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Zweite Reha angeordnet statt EMR

von ClaudiaD17.06.2022 | 19:33
286 Ansichten
13 Antworten
Hallo, mein Mann ist wegen Burnout seit 2 Jahren permanent in psychiatrischer und neustens auch in Psychologischer Behandlung. Er kam vor 4 Monaten aus der 6 Wochen dauernden ambulanten Reha die von der DRV gezahlt wurde. Er wurde AU entlassen und eingestuft als dauernd nicht arbeitsfähig. (unter 3 Std) Er fiel vor Monaten ins Arbeitslosengeld. Das Arbeitsamt schrieb ihm er solle eine Reha beantragen "die in einen Rentenantrag umgedeutet" werden kann. Hätte das nicht schon mit dem Ergebnis der ersten Reha passieren sollen? Jetzt kam der Bescheid von der DRV, dass er in eine stationäre psychiatrische Reha gehen soll. Dies ist also die zweite Reha. Nur 5 Monate nach der ersten. Wir sind stark irritiert, da eigentlich zu erwarten war, dass die ganzen Gutachten, auch aus der ersten Reha zur befristeten EM Rente führen würde. Das hätte auch eine starke psychische Entlastung sein können. Ist da bei der DRV etwas schlecht gelaufen? Wie müssen wir die 2.te Reha verstehen warum sie angeordnet wurde? Ich selbst bin schwerbehindert (80%/G/B) und habe Pflegestufe 3 und werde von meinem Mann versorgt. Deshalb entschied er sich bei der ersten Reha für die ambulante. Das gab er auch so an. War das schädlich? Grüße Claudia

13 Antworten

KSCam 17.06.2022 | 19:38
Bei allem Verständnis für Ihre Sorgen und Nöte kann wohl niemand hier im Forum Ihre Fragen beantorten, weil keiner von uns den Vorgang bearbeitet und auch niemand weiß was genau die der DRV vorliegenden Arztberichte sagen. Mehr Konkretes wird wohl aus genau diesem Grund auch nicht am kommenden Montag in der Expertenantwort stehen. Wünsche dennoch alles Gute
KSC Ergänzungam 17.06.2022 | 19:40
Wenn Sie (und Ihre Fachärzte) eine Berentung erwarten, verstehe ich nicht warum Ihr Mann keinen Rentenantrag gestellt hat. Das steht doch jedem frei,.....
ClaudiaDam 17.06.2022 | 19:43
Weil das Arbeitsamt zum Rehantrag aufgefordert hat. Einer solchen Aufforderung ist Folge zu leisten.
ClaudiaDam 17.06.2022 | 19:46
@KSC: Ich verstehe nicht warum Sie antworten, wenn Sie nichts beizutragen haben. Etwas grundätzlich abwertend in Frage zu stellen, nur weil gerade nichts einfällt? Ist das irgendwie hilfreich?
DELA-DUS-DEam 17.06.2022 | 19:49
ClaudiaD schrieb

Weil das Arbeitsamt zum Rehantrag aufgefordert hat. Einer solchen Aufforderung ist Folge zu leisten.

§145 SGB III lässt auch einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu und der Aufforderung wäre Folge geleistet worden. Wäre der einfach Weg gewesen.
Abschlägeam 17.06.2022 | 20:36
Hallo Claudia, in dieser Broschüre ist beschrieben, welche Möglichkeiten zur medizinischen Rehabilitation die DRV bietet https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/… Dort können Sie auch entnehmen, dass grundsätzlich keinen Unterschied macht, ob diese ambulant oder stationär erfolgt. Und es somit auch nicht 'schädlich' war, dass Ihr Mann es ambulant versucht hat. Wenn Ihnen 'Vermutungen' als Antwort reichen, denn etwas anderes ist in einem Forum ohne Zugriff auf Unterlagen nicht möglich - dies hat Ihnen auch @KSC bereits geschrieben - 'vermute' ich nun mal für Sie: Aufgrund der häuslichen Situation wurde eine 'ambulante' Reha bewilligt, da hat man also Ihre Wünsche berücksichtigt. Und auch wenn dort der Entlassungsbericht schon ein Leistungsvermögen unter drei Stunden ergab, sieht die DRV selbst das wohl (noch) anders als die Rehaklinik und schickt Ihren Mann nun also in eine stationäre Reha. Wenn Ihr Mann also nun drei Wochen oder etwas mehr (evtl. wird verlängert) schickt, dann vielleicht auch aus dem Grund, damit er 'frei von anderen Verantwortungen' sich ganz auf sich und seine Gesundheit konzentrieren kann und dann festgestellt wird, wie sich das auf seine Erwerbsfähigkeit auswirkt. Sehen Sie das also als gute Chance, zunächst einmal insbesondere für Ihren Mann, dass ihm nun also diese Möglichkeit geboten wird. Letztendlich ist es für ihn wohl tatsächlich auch eine 'Entlastung', wenn er den Kopf mal für sich selbst frei bekommen kann und nicht nach der anstrengenden Tagesreha sich wieder (wenn sicher auch gern) um Sie kümmern muss. Und Sie selbst werden in dieser Zeit gut von einem Pflegedienst betreut, die Zeit ist ja absehbar, und die Kosten werden von Pflegekasse/Krankenkasse (Stichwort 'Kurzzeitpflege/Verhinderungspflege), da müssten Sie sich bitte bei der Pflegekasse auch direkt noch informieren. Und auch die DRV hilft hier finanziell ggfs. mit (wenn nicht andere Stellen vorrangig leisten müssen), das steht auch in der obigen Broschüre. In der Reha gibt es auch einen 'Sozialdienst'. Dort kann Ihr Mann sich auch noch einmal ausführlich hinsichtlich der (finanziellen) Situation nach der Reha beraten lassen und sollte dies auch tun, um dann zu entscheiden, ob er selbst eine 'Umwandlung in Rente' dann nach der Reha forciert. Erleichtern Sie sich und Ihrem Mann die Lösung der Probleme, in dem Sie sich gleich am Montag auch darum kümmern, wer für Sie als 'Ersatzpflege' in Frage kommt (Kontakt mit Pflegedienst/en vor Ort aufnehmen) und lassen Sie ihn dann 'einfach mal ziehen'. Ein schönes Wochenende und alles Gute!
KSCam 17.06.2022 | 19:56
1) Ich wollte Sie darauf vorbereiten dass Sie auf diese Frage in diesem Forum keine zielführenden Antworten erwarten können. 2) Meines Wissens fordert das Arbeitsamt in diesen Fällen die Kunden auf Reha oder Rente zu beantragen. 3) Trotz Aufforderung eine Reha zu beantragen hätten Sie trotzdem aus freien Stücken eigenständig Rente beantragen können. Dies sogar neben einem Rehaantrag und hätten im Formular R0215 darlegen können warum Sie eine Rente und keine Reha anstreben. 4) Wenn meine realistische Antwort nicht Ihre Wunschantwort ist, tut es mir leid. Möglicherweise haben Sie andere Erwartungen an dieses Forum (die ich als DRV Mitarbeiter aber nicht befriedigen kann).
Janaam 17.06.2022 | 21:07
Sie sollten froh sein, dass einmal ihren Wünschen nachgekommen wurde. Leider hat die Reha aber wohl nicht viel gebracht. Bei mir hat man nicht mal eine stationäre Reha in der Nähe genehmigt, sondern darauf bestanden, dass ich mehrere 100 km weit weg war, da ich auch noch pflege. Mal komplett rauszukommen, mich nur auf mich zu konzentrieren hat dazu geführt, dass ich überhaupt eine Chance hatte, von der Reha zu profitieren. Geben Sie Ihrem Mann diese Chance und regeln sie die Pflege auf andere Weise.
Unmöglicham 18.06.2022 | 08:12
ClaudiaD schrieb

@KSC: Ich verstehe nicht warum Sie antworten, wenn Sie nichts beizutragen haben. Etwas grundätzlich abwertend in Frage zu stellen, nur weil gerade nichts einfällt? Ist das irgendwie hilfreich?

Ich verstehe nicht warum Sie rumwettern, obwohl Sie keinerlei Ahnung haben. Derartige Fragesteller braucht kein Forum. Dann lösen Sie doch Ihr Problem gleich allein.
-am 19.06.2022 | 17:42
Hallo ClaudiaD, zunächst: Ihrem Mann sind aufgrund der ambulanten Durchführung der ersten Reha KEINE Nachteile in der im Anschluss erfolgten Bewertung hinsichtlich der Erwerbsfähigkeit entstanden. Eine ganztägig ambulant Reha wird gleichermaßen wie eine stationäre Reha ge- und bewertet, die Inhalte, Anforderungen und Ziele einer ganztägig ambulanten Reha sind dieser einer stationären gleichrangig. Einziger Unterschied liegt in der Durchführungsform und damit Verbunden mit der Unterbringung und Versorgung des Rehabilitanden. Auf Ihre Kernfrage, warum nach der ersten Reha kein Umdeutungsverfahren eingeleitet wurde, kann im Rahmen des Forums ohne Einsicht in Ihre Akte keine Auskunft und keine Bewertung abgegeben werden. Jegliche Auskünfte würden ausschließlich auf Vermutung und Spekulationen ins Blaue hinein basieren, dies ist nicht Sinn und Zweck des Forums. Zudem handelt es sich hier um medizinische Entscheidungen, welche im Einzelfall vom sozialmedizinischen Dienst des zuständigen Trägers getroffen wird, nicht um eine allgemeine fachliche Auskunft. Hier können wir Sie leider nur an den für Sie bzw. Ihren Mann zuständigen Rentenversicherungsträger verweisen, mit der Bitte um direkte Kontaktaufnahme mir der Sachbearbeitung. Dort hat man Zugriff auf Ihre Unterlagen, auch auf die Entscheidungen des sozialmedizinischen Bereichs. Ggf. können anhand dieser Unterlagen genaue Auskünfte erteilt werden. Unter Umständen liegt auch ein Kommunikationsproblem zwischen Agentur für Arbeit und Rentenversicherung vor. Grundsätzlich hat die Agentur für Arbeit bereits von der ersten Reha Kenntnis haben müssen, dennoch wurden Sie wohl zur Antragstellung über die Agentur für Arbeit aufgefordert - ein weiteres Antragsverfahren für eine weitere Reha wurde eingeleitet. Der Rentenversicherungsträger ist dabei verpflichtet, über den Antrag zu entscheiden. Soweit aus medizinischer Sicht eine Reha zu befürworten ist, wird der Antrag auf Basis des Prinzips "Reha vor Rente" in der Regel positiv verbescheidet, auch wenn erst kürzlich eine Reha absolviert worden ist. Offenbar sieht der sozialmedizinische Dienst eine Möglichkeit der Besserung der Erwerbsfähigkeit durch die nunmehr bewilligte Reha. Jedoch können wir Sie auch hier für genaue Informationen nur an den zuständigen Rentenversicherungsträger verweisen. Wir wünschen Ihnen alles Gute. Mit freundlichen Grüßen, Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung
ClaudiaDam 22.06.2022 | 17:42
Ich danke vielmals den hilfreichen Antworten. Insbesondere dem Team der DRV sowie "DELA-DUS-DE" und "Abschläge". Natürlich habe ich keine allumfassende Antwort erwartet. Aber das geschriebene (+Links) hat uns schonmal beruhigt und mögliche Handlungshinweise gegeben. Entgegen dem Hinweis auf SGB III §145 möchte ich korrigieren: Der Aufforderung der AfA einen Antrag auf Reha zu stellen wird nicht genüge getan, wenn man stattdessen einen Rentenantrag stellt. Die Wahl des Antrags unterliegt dem Leistungsgeber (AfA) nicht dem Leistungsempfänger. Und dem ist nunmal Folge zu leisten. Die AfA hätte ja auch schreiben können..."Stellen Sie einen Reha ODER EMR Antrag". Hat sie aber nicht! In Unkenntnis ob es ein ein Nachteil ist, EMR statt Reha (wie aufgefordert) zu beantragen, sind wir der Aufforderung 100% gefolgt. Natürlich hätte mein Mann auch parallel einen Rentenantrag stellen können, was aber unsinnig ist, da "Reha vor Rente" gilt. Der Rentenantrag wäre wegen laufendem Reha Antrag sowieso abgelehnt worden. Hätte, wäre, könnte. Egal. Wir nehmen es so wie es kommt. Jedenfalls wissen wir nun, dass die "ambulante" Reha nicht schädlich sein konnte. Dank an alle. Grüße Claudia
Abschlägeam 22.06.2022 | 18:03
ClaudiaD schrieb

Ich danke vielmals den hilfreichen Antworten. Insbesondere dem Team der DRV sowie "DELA-DUS-DE" und "Abschläge".

Natürlich habe ich keine allumfassende Antwort erwartet. Aber das geschriebene (+Links) hat uns schonmal beruhigt und mögliche Handlungshinweise gegeben.

Entgegen dem Hinweis auf SGB III §145 möchte ich korrigieren: Der Aufforderung der AfA einen Antrag auf Reha zu stellen wird nicht genüge getan, wenn man stattdessen einen Rentenantrag stellt. Die Wahl des Antrags unterliegt dem Leistungsgeber (AfA) nicht dem Leistungsempfänger. Und dem ist nunmal Folge zu leisten. Die AfA hätte ja auch schreiben können..."Stellen Sie einen Reha ODER EMR Antrag". Hat sie aber nicht!

In Unkenntnis ob es ein ein Nachteil ist, EMR statt Reha (wie aufgefordert) zu beantragen, sind wir der Aufforderung 100% gefolgt.

Natürlich hätte mein Mann auch parallel einen Rentenantrag stellen können, was aber unsinnig ist, da "Reha vor Rente" gilt. Der Rentenantrag wäre wegen laufendem Reha Antrag sowieso abgelehnt worden.

Hätte, wäre, könnte. Egal.

Wir nehmen es so wie es kommt. Jedenfalls wissen wir nun, dass die "ambulante" Reha nicht schädlich sein konnte.

Dank an alle.

Grüße

Claudia

Die AfA darf gar nicht zum Rentenantrag auffordern, lediglich zur Beantragung einer Reha oder LTA. Wenn aber der Versicherte selbst einen EM-Rentenantrag stellt (statt Reha-Antrag), dann ist der Aufforderung dennoch genüge getan und die Zahlung des ALG kann nicht wegen 'fehlender Mitwirkung' eingestellt werden. https://www.arbeitsagentur.de/datei/fw-sgb-iii-145_ba015152.pdf…
Paulam 22.06.2022 | 20:07
Ich hatte auch zwei Rehas, waren nur 4 Monate dazwischen. Die erste wollte ich und ich war danach noch krankgeschrieben, dann kam die Aufforderung zur zweiten da war ich gerade 6 Wochen zu Hause. Hab ich gemacht, war auch psychosomatisch Denke das machen die wenn noch nicht klar istbob EMR oder nicht
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