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Experten-Antwort

LTA bewilligt - und nun?

von magro7317.01.2022 | 19:52
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12 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Guten Abend, eit September 2021 habe ich eine Bewilligung für LTA dem Grunde nach. Im November 2021 gab es ein telefonisches Erstgespräch mit dem zugeteilten Rehaberater, in dem besprochen wurde, das meine Akte nochmals an den Sozialmed. Dienst geht um mein Leistungsbild erneut zu prüfen ( im vorliegenden fehlten Rund die Hälfte der Einschränkungen). Gleichzeitig wollte dieser mich in einer 6 wöchigen Maßnahme anmelden ( inkl. Übernachtung). Dies lehnte ich ab, da ich den Pflegegrad 3 (und GDB 80% mit Merkmal G) habe und dort nicht versorgt wäre. Also meldet er mich am 29.12.21 einfach in einer Maßnahme als Pendler an, Fahrtweg 20km. Am 30.12.21 sendete ich ihm wichtige weitere Arztunterlagen zu, per Einschreiben mit Rückschein. Wie von ihm gefordert, direkt an seine Postanschrift. Am 14.01.2022 erhielt ich diesen Brief zurück: "Annahme verweigert". Nun bin ich etwas Ratlos, denn was passiert wenn ich diese Maßnahme zu der er mich angemeldet hat, gesundheitlich gar nicht schaffe bzw die Maßnahme abbrechen muss? es geht um die Maßnahme : "Berufsfindung / Arbeitserprobung -- Psychisch Behinderte --" Da ich aktuell mehrer Bandscheibenvorfälle in der HWS (2 unter einem Cage) und 2 in der LWS habe, also nicht allzu lange sitzen oder stehen kann, Veneninsuffizens in beiden Beinen mit Schwellneigung, Arthrose in Knien und Wirbelsäule, COPD Gold3 mit Emphysemen (FEV aktuell 43%), HIV und psychsiche Minderbelastbarkeit vorliegt, frage ich mich ernsthaft ob eine 6 wöchige Maßnahme wirklich sinnvoll ist. Hierrüber wollte ich mich einfach nochmal mit dem rehaberater austauschen - aber ich erreiche diesen weder per mail, noch telefonisch noch per Einschreiben. Hat jemeand einen Tipp wie ich weiter vorgehen kann? Bzw wie ist die rechtliche Situation, wenn ich die Maßnahme beim BFW nicht abschließen kann? Ich bedanke mich vorab für die Beantwortung und wünsche gute Gesundheit;)

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo magro73,

da ich Ihren Fall nicht im Detail kenne, ist eine Beantwortung Ihrer Fragen nur eingeschränkt möglich. Ich gehe davon aus, dass momentan keine abschließende Entscheidung über Ihr Leistungsvermögen und dadurch über das weitere Vorgehen (LTA, medizinische Rehabilitation, (teilweise) Erwerbsminderungsrente) getroffen werden kann. Durch den Abschlussbericht der bewilligten Maßnahme möchte die DRV Bund hierzu weitere Erkenntnisse gewinnen. Ziel einer Arbeitserprobung ist ja gerade, herauszufinden, was noch möglich ist.

Ein evtl. Abbruch der Maßnahmen hat keine direkten negativen Konsequenzen. Sollten Sie die Maßnahme aus gesundheitlichen Gründen abbrechen müssen, trägt dies ebenfalls zum gewünschten Erkenntnisgewinn über Ihr Leistungsvermögen bei.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

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11 Antworten

Geronimoxam 17.01.2022 | 22:28
Aber du hast doch eine L TA dem Grunde nach bewilligt bekommen, war es zufällig aus seiner vorangegangenen Kur heraus? Und bist du zufälligerweise jetzt noch krankgeschrieben und wirst irgendwann in der nächsten Zeit ausgesteuert? Im übrigen hast du nach mehr als zwei Monaten das Recht, die selbst beschaffter Leistung anzutreten. Schau dir mal zu diesem Punkt gültige Urteile im Internet an. Und sgb 5 und 6 Und zum dritten. Sicherlich magst du in deiner Situation vielleicht nicht psychisch vollbelastungsfähig sein. Aber du bist ganz sicher aufgrund deiner Beschwerden nicht geistig behindert. Und das Berufsförderungswerk ist eine Förder-Schule für geistig Behinderte. Das ist in Paragraph 51 und 52 SGB neun festgelegt.
magro73am 17.01.2022 | 21:02
Ja es geht um NRW. Bitte nicht übel nehmen das ich hier nicht die Stadt nennen werde, aber ich möchte hier auf keinen Fall Namen oder Städte nennen - der Regeln wegen.
Geronimoxam 17.01.2022 | 20:36
Hallo, Welches Berufsförderungswerk ist es denn. Kommst Du zufällig aus NRW? Viele Grüße
Geronimoxam 18.01.2022 | 00:45
Oh Mann. Das hört sich ja echt Scheiße an. Mir tut die Situation in der du bist sehr leid. Ich glaube, es wäre sinnvoll, wenn wir uns persönlich unterhalten könnten. Es ist auch in der Tat möglich, einen persönlichen Kontakt herzustellen. Du bist HIV positiv. Du wirst Hilfe finden, auf jeden Fall ein offenes Ohr, wenn du bei der Antidiskriminierungsstelle der Deutschen Aidshilfe in Berlin anrufst. Spreche bitte direkt mit der Leiterin der Antidiskriminierungsstelle. Diesen Namen kann ich auch hier ohne Probleme nennen. Kerstin Mörsch. Gib mir bitte ein paar Tage Zeit. Ich weiß nicht wie schnell ich sie persönlich erreiche. Ähnlich gelagerte Fälle sind bereits bekannt. Ich werde Frau Mörsch, die ich sehr gut kenne, Informieren, dass ich hier mit dir als Geronimox kommuniziert habe. Wenn du ihr auf zeigst, dass du reell die Person bist, mit der ich kommuniziert habe, werden wir miteinander persönlich sprechen können. Viele Grüße Geronimox, HIV positiv
Magro73am 17.01.2022 | 23:36
Zitat von Geronimox anzeigenausblenden
Meine AHB liegt seit 2016 zurück, war bis 2020 normal Arbeiten - dann ging einfach nix mehr. Seitdem im ALG1 Bezug, LTA wurde über Arbeitsamt beantragt. Aktuell Verschlechterung der Erkrankungen mein Rehaberater nicht erreichbar. Fühle mich leicht hilflos, da man mir halt einfach keine vernünftige Auskunft beim DRV Bund gibt und meint ich müsse halt warten bis der Rehaberater sich bei mir meldet. Die angedachte Maßnahme soll in Kürze beginnen. Und nein ich bin zwar körperlich stark eingeschränkt und psychisch Minderbelastbar - aber ich bin definitiv nicht geistig behindert. Mich macht es fassungslos, dass ich seit November 21 keine Reaktion auf EMAILS, Fax und Einschreiben bekomme (wie gesagt, das Einschreiben lag 11 Tage herum und dann wurde laut Post die Annahme verweigert). Das kann doch nicht richtig sein - und nicht im Sinn von Reha oder LTA. Ich habe viel Verständnis, da die Pandemie einiges erschwert - aber irgendwie ist das gerade sehr frustrierend.....da ich nicht weiß, welche Konsequenzen entstehen falls diese Maßnahme nicht begonnen werden kann oder evtl sogar vorzeitig beendet werden müsste.
Magro73am 18.01.2022 | 08:22
Guten Morgen, Okay.....nun bin ich völlig irritiert. Daran gedacht, dass diese Arbeitsweise mit der HIV Infektion zu tun haben könnte, habe ich bislang nicht und irgendwie will ich mir auch nicht vorstellen, dass es daran liegt. Aber gut - nix ist unmöglich. Und die benannte Dame werde ich in den nächsten Tagen kontaktieren, dennoch hoffe ich sehr das sich hier bald ne Lösung ergibt. Vielleicht Antwortet hier ja auch ein Experte der DRV mit dem ultimativen Tipp? Beste Grüße!
Valzuunam 18.01.2022 | 09:44
Nur so eine Überlegung, aber: Könnte die "verweigerte Annahme" nicht auch daran liegen, dass die Post einfach niemanden (persönlich) an dieser Adresse antrifft (Stichwörter: Corona, Homeoffice). Das würde dann aber gerade nicht heißen, dass ein normaler Brief (oder wenns den sein muss ein Einwurfeinschreiben) nicht aus dem Briefkasten entnommen würde - nur eben nicht zu genau der Zeit in der der Postbote kommt. Eventuell einfach die falsche Zustellungsart in diesen Zeiten.
magro73am 18.01.2022 | 10:08
Stimmt, aber wenn Mails, Faxe und Briefe unbeantwortet bleiben - dann nimmt man diese Art von Zustellung - um einen entsprechenden Beleg zu haben für evtl spätere Gerichtsverfahren! Ist auch jetzt egal, Fakt ist, dass selbst in Zeiten einer Pandemie eingehende Post (welche Art auch immer)bearbeitet werden muss - vorrausgesetzt man nimmt diese an. Der Experte der DRV hat mir ja eine Antwort gegeben, ob das wirklich so läuft werde ich sehen - denn die "gute" Leistungsbeurteilung des sozialmed. Dienstes wurde trotz bekannter Einschränkungen bis heute nicht entsprechend des Berichts der AHB abgeändert. Alles sehr befremdlich und irritierend. Habe aber eben einen Termin mit dem DGB verreinbart, der sich der Sache annimmt. Also abwarten und im Rahmen meiner gesundheitlichen Möglichkeiten mitwirken.
Geronimoxam 18.01.2022 | 21:36
Hallo nochmal, Ich habe dir noch mal einen Link rausgesucht: https://www.arbeitsagentur.de/datei/dok_ba014632.pdf Der Link ist von der Arbeitsagentur eine interne Anweisung. Da die Leute so viel Schindluder mit dem Berufsförderungswerk betreiben, hat die Bundesagentur es kürzlich festgelegt, dass die erweiterten Leistungen für Behinderte in den Berufsförderungswerken auch wirklich nur für Behinderte sind und nicht geistig Behinderte schlussfolgernd Überhaupt keinen Anspruch darauf haben. Wenn du dir das sechs Wochen an tust und beendest, bekommst du einen Vermittlungsbescheid und endest in Hartz IV. Du kannst es aber auch einfach so machen: Da du eine LTA genehmigt bekommen hast, besteht ein Leistungsfall.D.h. so viel: wenn du verrentet werden solltest, gilt der Beginn der Arbeitslosigkeit als Renteneintritt. Lasse dich einfach von deinem Arzt krankschreiben (nichts psychisches) und lass dir einfach ein paar Physiotherapien für den Rücken verschreiben. Denn am Berufsförderungswerk gilt auch die Regel dass die Krankschreibung von der Teilnahme befreit. Dann lasse ich dich durch deine Krankenversicherung und wirklich nur durch die Krankenkasse auffordern einen Rentenantrag zu stellen. Dann hast du keine Dispositionsmöglichkeit und musst dem Folgen. Und dann bleibe so lange krank, bist du eine Entscheidung von der Rentenversicherung hast. Die Krankenkasse wird dir keine Steine in den Weg legen, die Zahlen ja sowieso kein Krankengeld mehr. Auf diesem Weg hast du aber endlich die Krankenkasse wieder mit am Tisch sitzen, weil: im Moment schieben sich Arbeitsamt und Rentenversicherung beliebig deine beigebrachten und zum Teil sechs Jahre alten medizinischen Unterlagen kreuz und quer über den Tisch. Und die einzige die nichts weiß von allem und auch durch niemanden informiert werden wird, ist deine Krankenkasse.
magro73am 19.01.2022 | 08:40
Zuerst einmal danke für deine Mühe, aber meine Sachlage hat sich etwas geändert. Irgendwas scheint hinter den kulissen der DRV passiert zu sein, zumindest hatte ich gestern entsprechende Anrufe. Plötzlich hieß es, ich sollte ernsthaft darüber nachdenken EWR zu bentragen, da sich mein gesundheitlicher Zustand gravierend verschlechtert hat. Da ich noch im ALG1 Bezug bin, dies demnächst ausläuft, werde ich diesen Hinweis der DRV wohl nutzen, denn spätestens beim ALGII Antrag werde ich eh dazu aufgefordert. Von daher stelle ich wohl den Antrag, und mache das was die DRV von mir verlangt - soweit ich dazu in der Lage bin. Habe in den nächsten 14 Tagen noch wichtige Facharzttermine, die ich mit ins Boot holen werde. Mein Pflegeberater empfiehlt mir aktuell gar bzgl Pflegegrad einen Verschlechterungsantrag zu stellen - das werde ich auch tun. Es kommt also in der nächsten Zeit einiges auf mich zu, ich hoffe ich krieg das alles geregelt! Und der Beratungstermin beim DGB steht ja auch fest, von daher ist nun erstmal Gedult angesagt....
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