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Experten-Antwort

Hilft Krankenkasse, oder bsesser nicht?

von Peter und Paul28.01.2017 | 17:44
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Könnt Ihr mal Eure Erfahrungen sagen, ob es Sinn macht, die Krankenkasse zu beteiligen, wenn man einen Antrag auf Rente bei Erwerbsminderung stellt? Bei uns läuft bald das Krankengeld aus, Krankheit besteht aber weiter. Weil kein Anspruch auf Arbeitslosengeld, und wenn man noch Erspartes hat, bleibt da ja nur Rente. Ist es nun richtig, dass der Krankenkasse zu schreiben, oder dem Rententräger?

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1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Sie haben die Möglichkeit Ihren Rentenantrag in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung zu stellen. Die damit meistens verbundenen Wartezeiten sind regional unterschiedlich. Daneben gibt es ehrenamtliche Versichertenälteste, oder Sie erkundigen sich, ob in Ihrer Stadt bzw. Gemeinde ein Versicherungsamt existiert. Auf der Homepage der Rentenversicherung können Sie unter Angabe Ihrer PLZ zum Beispiel einen Versichertenältesten finden oder Ihre nächste Beratungsstelle suchen.

Deutsche RentenversicherungSie möchten persönlich beraten werden?Beratungsangebote der Deutschen Rentenversicherung

12 Antworten

Schorscham 28.01.2017 | 18:20
Es reicht aus, wenn Sie in einem Rathaus oder Bürgeramt Ihres Wohnortes einen EM-Rentenantrag aufnehmen lassen. Nach meinen Erfahrungen sind die Wartezeiten relativ kurz, auch wenn ein Termin vereinbart werden muss. (Ich benötigte damals keinen Termin, sondern kam sofort dran. Meine Mutter bekam für ihren Witwenrentenantrag einen Termin für den Folgetag.) MfG
abcam 28.01.2017 | 19:10
Es ist eher sehr ungewöhnlich, dass die KK noch kein Vorschlag auf eine Reha gemacht hat. Die KK hat ja selbst das allergrößte Interesse, Krankengeldzahlungen einzustellen. Üblicherweise wird eine KK nach einer gewissen Zeit eine Reha auf Kosten der DRV vorschlagen. Je nach Erfolg oder Misserfolg der Reha wird dann meist ein EM-Rentenantrag daraus abgeleitet.
W*lfgangam 28.01.2017 | 21:32
Hallo Peter und Paul, NEIN. Die KK ist nicht geeignet, die 'etwas' kompliziertere Materie eines Rentenantrages zu durchschauen, dafür gibt es spezielle Stellen, wie die Beratungsstellen der DRV vor Ort oder die Versicherungsämter im eigenen Rathaus. Dabei wird dann automatisch Ihre KK über die Antragsstellung informiert. Und. Das alles ist kostenlos und Sie werden auch mit wichtigen Randinformationen versorgt. Wenn das KG demnächst ausläuft, werden Sie von Ihrer KK noch einen entsprechenden Bescheid erhalten – mit dem Hinweis, sich wegen weiterer Leistungen zunächst ans 'Arbeitsamt' zu wenden. Und auch diese Leistungen/ALG laufen nicht ewig /auch da gibt es 'Fallstricke', so das dann doch beizeiten mal ein EM-Antrag folgen sollten. Und ja, Schorsch's Erfahrungen wegen kurzer Wartezeiten stammen wohl noch aus den 70ern ;-) Mit 1-3 Monate müssen Sie da rechnen – kein Problem, sobald Sie sich einen Termin geholt haben, ist der Antrag bereits wirksam gestellt, egal, wann der Papierhaufen dann zur DRV geht. Gruß w.
Schorscham 29.01.2017 | 14:02
Zitat von W*lfgang anzeigenausblenden
Nö, die jüngsten Erfahrungen stammen aus dem Jahr 2012. Es mag ja sein, dass in Ihrer Behörde langsamer gearbeitet wird. Deshalb muss das aber noch längst nicht überall so sein. MfG
Martina W.am 29.01.2017 | 15:18
Zitat von W*lfgang anzeigenausblenden
Ich hatte letzten Donnerstag im hiesigen Bürgeramt um einen Termin gebeten, weil ich Witwenrente beantragen möchte. Der Termin ist übermorgen, also Dienstag.
Herz1952am 29.01.2017 | 18:52
Hallo Peter und Paul, besteht wirklich kein Anspruch mehr auf ALG 1? Das wäre natürlich nicht so schön. Es müsste aber, wie bei ALG 1 eine Regelung bestehen, H4 oder Sozialhilfe zu erhalten. Das Schonvermögen ist bei H4 allerdings wesentlich höher, als bei Sozialhilfe (Hilfe z. Lebensunterhalt). Erkundigen Sie sich sicherheitshalber um gehend beim Arbeitsamt bzw. Jobcenter. Außer Ihr verwertbares Vermögen ist "jenseits von Gut und Böse".
memyselfam 30.01.2017 | 09:09
Und ja, Schorsch's Erfahrungen wegen kurzer Wartezeiten stammen wohl noch aus den 70ern.
Nö, die jüngsten Erfahrungen stammen aus dem Jahr 2012. Es mag ja sein, dass in Ihrer Behörde langsamer gearbeitet wird. Deshalb muss das aber noch längst nicht überall so sein. MfG
So kurzfristig geht es bei uns auch nicht. Man kann Termine online vereinbaren und die sind für die kommenden drei, vier Wochen meist ausgebucht. Man kann aber auch in eine Hauptstelle gehen (in Ba Wü in Stuttgart), dort kommt man nach einer gewissen Wartezeit eigentlich gleich dran. Die/der Rentenberater/in vor Ort ist ja nicht Vollzeitangestellte bei der Stadt, sondern kommt, je nach Terminlage vorbei.
Herz1952am 30.01.2017 | 14:59
Die Ältesten sind aber nicht immer die Klügsten. Häufig sind die Jüngeren viel besser informiert. Ab welchem Alter gilt man denn überhaupt als Versichertenältester?
Ranschidam 30.01.2017 | 15:56
Auf der Homepage der Rentenversicherung können Sie unter Angabe Ihrer PLZ zum Beispiel einen Versichertenältesten finden oder Ihre nächste Beratungsstelle suchen.
Die Ältesten sind aber nicht immer die Klügsten. Häufig sind die Jüngeren viel besser informiert. Ab welchem Alter gilt man denn überhaupt als Versichertenältester?
1952 geborene würden schon alt genug sein. Aber dann ja im Umkehrschluss würde man nicht zu den Klügsten gehören! Versichertenälteste gibts nicht mehr. Dei heißen jetzt alle "Versichertenberater".
W*lfgangam 30.01.2017 | 22:53
Schorschi, wenn Sie vor Ort im 'Einsatz' wären, würden Sie die unterschiedlichen Möglichkeiten zwischen Termin und gleich 'Drankommen' kennen ...'ne simple Witwen- oder Altersrente hack ich auch schon mal zwischendurch ins Programm in 15 Min - das ist aber nicht die Regel. Beispiel: 'nur' Kontenklärung/einfach nur'n paar Vordrucke ausfüllen, dtsch. Vertriebener aus Polen, Künstler/Musiker ...nur 4 Dtzd. verschiedene Arbeitgeber/Agenturen, mit zeitweisen Verträgen in anderen EU-Ländern, parallel mit weiter laufenden polnischen Verträgen ...Vollzeit/Teilzeit/und nicht nur ZUS ...wer sich damit auskennt, greift zum Beatmungsgerät - und lässt das für die nächsten 8 Std. laufen. Ich freue mich schon drauf, wenn dem DRV-Sachbearbeiter da 5 Kilo. Unterlagen auf den Tisch knallen. *soifz, ich schließe die Luftpumpe die nächsten Wochen noch mal für die Restarbeiten ein paar Std. an *g Nein, Schorsch (oder Martina W.) - Zeit ist kein wirklicher Maßstab für die meisten Einzelfälle – und Beratung ist davon etwas mehr zeitlich zu differenzieren ...die simplen, wie oben gesagt, die werden einfach nebenbei zur Entspannung in den 'Pausen' weggenascht. Gruß w. PS: 2012 …wie niedlich, da war noch alles i.O. - schade dass Sie 2014 ff. verpasst haben ;-)
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