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Experten-Antwort

falsche Behauptungen im Entlassbrief

von haplimus06.09.2022 | 16:33
551 Ansichten
4 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Nach einer Wirbelfraktur LWK1/2 und deren internen Stabilisierung war ich nach 3 Monaten in einer Kurklinik zur Reha. Nach einer Woche stellte ich fest, dass die Mitpatienten bis zu 4 Reha-Maßnahmen pro Tag erhielten, ich hingegen nur etwa 2. Eine Beschwerde bei einer Visite des Chefarztes und des Oberarztes hatte keinen Erfolg. Im Abschlussbericht hieß es "Auch der Patient ist mit dem erreichten Ergebnis zufrieden und äusserte sich über Ablauf und Ergebnis der Reha sehr positiv". Zu meiner Zufriedenheit mit dem Ergebnis hatte ich mich nicht geäussert. Ferner findet sich die Aussage, ich habe das Untersuchungszimmer zur Abschlussuntersuchung ohne orthopädische Hilfemittel betreten, was zwar richtig ist, allerdings hatte ich die Reha auch ohne diese angetreten. Auf meine Aufforderung zur Korrektur der falschen bzw. irrelevanten Aussagen erfolgte keine Reaktion. Muss ich dieses Verhalten so hinnehmen oder gibt es für derartige Fälle eine Beschwerdestelle

1 Experten-Antwort

Experten-Antwortam 07.09.2022 | 07:31

Hallo haplimus,

im Rehabilitationsverfahren ist Ihr zuständiger Rentenversicherungsträger Ansprechpartner für alle Belange. Dies gilt auch für eine Beschwerde über die Abläufe während der Durchführung der Rehabilitationsleistung in der Rehabilitationsklinik. Wenn Sie also mit der Abschlussuntersuchung und den im Entlassungsbericht dargestellten Ergebnissen Ihrer Rehabilitationsleistung nicht einverstanden sind, steht es Ihnen selbstverständlich frei, dies schriftlich gegenüber Ihrem Rentenversicherungsträger darzulegen.

Die Überlegungen von „von Abschläge“ in Zusammenhang mit einer Beschwerde sind wirklich gut und es ist immer sinnvoll sich grundsätzlich zu fragen, was will ich mit der Beschwerde erreichen. Dies sollte dem Rentenversicherungsträger dann auch mitgeteilt werden, warum man diese Beschwerde einreicht.

Freundliche Grüße

Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

3 Antworten

ZTRam 06.09.2022 | 17:09
Sie müssen sich direkt an die Klinik wenden, weil die DRV den Entlassungstext selber keine Qualitätssicherung betreibt. Die DRV muss davon ausgehen, dass das was die Klinik schreibt stimmt. Oftmals hängen die Einschätzungen jedoch mit der subjektiven Wahrnehmung des Patienten zusammen. Suchen Sie mit dem E-Bericht Ihren Hausarzt auf und fragen Sie den nach seiner Einschätzung/Meinung zum Text im E-Bericht.
KSCam 06.09.2022 | 17:24
Bei allem dürfte es - unabhängig vom Wahrheitsgehalt und der Sichtweise der Betroffenen - wichtig sein wie es mit Ihnen in Zukunft weitergeht. Können Sie in Zukunft wieder arbeiten und tun dies auch, interessiert in 2 oder 3 Jahren "keine S.." mehr was heute in einem Entlassbericht steht. Streben Sie eine aber akut Rente an, sieht das naturgemäß ganz anders aus. Und nicht vergessen: ein Arzt und eine Klinik dürfen durchaus eine andere Einschätzung haben als Sie aus Patientensicht. Und wenn Sie keine orthopädischen Hilfsmittel mehr brauchen, sieht das doch (aus Laiensicht) zumindest nicht ganz übel aus....grins...
Abschlägeam 06.09.2022 | 17:51
Hallo Haplimus, wenn Sie zur Abschlussuntersuchung das Zimmer ohne Hilfsmittel betreten haben, dann ist dies eine Feststellung des Arztes. Weil er 'gesehen' hat, dass es so ist. WAS sollte er daran ändern? Insgesamt betrachtet bedeutet dies nur, dass an diesem Tag in diesem Moment Sie ohne irgendwelche Hilfsmittel laufen konnten. Und wenn Sie - aus welchen Gründen auch immer - am nächsten Tag zu Hause doch wieder Hilfsmittel benutzen (müssen), ändert dies an der 'Momentaufnahme doch nichts. Wenn Sie am Ende der Reha trotz weniger Therapien als die anderen Patienten (wobei man die Gründe dafür doch gar nicht kennt) mit dem 'Gesamtergebnis' zufrieden waren (egal ob sehr oder nur nebenbei bemerkt), dann ist doch ok. Etwas anderes wäre es, wenn Sie gesagt hätten 'ich kann immer noch nicht schmerzfrei laufen und es hat sich im Vergleich zum ersten Tag hier nichts verbessert' und er schreibt dann den von Ihnen zitierten Text, dann wäre es zu korrigieren. Schonen Sie also in Ihrem eigenen Interesse und zu Gunsten Ihrer Gesundheit sich diesen nervenaufreibenden Rückblick und konzentrieren Sie sich darauf, wie es nun nach der Reha mit Ihnen weitergeht, beim Haus-/Facharzt noch weitere unterstützende Therapien einfordern (Physiotherapie) und klären, ob Sie weiter arbeiten können/wollen/müssen oder ob doch schon (EM)Rente in Betracht kommt oder vielleicht nur weitere Sie beruflich unterstützende Maßnahmen (berufliche Reha/LTA). Über diese LTA können Sie sich ja schon einmal hier informieren und dann ggfs. noch persönlich weiter beraten lassen: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Reha/Beruflich… Alles Gute!
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