeitet in den letzten 5 Jahren?
Miniam 08.02.2023 | 11:03
Unnötig, energieraubend und nicht nährend, in keinerlei Hinsicht. Jemand der unter einer Suchterkrankung leidet, Opiate nimmt und offensichtlich psychisch schon genug angeschlagen ist, sollte man nicht mit Vorwürfen belästigen und dazu beitragen, das dieser Mensch sich noch schlechter fühlt. Meine Antwort an dich ist: Herzenswärme, Liebe und verständnisvolle Hilfestellungen. Meine Antwort an den Fragesteller: Lass dich nicht unterkriegen! Immer Widerspruch einlegen und zum Sozialgericht ukd die Rentenversicherung verklagen. Sie lehnen so viele Fälle ab und am Ende entschied das Sozialgericht für den Hilfesuchenden. Alles Gute, pass auf dich auf.
Kaiseram 08.02.2023 | 11:05
Zitat von Mini anzeigenausblenden
Das wird nichts mit einer Erwerbsminderungsrente. Zusammenreißen und selber etwas bewegen und nicht immer auf die Hilfe andere hoffen, das wäre sicher der bessere Weg.
Unnötig, energieraubend und nicht nährend, in keinerlei Hinsicht. Jemand der unter einer Suchterkrankung leidet, Opiate nimmt und offensichtlich psychisch schon genug angeschlagen ist, sollte man nicht mit Vorwürfen belästigen und dazu beitragen, das dieser Mensch sich noch schlechter fühlt. Meine Antwort an dich ist: Herzenswärme, Liebe und verständnisvolle Hilfestellung. Meine Antwort an den Fragesteller: Lass dich nicht unterkriegen! Immer Widerspruch einlegen und zum Sozialgericht ukd die Rentenversicherung verklagen. Sie lehnen so viele Fälle ab und am Ende entschied das Sozialgericht für den Hilfesuchenden. Alles Gute, pass auf dich auf.
Blubb.
Inezam 08.02.2023 | 11:14
Zitat von Mini anzeigenausblenden
Immer Widerspruch einlegen und zum Sozialgericht ukd die Rentenversicherung verklagen. Sie lehnen so viele Fälle ab und am Ende entschied das Sozialgericht für den Hilfesuchenden.
Kein hilfreicher Rat! Wenn die Versicherungszeiten fehlen, sind Widerspruch oder gar Klage nicht von Aussicht auf Erfolg gekrönt. Krankheit allein ist nicht ausreichend, man muss schon in eine Versicherung einzahlen, um Leistungen zu erhalten.
wahrheitam 15.08.2023 | 20:46
Zitat von Mini anzeigenausblenden
Also das glaube ich doch jetzt nicht,also für Menschen die sich mit Drogen und Alkohol zudröhen ,keinen Schulabschluss,keine Lehre haben und nie gearbeiter haben soll man mit Herzenswärme ,Liebe und verständnisvollen Hilfestellungen zur Seite stehen.Ich bin seit 45 Jahren Krankenschwester und soll weiter arbeiten bis ich meine 51 Jahre voll habe um dann eine mickrige Rente zu kriegen.Ich weiß um hunderte Patienten ,die schuldlos krank geworden sind und weder eine Reha,Hilfestellung oder finanzielle Unterstützung erhalten haben.Ich verstehe jetzt den Sinn deines Kommentars nicht,also die, die nie etwas für unsere Gesllschaft getan haben außer immense Kosten für unzählige Entgiftungen und mehrere Langzeittherapien verursacht haben ,nie in die Kassen irgendeinen Beitrag geleistet haben sollen gepudert und gehätschelt werden und unsere betagten Menschen ,die unser Land nach dem Krieg aufgebaut haben sollen jetzt ihr hart erarbeitetes Geld in die völlig unbezahlbaren Pflegeheim Plätze investieren und sich dort mit einer mega schlechten Pflegequalität zufrieden geben...na dann Prost
Domam 14.11.2023 | 05:03
Solche dummen Sprüche können nur von Menschen kommen die sich in Themen einmischen von denen sie keine Ahnung haben.
max Mustermannam 07.05.2024 | 08:54
da wird es wohl mal zeit für einen realitätscheck, realität. das sucht eine aneerkannte krankheit in deutschland ist und man an jedem rathausvorplatz, jeder einkaufsstraße, s oder ubahn haltestelle sehen kann wie stark betroffene bei der lebensführung eingeschrenkt ist zeigt sehr deutlich das ihre, scheinbar von längst überholten ideen des sozialen darvinismus geprägte subjektive realität wenig mit der wirklichkeit zu tun hat. oder geben sie menschen die ihre beine verlohren haben den selben rat? bleibt zu wünschen das sie niemals direkt oder indirekt mit den konzsequenzen der krankheit sucht zu kämpfen haben, insbesondere in einer geselschaft in der ihre ansichten, im gegensatz zur medizinischen lehrmeinung leider noch weit verbreitet sind und dadurch, ofmals ganz direkt betroffenen jede chance der medizinischen rehabilitation verwährt bleibt oder sie aber in dem gefährlichen irrglauben leben müssen das sie selbstverschuldet in die situation geraten sind...
max Mustermannam 07.05.2024 | 09:00
Zitat von wahrheit anzeigenausblenden
sie sollten es besser wissen oder? woher kommt der groll? ist da etwa eine unaufgearbeitete sucht/substanzabhängigkeit im hintergrund? ist nämlich kein zufall das die "strengsten" meinungen zu diesen themen von menschen kommen die sich selbst noch in der leugnung befinden, genau so wie es kein zufall ist das ein großer anteil von suchtkranken selbst im gesundheitswesen tätig sind, frei nach dem motto "den bock zum gärtner machen"... ich hoffe sie finden frieden und empfehle ihnen ggf den besuch einer selbsthilfegruppe oder ehrenamt in einer obdachlosen einrichtung um ihr menschenbild ein wenig zu justieren;) sonst gilt nämlich ein anderes motto: "was ich selber denk und tue trau ich allen andern zu"
Nicoleam 11.06.2024 | 15:41
Dem kann ich nur zustimmen. Bin entsetzt von den Worten dieser gewissenlosen sog. Krankenschwester. Au weia!
Icham 12.09.2024 | 10:43
Zitat von Schade anzeigenausblenden
Danke für die neutrale Antwort. Leider klang die eher negativ ohne zu wissen was genau die gründe für alles sind. Sucht allein ist nicht immer der Grund … Natürlich gibt es Hilfen vom Gesetzgeber einschließlich Rente, Reha und Entzugsklinik. Die können da auch weiter vermitteln und Vorschläge machen was genau das richtige ist.
Fayeam 19.02.2025 | 20:57
Zitat von wahrheit anzeigenausblenden
Ich verstehe deinen wohl berechtigten Frust. Aber: - diese auf einen Suchtkranken zu projezieren wenig hilfreich oder sinnvoll. Wir sollten mal zusammen stehen gegen die tatsächlichen Verantwortlichen. Unsere Regierung! Wieso wird Cannabis legalisiert ohne offizielle Verkaufsstellen wo es legal und mit Steuer verkauft wird? Steuereinnahmen welche dann in Suchtprävention und Suchttherapien investiert werden könnten? Nein, Deutschland legalisiert und unterstützt damit die Dealer die jetzt 50g bei sich tragen dürfen ohne belangt zu werden und ohne Steuereinnahmen? Alkohol sollte meiner Meinung nach schon lange weniger verharmlost werden und nur in dafür extra genehmigten shops zu erwerben sein. Weg damit aus Supermarkt und Tankstelle. Werbungsverbot für Alkohol. Aufklärung über Suchtpotenzial. Wenigstens da nehmen wir Steuern für ein. Diese sollten ebenfalls in Prävention und Therapien/Rehabilitation fließen. Es bringt nichts einen Süchtigen hier an den Pranger zu stellen. Wir sollten grundlegend umdenken und die Regierung da auch in die Pflicht nehmen.
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