Überbrückung bis zur Rente

von
P. Bresmer

Hallo,

mal angenommen man hat seine 35 Berufsjahre deutlich vor dem frühesten Renteneintritt bereits hinter sich, zum Beispiel mit 60 Jahren. Angenommen man hat genug Rücklagen, lebt bescheiden um 3 Jahre ohne Einkommen zu überbrücken. Dazu habe ich folgende Verständnisfragen:

a) Ist es dann möglich ohne Weiteres sich 3 Jahre selbst zu versorgen und dann mit 63 die frühzeitige Rente (mit 14,4 % Abschlag) zu erhalten?

b) Macht es evtl. Sinn (Eigenkapital vorausgesetzt) sogar die 4 weiteren Jahre von 63 bis 67 selbst zu überbrücken, damit man den Abschlag nicht hat? Mal angenommen die Rente mit 67 liegt bei 1000 Euro. Dann müsste ich 72.000 Euro aufbringen, um sie 4 Jahre zu überbrücken. Diese Summe hätte ich nach ca. 5 Jahren Rentenzahlung durch die Rente ohne Abschläge statt mit Abschlägen wieder raus. D.h. es wurde grob ab 5 Jahren voller Rente sich rechnen die 4 Jahre von 63 bis 67 selbst zu überbrücken. Stirbt man vorher hätte es sich nicht gelohnt. Sind diese Annahmen GANZ GROB richtig?

c) Die 14,4% Abschlag werden oft als "Frechheit" bezeichnet. Wenn man doch 4 Jahre weniger arbeitet hat man ja auch weniger eingezahlt (bei 4 von 39 Jahren grob 10% weniger gearbeitet). D.h. effektiv gesehen ist der Abschlag doch eher bei ca. 4% oder ?

Vielen Dank schon mal im Vorfeld!

von
Bernd1954

Hallo P. Bresmer,

zu a) ja, das geht

zu b) da scheint ein Denkfehler vorzuliegen. Ich komme überschlägig auf 24 Jahre bis es sich rechnet.

zu c) der tatsächliche Abschlag liegt eher über 14,4 %. Ihnen fehlen ja auch die Beitragszeiten bis zum 67. Lebensjahr. Also 4 Jahre weniger Beiträge gezahlt und von dem niedrigeren Betrag nochmals 14,4% Abschlag. Der genaue Betrag hängt von Ihrem Verdienst ab.

Gruß Bernd

von
KSC

Ob es "sich rechnet" hängt letztlich von Ihrer Lebenserwartung ab; wenn Sie vor 80 sterben hat es sich kaum gerechnet später in Rente gegangen zu sein - ich würde auch von etwa 20 Jahren ausgehen....

Aber so etwas ist doch ein Luxusproblem! Bei Ihrer Rechnung hätten Sie mit 63 etwa 860 € Rente und ab 67 etwa 1000 €, lebenslang etwa 140 € weniger.

Aber wenn es sich jemand leisten kann mit "60 auszusteigen" und bis 63 oder sogar bis 67 vom Ersparten zu leben, spielt es in meinen Augen auch keine große Rolle ob langfristig die Rente bei 860 oder bei 1000 liegt. Diese Frage stellt sich garantiert 95% aller Arbeitnehmer nicht.

Ist also eine Sorge gut situierter Bürger.

Ich gönne Ihnen "dieses Problem".

von
Klugpuper

Wie erfolgt die Krankenversicherung bis zum Rentenbeginn? Freiwillige Versicherung fängt bei grob 200 Euro im Monat an.

von
P. Bresmer

Zitiert von: Bernd1954
Hallo P. Bresmer,

zu a) ja, das geht

zu b) da scheint ein Denkfehler vorzuliegen. Ich komme überschlägig auf 24 Jahre bis es sich rechnet.

zu c) der tatsächliche Abschlag liegt eher über 14,4 %. Ihnen fehlen ja auch die Beitragszeiten bis zum 67. Lebensjahr. Also 4 Jahre weniger Beiträge gezahlt und von dem niedrigeren Betrag nochmals 14,4% Abschlag. Der genaue Betrag hängt von Ihrem Verdienst ab.

Gruß Bernd

zu b) Ja, vermutlich ein Denk- und Rechenfehler. Ich versuche den Rechnungsweg: Wenn ich eine Rente von 4 Jahre mit 1000 Euro überbrücken will, brauche 12 Monate x 4 Jahre x 1000 Euro = 48.000 Euro. Der Abschlag von 14,4% ergibt 140 Euro Differenz (klar, es wird noch weniger, weil Beitragszeiten fehlen). 12 Monate x 4 Jahre x 160 Euro = 6.720 Euro.
Wenn ich doch nun die 48.0000 / 6.720 Euro teile, komme ich auf 7 Jahre nachdem sich die Überbrückung des 14,4% Abschlags beginnt auszuzahlen. Wo ist mein Fehler?

zu c) Ok, stimmt, die fehlenden Beitragszahlung habe ich unterschätzt, wären bei mir grob weitere 7% Abschlag. Also grob 10% weniger arbeiten, aber 23% Abschlag. Das musst dann jeder für sich entscheiden, wertvolle Zeit gegen Geldverlust.

von
P. Besmer

Zitiert von: Klugpuper
Wie erfolgt die Krankenversicherung bis zum Rentenbeginn? Freiwillige Versicherung fängt bei grob 200 Euro im Monat an.

Das Thema ist logischerweise zu berücksichtigen und mit vielen Optionen behaftet. Mini-Job, beim Ehegatten familienversichert oder dann doch die 200-250 Euro einbeziehen. Aber mir ging es erstmal im Kern um a) beantwortet und b) mein Denkfehler zu finden ;-)

von
Johannes Heesters

Zitiert von: P. Bresmer
Hallo,

mal angenommen man hat seine 35 Berufsjahre deutlich vor dem frühesten Renteneintritt bereits hinter sich, zum Beispiel mit 60 Jahren. Angenommen man hat genug Rücklagen, lebt bescheiden um 3 Jahre ohne Einkommen zu überbrücken. Dazu habe ich folgende Verständnisfragen:

a) Ist es dann möglich ohne Weiteres sich 3 Jahre selbst zu versorgen und dann mit 63 die frühzeitige Rente (mit 14,4 % Abschlag) zu erhalten?

b) Macht es evtl. Sinn (Eigenkapital vorausgesetzt) sogar die 4 weiteren Jahre von 63 bis 67 selbst zu überbrücken, damit man den Abschlag nicht hat? Mal angenommen die Rente mit 67 liegt bei 1000 Euro. Dann müsste ich 72.000 Euro aufbringen, um sie 4 Jahre zu überbrücken. Diese Summe hätte ich nach ca. 5 Jahren Rentenzahlung durch die Rente ohne Abschläge statt mit Abschlägen wieder raus. D.h. es wurde grob ab 5 Jahren voller Rente sich rechnen die 4 Jahre von 63 bis 67 selbst zu überbrücken. Stirbt man vorher hätte es sich nicht gelohnt. Sind diese Annahmen GANZ GROB richtig?

c) Die 14,4% Abschlag werden oft als "Frechheit" bezeichnet. Wenn man doch 4 Jahre weniger arbeitet hat man ja auch weniger eingezahlt (bei 4 von 39 Jahren grob 10% weniger gearbeitet). D.h. effektiv gesehen ist der Abschlag doch eher bei ca. 4% oder ?

Vielen Dank schon mal im Vorfeld!

Was sich überhaupt nicht lohnt, noch gar rechnet ist, auf die um die Abschläge geminderte Rente zu verzichten und bis zum Zeitpunkt der Regelaltersgrenze ohne Einkünfte auszuharren. Nur wenn sie Heesters -noch besser Methusalem- heissen sollten, wäre das eine clevere Rechnung. Bedenken sie auch den Faktor Krankenversicherung - der den Überbrückungszeitraum nicht gerade versüssen sollte - siehe Vorredner.

von
Bernd1954

Zitiert von: P. Bresmer
Zitiert von: Bernd1954
Hallo P. Bresmer,

zu a) ja, das geht

zu b) da scheint ein Denkfehler vorzuliegen. Ich komme überschlägig auf 24 Jahre bis es sich rechnet.

zu c) der tatsächliche Abschlag liegt eher über 14,4 %. Ihnen fehlen ja auch die Beitragszeiten bis zum 67. Lebensjahr. Also 4 Jahre weniger Beiträge gezahlt und von dem niedrigeren Betrag nochmals 14,4% Abschlag. Der genaue Betrag hängt von Ihrem Verdienst ab.

Gruß Bernd

zu b) Ja, vermutlich ein Denk- und Rechenfehler. Ich versuche den Rechnungsweg: Wenn ich eine Rente von 4 Jahre mit 1000 Euro überbrücken will, brauche 12 Monate x 4 Jahre x 1000 Euro = 48.000 Euro. Der Abschlag von 14,4% ergibt 140 Euro Differenz (klar, es wird noch weniger, weil Beitragszeiten fehlen). 12 Monate x 4 Jahre x 160 Euro = 6.720 Euro.
Wenn ich doch nun die 48.0000 / 6.720 Euro teile, komme ich auf 7 Jahre nachdem sich die Überbrückung des 14,4% Abschlags beginnt auszuzahlen. Wo ist mein Fehler?

zu c) Ok, stimmt, die fehlenden Beitragszahlung habe ich unterschätzt, wären bei mir grob weitere 7% Abschlag. Also grob 10% weniger arbeiten, aber 23% Abschlag. Das musst dann jeder für sich entscheiden, wertvolle Zeit gegen Geldverlust.

Sie verzichten 4 Jahre lang auf monatlich 856 € (1000-14,4%). Das macht in 4 Jahren einen Verlust von 48x856=41.088 €, nur um anschließend 144 € mehr Rente zu bekommen.
Also teilen wir die 41.088 durch 144 und kommen auf 285,33 Monate, bis der Betrag wieder ausgeglichen ist. Das sind fast 24 Jahre.

von
Siehe hier

https://www.ihre-vorsorge.de/altersvorsorge/ruerup-rente/alternative-gesetzliche-rente.html

von
P. Bresmer

Zitiert von: Bernd1954
[quote=364761][quote=364745]

Sie verzichten 4 Jahre lang auf monatlich 856 € (1000-14,4%). Das macht in 4 Jahren einen Verlust von 48x856=41.088 €, nur um anschließend 144 € mehr Rente zu bekommen.
Also teilen wir die 41.088 durch 144 und kommen auf 285,33 Monate, bis der Betrag wieder ausgeglichen ist. Das sind fast 24 Jahre.

Danke, da haben sich so einige Denk- und Rechenfehler bei mir eingeschlichen...
Aber so ist der Weg klarer.

Ich habe vor ein paar Jahren mein Haus abgezahlt und mit relativ bescheidener Lebensweise/guten Gehalt haben wir eine Sparqoute von ca. 40-50%. Da lässt sich, wenn alles gut läuft (Gesundheit etc.) in den nächsten 10-12 Jahren einiges ansparen und eben solche Rechenspielchen machen...

von
Jonny

Zu a)
Ob Sie vor der Altersrente mit 14,4 % Abschlag ab 63 noch bis dahin arbeiten oder 3 oder 5 Jahre früher aussteigen, hängt ganz von Ihren Verhältnissen ab, sich „über Wasser halten“ zu können. Dazu gehört natürlich auch die Absicherung für den Fall der Krankheit und der Pflege.
Zu b)
Wenn Sie aufgrund der bis zum Ausstieg gezahlten Beiträge mit 67 eine abschlagsfreie Regelaltersrente in Höhe von 1000 € erwarten können, wird diese 4 Jahre vorher mit Abschlägen nur 856 € betragen, und zwar lebenslänglich. Was Sie zum Überbrücken bis zur Regelaltersrente und auch danach benötigen, um über die Runden zu kommen, hängt von Ihren Bedürfnissen ab.
Aus der Rentenkasse erhalten Sie zwischen 63 und 67 jedenfalls schon einmal 41.088 € (alles brutto ohne Krankenversicherung). Bis dieses Plus durch eine um 144 € höhere Rente von 1000 € wieder aufgefressen ist, sind ja gut 285 Monate vergangen, d.h. bei einem „Kippalter“ von 90 + 9. Danach machen Sie – im Vergleich zur Rente mit 67 – mit jedem weiteren Rentenbezugsmonat nur noch zunehmenden Verlust. Oder anders ausgedrückt: Bei einer Rente ab 67 haben Sie im Alter von 91 Jahren schon 432 € „gewonnen“; ich würde es Ihnen gönnen.
Zu c)
Die „Frechheit“ mit 14,4 % Abschlag bei Alter 63 ist in anderen Ländern höher. Ein Schweizer erhält im Alter von 67 Jahren z.B. 10,8 % mehr als mit 65, muss bei Vorbezug mit 63 aber 13,6 % Abschlag in Kauf nehmen. D.h. seine Rente mit 63 ist gut 22 % niedriger als mit 67. Da ist Deutschland bei der mittleren Lebenserwartung und einer Rente mit 63 und 14,4 % Abschlägen noch ganz gut im Rennen, oder?

von
Ach Jonny

1 Schweizer erhält bei Rentenbeginn wenn er normal in Rente geht 2.350.-- Sfr monatliche Rente.(. in etwa) Ein Holländer ohne gearbeitet zu haben bei normalem Rentenbeginn ????
1.200.-- Euro . Ein Österreicher um die 1.850.00 Euro
Wie ist das denn mit der Rentenhöhe in Deutschland ?
Solche Vergleiche sind mehr als lausig

von
mein Gott Jonny

noch schlimmer

die Mindesrente AHV Schweiz ist Sfr. 1195.--
die Maximalrente Sfr. 2.390.-- bei vollen beiträgen.
In Österreich ist die Durchschnittliche Rentenhöhe im Jahr 26.577.-- Euro
In Deutschland ist Land unter.

von
Jonny

Es wurde der prozentuale Abschlag angesprochen. Das dazu immer ein absoluter Betrag gehört, ist mir auch bekannt. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Abschläge in Deutschland noch sehr moderat sind.

Experten-Antwort

Hallo P. Bresmer,

ob Sie sich drei Jahre lang selber versorgen können, können Sie natürlich am besten beantworten. Wenn die 35 Jahre Wartezeit erfüllt sind und Sie das entsprechende Lebensalter erreicht haben, können Sie eine Rente für langjährig Versicherte mit Abschlag erhalten. Sie sind also nicht verpflichtet, während der Überbrückungszeit Beiträge einzuzahlen.

Ihre Annahme, eine Rente ohne Abschläge gleicht die Summe, die Sie vorher hätten beziehen können, nach 5 Jahren aus, ist falsch. Grob geschätzt können Sie hier 20 Jahre ansetzen. Plus Minus natürlich.

Die Abschläge von beispielsweise 14,4 % werden von dem Betrag der Rente einbehalten, die zum vorzeitigen Rentenbeginn vorliegt.

Angenommen Sie hätten zum Stichtag 1000,00 Euro in Ihrem Rentenkonto:
1000,00 Euro Abzüglich 14,4 % Abschlag machte eine monatliche Rente von 856,00 Euro. Würden Sie dagegen erst zum regulären Altersrentenbeginn die Rente beanspruchen, ohne bis dahin weiter einzuzahlen, würden Sie die 1000,00 Euro erhalten. Würden Sie sogar noch Beiträge einzahlen, würde die Rente entsprechend steigen.

Gerne können Sie sich einen telefonischen Beratungstermin geben lassen, um sich verschiedene Varianten ausrechnen zu lassen.

von
Siehe hier

Wenn ich die vorherigen Beiträge richtig verfolgt habe, fehlt bei den 'was wäre wenn'- Hinweisen noch der nunmehr jährlich um 1% steigende Anteil, der von der Rente zu versteuern ist.
Im Jahr 2020 lag dieser bei 80%, und ist aktuell (2021) also bei 81%, in vier Jahren also bereits bei 85%.

Dieser (auch der dann bei späterem Beginn höhere) Steueranteil bleibt bei der nachfolgenden Rente erhalten.

Je nach Rentenhöhe und Veranlagungsart kann das alleine schon einige 100 EUR im Jahr zusätzlich ausmachen.

Und wenn die Rente mit Abschlag 'doof' ist, warum dann nicht trotzdem beziehen und die spätere Altersrente mit z.B. einer versicherungspflichtigen Nebentätigkeit erhöhen?
Im Rahmen der 'Flexirente' gibt es vielerlei Möglichkeiten...

Oder auch das 'Angesparte' in eine (steuerbegünstigte) Ausgleichszahlung investieren (dies aber steht glaub ich schon irgendwo in den vorherigen Beiträgen).

Also Telefonberatung vereinbaren und mal alles Mögliche rechnen lassen :-)

von
P. Besmer

Danke für die vielen hilfreichen Antworten!

Um etwas weiter zu träumen und gleichzeitig zu prüfen, ob ich das Thema grob verstanden habe, hier eine fiktive Rechnung/Annahme:
Ehepaar beide 55 Jahre alt, haben 35 Berufsjahre hinter sich und kommen zu dem Zeitpunkt auf eine erreichte Rentenanwartschaft von je 1.300 Euro (inkl. recht hoher Betriebsrenten). Das ergibt pro Jahr 31,2 Teu (2,6 Teu x 12).
Das Ehepaar hat im Haushaltsbuch auf der Ausgabeseite seit Jahren durchschnittlich ca. 35 Teu pro Jahr (alles drin, Nebenkosten, Urlaub, Hobbys usw.), was somit ihrem Lebensstandard widerspiegelt.

Würde das Ehepaar nun mit 55 Jahre aufhören wollen zu arbeiten, entsteht folgende Rechnung:
Das Ehepaar plant die Rente mit 63 zu beantragen und 8 Jahre mit Erspartem auszukommen.
Die Kalkulation der Rente: Bei Abzug von 14,4% (gilt für die Gesetzliche, hier für alle angenommen) und darauf nochmal ca. weitere 15% Steuern (Annahme nach Jahr 2040, volle Besteuerung, dann gemäß Progression ca. 15%) bleiben von den 31,2 noch ca. 23,7 Teu netto übrig. 
Um den Lebensstandard von 35 Teu zu halten, fehlen also ab der 63er-Rente 11,3 Teu jährlich. Unter der Annahme, dass beide 90 Jahre alt werden, fehlen also hier schon mal 305.100 Euro (27 Jahre x 11,3 Teu). 
Um die 8 Jahre von 55 bis 63 zu überbrücken fehlen weitere 280.000 Euro (8x 35.000 Euro). 
Somit bräuchte das Ehepaar mit 55 Jahren ein Erspartes von ca. 585.100 Euro, um diesen Weg zu gehen.

Ist die Rechnung so im Groben in Ordnung? 
Krankenversicherung (sind eigentlich die oft geschätzten ca. 200 Euro im Monat pro Person oder können beide Ehepartner für das Geld krankenversichert sein?) und ungeplante hohe Ausgaben/Rücklagen wie z.B. eine neue Heizung, sind hier in den 35 TEU Ausgaben berücksichtigt bzw. durch andere Auszahlungen (evtl. eine kleine Lebensversicherung) gedeckt.

Ist die Rechnung so plausibel? 
Welche große Hürden (außer 585 Teu zu ersparen/haben ;-) ) sind hier noch nicht genannt?

Wenn das Grobe dann stimmt, dann wird eine telefonische Beratung mit den echten Zahlen sicher sinnvoll sein.

von
Realität

Zitiert von: P. Besmer

Wenn das Grobe dann stimmt, dann wird eine telefonische Beratung mit den echten Zahlen sicher sinnvoll sein.

Dann sollten Sie besser einen umfangreichen Altersvorsorgetermin buchen. Im normalen Beratungstermin sind derartig „fiktive Hochrechnungen“ eher nicht vorgesehen.

von
Siehe hier

habe nun nicht mitgerechnet... das können viele andere hier besser :-)

Mir fällt nur spontan auf, dass dann in den Jahren der 'Selbstversorgung' der Anspruch auf eine EM-Rente irgendwann futsch ist.
Und beim Erklimmen dieser Lebensplanungsleiter fällt dann einer runter und wäre Erwerbsgemindert. Und dann?

Und auch bei der KV muss man aufpassen, die haben nämlich so eine 'Falle' von 9/10 Belegung, wenn die nicht passt, dann wird das mit einer (günstigen) Rentner-Krankenversicherung (KVdR) auch nichts.

Einige Stolperfallen scheinen also im Moment noch vorprogrammiert.

Da sollte noch ein 'Plan B' her :-)

von
W°lfgang

Zitiert von: Siehe hier
Da sollte noch ein 'Plan B' her :-)

...ganz einfach: schlicht eine Rentenberatung wahrnehmen, die alle Aspekte (außer die steuerlichen im Detail ;-)) beurteilen könnte und dann (wahrscheinlich) sagt: der Plan, die Rente ab 63 mit Abschlag nicht zu beantragen ist schlicht *Scheiße! ...außer, man will die ungedeckten Heimkosten in höherem Alter mit der dann höheren Rente ausgleichen *gg

Nebenbei: diese Fragen mehren sich in den letzten Jahren (Konto voll, will früher aufhören/Zeit bis zur Rente überbrücken), Thema ist also nicht neu. Man sammelt die (finanziellen) Fakten ein/Prognoseberechnungen /grast die Randthemen (KV/PV) ab und hinterfragt die eigene Lebenserwartung ...also nicht die des Beraters ;-)

Und da hat noch keiner gesagt "Yippy, in 20+ Jahren wird sich mein Verzicht auf die Rente mit Abschlag lohnen" ...DIE Entscheidung muss jeder selbst anhand der heutigen Prognosen treffen.

Gruß
w.

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