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Experten-Antwort

Krankengeld und rente

von Thilo18.12.2024 | 20:40
380 Ansichten
16 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Hallo Ich könnte am 1.7.2026 in die Rente für besonders langjährig Versicherte gehen und habe heute schon 47 Jahre gearbeitet und bin am ende meiner Kräfte. Was ist wenn ich mich nächstes Jahr im Sommer ein Jahr krank schreiben lasse und anschließend die Rente beantrage?

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo Thilo,

 

zum Recht der Arbeitsunfähigkeit (Stichwort AU-Richtlinie) und zumRecht der Krankenkassen können wir keine Aussagen in diesem Rentenforum treffen. Sie müssen jedoch damit rechnen, dass Sie früher oder später von der Krankenkasse aufgefordert werden, einen Antrag auf Rehabilitation zu stellen, welcher dann bei vorliegen der Voraussetzungen in einen Antrag auf Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit umgewandelt werden kann. Darüber hinaus ist es fraglich, ob man eine Arbeitsunfähigkeit "planen" kann.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

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15 Antworten

Schadeam 18.12.2024 | 20:45
Sind Sie Hellseher, dass Sie heute schon wissen ab nächsten Sommer ein Jahr arbeitaunfähig zu sein und einen Arzt zu finden, der Ihnen das bestätigt? Wäre aber bei 78Wochen höchstmöglicher Arbeitsunfähigkeit umsetzbar.
Mikeam 18.12.2024 | 20:55
Sie können sich auch schon jetzt krankschreiben lassen, wenn sie sich arbeitsunfähig fühlen
Viel Spaß und gute Nervenam 18.12.2024 | 22:18
Ein ganzes Jahr "krankschreiben" (also Stück für Stück) wird Sie kaum ein Arzt und schon gleich gar nicht, wenn Sie nicht wirkklich dauerhaft sehr krank sein. Und wenn Sie das nicht sein sollten, brauchen Sie nicht zu glauben, Sie könnten etwas "schauspielern". Weder Ärzte und schon gleich die Krankenkassen sind diesbezüglich nämlich "dumm". Die Krankenkasse wird Ihren Arzt nach einiger Zeit mit Sicherheit unter Druck setzen und bei ihm ständig nachbohren. Das finden viele Ärzte ziemlich nervig und überlegen sich weitere Krankschreibungen dann sehr gut, weil sie nämlich auch recht gerne vor allem ihre Ruhe haben. Außer Sie haben einen Arzt mit "Ars.ch in der Hose", der sich von so etwas nicht beeindrucken lässt und der sehr davon überzeugt ist, dass Sie wirklich dauerhaft schwer krank sind. Oft externe, von der Krankenkasse beauftragte "Drückerkolonnen ((aka "Fallmanager") werden übrigens mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Sie "belästigen". Auch sehr häufig wird der sogenannte "Medizinische Dienst" eingeschaltet von der Krankenkasse, und diese Gesellen sind dafür bekannt, sehr häufig und flott die Arbeitsfähigkeit wieder zu bescheinigen. Und dann haben Sie auf alle Fälle Ärger mit ärztlichen Gutachten, Widerspruch und ggf. auch Klage vor dem Sozialgericht. Spaß macht das alles nicht, kein bisschen. Weiterhin ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie die Krankenkasse, wenn Sie dann etliche Wochen am Stück krank sind, zur Stellung eines Rehaantrages auffordern werden mit Einschränkung Ihres Dispositionsrechtes. Wenn Sie die Reha nicht beantragen innerhalb der vorgeschrieben Frist, wird Ihr Krankengeld dann sofort eingestellt. Eine bequeme Hängematte ist Ihr bestenfalls "mittelintelligenter" Plan also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht. Aber hey, Ihre Entscheidung, vielleicht läuft ja auch alles fsuperflauschig für Sie, wer weiß... Es gibt immer mehr (oder eher weniger) glaubwürdige Zeitgenossen, die behaupten, mit einer solchen Masche durchgekommen zu sein. Wer weiß, vielleicht sind Sie ja gutgläubig und abenteuerlustig? Kann klappen, muss aber nicht, und bequem wird's jedenfalls sehr wahrscheinlich nicht. Wenn Sie und Ihre Ärzte aber gemeinsam der Meinung sind, dass Sie dauerhaft schwer krank sind, dann können Sie natürlich auch einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen. Genau dafür ist diese EM-Rente ja da. Das ist dann aber auch meist ein langer und oft steiniger Weg.
Tjaam 18.12.2024 | 22:39
Sie könnten natürlich auch "einen auf arbeitslos machen". Das wird aber sehr wahrscheinlich nicht dazu führen, dass Sie sich in der sozialen Hängematte bequem und ohne "Belästigung" ausruhen können.
Varam 19.12.2024 | 06:32
Nicht? Ich denke es gibt sooo viele Leute, die ihre Jobs kündigen, weil Bürgergeld angeblich attraktiver ist?
Kaum zu glauben!am 19.12.2024 | 08:05
Ein Jahr geplant krankschreiben lassen? Genau solche Simulanten wie Sie, sind der Sargnagel unseres Sozialsystems. Hoffentlich wird Ihnen Ihr „Vorhaben“ nicht gelingen und Sie werden auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Nö, nichtam 19.12.2024 | 11:00
Nun, da "denken" Sie falsch. Wird aber gerne als Lügenpropaganda von CDU, FDP und vor allem den blaubraunen Putin-Stiefelleckern im Wahlkampf benutzt. Und hier ginge es auch nicht um das immer noch und auch völlig zu Recht ziemlich bescheidene Bürgergeld und nicht um das in der Regel deutlich höhere Arbeitslosengeld.
möglicham 19.12.2024 | 12:07
Berechtigte Frage, schließlich kann sich das durchaus so entwickeln. Krankschreibung geht normalerweise nur wöchentlich, nicht jährlich, und AU vorliegt. AU und ALG I (Sperre möglich) sind jeweils eine Möglichkeit.
möglicham 19.12.2024 | 12:08
Ergänzung: Wobei sie natürlich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und sich aktiv bewerben müssen, was durch dauerhafte AU ad absurdum geführt würde. Sowohl Arbeitsagentur als auch KV (während Krankengeldzahlung) würden 80% der RV-Beiträge einzahlen.
Thiloam 19.12.2024 | 13:18
Hoffentlich müssen solche Leute wie sie bis 67 arbeiten ich wünsche ihnen viel Spaß. Und nein ich bin kein simulant habe aber nächstes Jahr 48 Jahre knochenarbeit hinter mir und mein arzt meinte er würde mich 1 Jahr rausnehmen können nur habe ich bammel vor der Krankenkasse und weiß nicht was da auf mich zukommt. Danke an alle anderen für eure Antworten.
Zusammenfassungam 19.12.2024 | 14:19
Zitat von Thilo anzeigenausblenden
Na, dass die Krankenkasse das mit Sicherheit nicht so ohne Weiteres mit sich machen lassen wird, können Sie ja einigen Antworten hier schon entnehmen. "Bammel" ist jedenfalls durchaus angebracht, bequem wird das sicher nicht für Sie. Auf eine wundersamen "Gesundschreibung" durch den "Medizinischen Dienst" und eine Auforderung zur Stellung eines Reha-Antrags können Sie sich schon mal mental vorbereiten. Und Krankenkassen sind leider häufig äußerst rabiat und schrecken zum Teil auch vor klaren Rechtsverstößen nicht zurück. Eine Rechtsschutzversicherung sollten Sie auf jeden Fall haben. Und sehr, sehr gute Nerven!
Warum kein Antrag auf Erwerbsminderungsrente?am 19.12.2024 | 14:57
Zitat von Thilo anzeigenausblenden
Wenn Sie nachweislich aus gesundheitlichen Gründen, egal ob physisch oder psychisch oder beides, dauerhaft "nicht mehr können" und Ihr Arzt bzw. Ihre Ärzte das auch so sehen, dann sollten Sie jetzt schon überlegen, ob Sie einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen. Der Weg über eine lange "Kettenkrankschreibung" ist mit sehr vielen Steinen und Hindernssen gepflastert, wie Sie den anderen Beiträgen hier ja entnehmen können.
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