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Inflationsrate von 1,5%

von Mischael2412.09.2007 | 08:30
1470 Ansichten
7 Antworten
Sehr geehrte Damen und Herren, in der Stellungnahme der Deutschen Rentenversicherung auf den Beitrag der Bild Zeitung stand, daß in der Renteninformation eine Inflationsrate von 1,5% unterstellt wird. Meine Frage ist nun ist dies denn nicht viel zu optimistisch wenn man die vergangenen Jahre betrachtet und auch das Risiko mit einbezieht das sich das "großartige" neue Wirtschaftswachstum wieder abschwächt, wie aus einigen Quellen bereits zu vernehmen ist? Besteht nicht die Gefahr das die Deutsche Rentenversicherung mit zu optimistischen Aussagen dazu beiträgt das die Leute sich sicherer fühlen und daher weniger klar erkennen daß sie privat vorsorgen müssen, um ihren liebgewonnenen Lebensstandard zu halten. Ebenso sollte meiner Meinung nach mehr auf das Langlebigkeitsrisiko hingewiesen werden. Das die Kassen jetzt schon leer sind obwohl uns die demographischen Entwicklungen noch nicht mal mit voller Wucht getroffen haben stimmt mich nicht optimistisch was die gesetzliche Rentenversicherung angeht. Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort. Mit freundlichen Grüßen Michael Marscheider

2 Experten-Antworten

Moderatoren-Antwortam 12.09.2007 | 13:29

Die Bundesregierung hat ihre Annahmen zur zukünftigen Lohnentwicklung im letzten Rentenversicherungsbericht reduziert. Aus diesem Grund mussten durch die Rentenversicherung auch die durchschnittlichen Anpassungssätze in der Renteninformation zur Berechnung der dynamisierten Altersrente reduziert werden.

Auch ich als Experte bin natürlich über manche geschätzte Zahlen für die künftigen Jahrzehnte nicht glücklich, aber logischerweise gibt es keine echten Zahlen. Allerdings muss ich auf folgendes hinweisen:

Laut FAZ vom Januar 2006 beträgt auf der Basis der Zahlen des Statistischen Bundesamtes die Inflationsrate in den 7 Jahren der Euro-Rechnung (Achtung, es wurde vor der Währungseinführung bereits ab 1999 parallel in Euro gerechnet) im Schnitt eben nur ca. 1,5 Prozent. Außerdem erzeugt eine lahmende Konjunktur in der Regel fallende Inflationsraten, eine boomende aber steigende Inflationsraten. Diese können Sie hier nachsehen:

http://www.ihk-nordwestfalen.de/volkswirtschaft_statistik/bindata/Inflationsrate_Deutschland.pdf

Moderatoren-Antwortam 17.09.2007 | 14:40

Hallo Mischael24,

ich glaube ich habe mich unglücklich ausgedrückt und Sie haben etwas falsch verstanden. Die Inflationsrate von 1,5%, die jetzt auch in der Renteninformation verwendet wird, soll die voraussichtliche zukünftige Geldwertentwicklung abbilden und gilt für alle künftigen Rentner gleichermaßen, ob sie nun 1975, 1970 oder 1985 begonnen haben zu arbeiten.

Wenn Sie mit Ihrem Beitrag meinen, dass die durchschnittliche Inflationsrate für alle Leute seit 1975 ca. 2,7% pro Jahr betrug, habe ich Sie jetzt falsch verstanden.

5 Antworten

Gerhardam 12.09.2007 | 12:12
Hallo Michael24, ich denke mal nicht, dass Dein Nickname etwas mit Deinem Geburtsjahr zu tun hat.... Insofern finde ich es schon bedenklich, dass etliche Zeitgenossen unkritisch selbstgezimmerte Politiker-Phrasen übernehmen, ohne sich auch nur im entferntesten darüber (ernsthafte) Gedanken zu machen! Wenn Sie nun von "Langlebigkeitsrisiko" schreiben, grenzt das einerseits an ein gehöriges Maß von Arroganz und andererseits an eine schwer zu überbietende Minderintelligenz! Mal angenommen, Sie sind 24 Jahre alt, wer sagt Ihnen denn, dass Sie älter werden, als der heutige Durchschnitt?? Doch hoffentlich nicht die platten und immer wieder kehrenden Aussagen der vielen Pseudo-Wissenschaftler, die da doch glatt behaupten, wir würden alle immer älter!? Das glaubt auch nur der Finanzminister.... Und dementsprechend werden dann auch die Rentenanpassungen gehandhabt.... Und wovon, bitte sehr, soll denn heutzutage "Otto Normalverbraucher" noch privat vorsorgen können?? Gott, oder sonst wer, erhalte Ihnen Ihr schlichtes Gemüt! Mit freundlichen Grüßen Gerhard
TCKam 12.09.2007 | 13:00
Die Inflationsrate der letzen 10 Jahre lag durchschnittlich bei 1,46 %. Insofern ist die angenommene Inflationsrate der DRV nicht optimistisch sondern lediglich realistisch. Aber diei zukünftige Entwicklung kann niemand vorhersehen! Übrigens bei einem sich abschwächenden Wirtschaftswachstum kann auch eher mit einer fallenden (und nicht mit steigender) Inflationrate gerechnet werden.
Mischael24am 12.09.2007 | 14:23
@ Experte ok vielen Dank für den Hinweis ich muß gestehen das ich mir das Thema Inflationsrate vorhin nur oberflächlich angeschaut habe bin Ihnen aber dankbar daß Sie mich aufklären. @ Gerhard ich möchte hier gerne diskutieren dies aber bitte sachlich und bitte Sie hiermit höflichst mich nicht zu beleidigen. Ich bin aber erfreut daß zumindest Sie intelligent sind da sie gleich richtig geschlußfolgert haben daß ich natürlich nicht 24 geboren bin sondern 24 Jahre alt bin. Ich bin aber nicht Ihr Niveau bin nur ein kleiner Versicherungskaufmann mit dem Ziel sich über den Fachwirt zum Betriebswirt weiterzubilden und habe einfach - zum Glück - noch jugendliche Unerfahrenheit in mir. Das mit dem Langlebigkeitsrisiko haben wir dem medizinischen Fortschritt und der besseren Grundversorgung mit Vitaminen, etc. zu verdanken. Sie können ja gerne mal vergleichen wie alt die Menschen durchschnittlich vor 20 Jahren wurden und wie alt sie heute werden und dies für die Zukunft impliziert läßt natürlich Schätzungen zu. Ich hoffe für mich persönlich daß ich möglichst alt werde und ernähre mich deshalb gesund (was dem Staat bestimmt weniger gefällt). Erklären Sie mir doch mal bitte wieso selbst (ich denke es war der Präsident der Deutschen Rentenversicherung Bund) den Bundesbürgern empfiehlt privat vorzusorgen da die staatliche Rente im Alter nicht mehr reichen wird? Ich weiß es gibt noch das massive Problem der demographischen Entwicklung daß dafür sorgen könnte das jeder Bürger seinen eigenen Rentner haben könnte. Ich bin persönlich der Meinung daß wir das Schweizer System Grundversorgung übernehmen sollten und jeder Bürger kümmert sich selbst um seine eigene Rente (ist meiner Meinung nach auch das gerechteste). So und jetzt steinigt mich. Ich danke auf jedem Fall dem Experten da mich dessen Antwort weiter gebracht hat und er höflich geblieben ist. Mit freundlichen Grüßen Michael
Mischael24am 12.09.2007 | 14:42
@ Gerhard was sich "Otto Normalverbraucher" leisten kann und will ist zweierlei wenn es darum geht Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Vater Staat ist ja da. Mit freundlichen Grüßen Michael
Mischael24am 14.09.2007 | 14:56
@ Experte wenn aber ein zukünftiger Rentner z. B. 1975 zu arbeiten begann beträgt wenn ich das richtig verstehe seine Inflatonsrate bis jetzt gerundet 2,7? Mit freundlichen Grüßen Michael Marscheider
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