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Experten-Antwort

Gesundschreibung bei voller EMR

von Zoe06.11.2022 | 11:34
91 Ansichten
13 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Ich bin 61 Jahre und bin seit 8 Jahren wegen Depressionen in voller EMR. Wie würde sich eine Gesundschreibung auswirken? Welche Vor und Nachteile bestehen? In der letzten Zeit merke ich, es fehlen mir berufliche Herausforderungen, Anerkennung und habe zu viel Zeit über. Ich weiß nicht ob ich es durchhalten würde, fühle mich seit einiger Zeit nutzlos deshalb brauche ich die Arbeit. Zusatzinfo: Bei Gericht ist eine Anfrage auf vorzeitige Beendigung wegen private Insolvenz. Vielen Dank für ihre Mühe

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo Zoe,

wir schließen uns den Ausführungen von Abschläge an.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

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12 Antworten

Franzam 06.11.2022 | 11:43
Erste Folge: Sie gehen wieder arbeiten und verdienen Geld. Wenn sie nicht zwei Jahre nach dem Ende ihrer Erwerbsminderungsrente in eine Altersrente wechseln, ist, der Besitzerschutz weg und Sie bekommen wahrscheinlich eine mickrige Altersrente. Aber das können Sie nur persönlich ausrechnen.
Franzam 06.11.2022 | 11:46
Und ich glaube, die besondere Erhöhung für Bestandserwerbsminderungsrentner verpassen sie dann auch noch.
Zoeam 06.11.2022 | 12:17
Ich habe als "Frau" gut verdient, würde mich auf dem Markt auch nicht verschachern lassen. Wenn ich mit gleichen oder höherem Jahreseinkommen wieder einsteige, meinen Sie meine Altersrente würde dann trotzdem schrumpfen?
Abschlägeam 06.11.2022 | 12:29
Hallo Zoe, grundsätzlich ist ein Insolvenzverfahren kein Grund, dass Ihre EM-Rente deswegen 'beendet' werden muss... Aber das weiß Ihr Insolvenzberater natürlich besser und wird Sie hoffentlich entsprechend gut und richtig beraten. Bzw. können Sie auch z.B. schon mal hier etwas nachlesen https://anwalt-kg.de/insolvenzrecht/privatinsolvenz-rentner/ Da Sie aber selbst meinen, Ihnen würde Arbeit 'gut tun', sollten Sie es dann eher zunächst mit einem Minijob ausprobieren. Nach acht Jahren wieder von Null auf Hundert wieder voll einzusteigen, könnte Sie ja tatsächlich evtl. völlig überfordern (da sind Ihre Ärzte noch gefragt, wie die das einschätzen!!). Sie dürfen aber ausdrücklich auch neben einer vollen EM-Rente noch bis unter drei Stunden täglich bzw. unter 15h wöchentlich arbeiten. In 2022 dürfen Sie hier 6.300,00 EUR hinzuverdienen, für 2023 soll dieser Betrag erhöh werden (letzte Gesetzgebung dazu muss noch abgewartet werden). Sie sollten sich also zunächst bemühen, einen entsprechenden 'kleinen' Job zu finden, mit dem Sie erst mal 'probieren' können. Sofern Ihr Arbeitsverhältnis noch besteht (weil es aufgrund der Befristung nur ruht) könnte dies natürlich der erste Ansprechpartner bei der Suche sein. Und sobald Sie dann etwas passendes in Aussicht haben, wenden Sie sich an Ihre zuständige DRV und teilen dort mit, um welche Tätigkeit es sich handelt, wie die Arbeitszeit verteilt werden soll und welches Einkommen Sie erzielen und wer Ihr Arbeitgeber ist. Dort können Sie dann auch gleich nachfragen, welche Konsequenzen es genau für Sie hätte, wenn Sie dann nach und nach die Arbeitszeit steigern. Hier gilt zunächst 'grundsätzlich', das alles, was über den Freibetrag verdient wird, als Hinzuverdienst angerechnet wird und dann die EM-Rente mindert. Und ob dies dann zu einem Wegfall auch der Erwerbsminderung führen wird/würde, entscheidet Ihre zuständige DRV. Das Insolvenzverfahren selbst ist also kein Grund, deshalb nun 'plötzlich wieder gesund' zu sein, vielmehr riskieren Sie ja dadurch, dass Sie keinerlei Einkünfte mehr hätten (EM-Rente ist weg und Job klappt doch nicht..., ALGI wird nur für eine begrenzte Zeit bezahlt). Und für Ihr 'Wohlgefühl' könnte aber auch 'nur' ein Minijob zunächst durchaus auch hilfreich sein. Besprechen Sie dies also auch noch einmal mit Ihren Ärzten und lassen sich ggfs. auch einfach 'vorsorglich' von Ihrer DRV beraten, was im Falle wenn passiert. Viel Erfolg und alles Gute!
Marie02am 06.11.2022 | 13:04
Hallo, nehmen Sie doch einen 520 Euro Job, dann können Sie sehen, ob Sie gesundheitlich diesen bewältigen können. Viele Grüße Marie
Zoeam 06.11.2022 | 17:54
Vielen Dank für Ihre Antwort und Mühe. Es ist doch alles anders wie man annimmt , wenn man sich mit der Materie nicht auskennt. Ich muss umdenken! Vielen Dank und liebe Grüße Zoe
Klaroam 06.11.2022 | 18:18
Ich bezweifele, dass sie selbst noch einen Minijob finden werden, aber vielleicht doch. Aber mit 61 nach 8 Jahren voller EM einen richtigen Job zu finden halte ich für unmöglich. Alles blanke Theorie.
Ich bezweifle das nichtam 06.11.2022 | 18:58
So lange die Bewerbung geschickt geschrieben wird und der Lebenslauf mit familiären Aufgaben gefüllt, insbesondere die Depression nicht erwähnt, wird es bei der Bewerbung keine Probleme geben. Bei einem Minijob ist es ebenfalls nicht erforderlich, die verräterische Schlüsselzahl zur Sozialversicherung anzugeben, mit Hilfe derer jeder Erwerbsminderungsrentner sofort identifiziert und seine privaten Probleme damit einem Fremden Arbeitgeber sinnfrei übermittelt werden. Wo ich das weiß? Mehrfache eigene Erfahrung.
PSam 06.11.2022 | 19:01
Sollte es dennoch erforderlich sein, Auskunft über den rentenstatus inklusive Schlüsselzahl zu geben empfiehlt sich ein unglücklicher Unfall, längst ausgeheilt. Berat mit offenen Karten zu spielen, der hier oft gern gegeben wird ist ein Eigentor. Die Schwächsten der Gesellschaft sollen damit als Kanonenfutter zur zukünftigen Änderung einer Grundhaltung der Gesellschaft seelisch belasteten gegenüber vorangeschickt werden. Zahllose Beispiele zeigen, dass dies scheitert. Tun sie es nicht, das ist nicht ihre Aufgabe sorgen Sie dafür, dass Sie Ihre Ziele erreichen und umschiffen Sie die Klippen von Vorurteil Stigmatisierung und Bürokratie soweit wie möglich. Viel Glück!
KSCam 06.11.2022 | 19:12
Ich wünsche jedem wieder einen tollen Job zu finden. Aber in der realen Welt kommt es derzeit sehr selten vor, dass jemand der von 53 bis 61 8 Jahre lange die volle Rente bezogen hat, plötzlich wieder einen toll bezahlten Job findet. Aber frei nach TOYOTA ist ja nichts unmöglich und es wäre der Fragestellerin zu gönnen. Aber.....
Christianeam 06.11.2022 | 19:17
Sie haben wohl die EM-Rente sehr einfach bekommen? Das ist ein Gottesgeschenk und Sie sind auch schon auf der Zielgeraden in Richtung Altersrente. Wenn Ihnen langweilig ist, gehen Sie im Park die Enten füttern oder beschäftigen sich mit tausend anderen kleinen Dingen. Aber geben Sie die EM-Rente nicht weg. Wenn diese erst einmal weg ist und die Gesundheit lässt Sie doch wieder im Stich, haben Sie den Salat.
Montagam 07.11.2022 | 08:05
Guten Morgen Zoe Mit 61+ (wahrscheinlich 6 Monaten), könnten Sie, sofern Sie 35 Beitrags-/Anrechnungsjahre und einen anerkannten GdB/Schwerbehinderung von mindestens 50 haben, von der EMR in die vorgezogene Altersrente für Schwerbehinderte wechseln. Diese Rente sollte am Zahlbetrag weiterhin identisch bleiben, da Besitzschutz. In dem Fall müssten Sie auch keine Überprüfung oder Aberkennung der EM-Rente mehr befürchten und könnten sich zunächst beruhigt einem Arbeitsversuch, im Rahmen mit zulässiger Hinzuverdienstgrenze, zuwenden. Alles Gute für Ihr Zukunft
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