Wenn er von der ARGE als unvermittelbar abgelehnt wurde, heiß das, dass er auch in seiner bisherigen Tätigkeit nicht keine Chance hat, weiterzuarbeiten, aus welchem Grund auch immer (gesundheitlich oder Arbeitsmarkttechnisch)
Deshalb wird auch die ARGE eine Weiterbildung/Ausbildung ablehnen.
Es stimmt auch, dass es um die Kosten geht. Eine Ausbildung oder auch Weiterbildung kostet viel Geld und wenn schon die Arge sagt er sei nicht vermittelbar will natürlich niemand das Risiko eingehen.
Es ist ja lobenswert, wenn er diesen Beruf erlernen will. Nur hier wird auch gespart. Und über die Bewerbung bestimmen nicht Rettungsassistenten, sondern die Personalchefs dieser Institutionen. Schon vor sehr langer Zeit hat mal ein Personalchef gesagt, das er eigentlich solche Personen einstellen würde, nur wenn es schief geht, geht es um seinen Kopf.
Ich kenne auch Menschen, die sagen, ich will nicht dem Staat auf der Tasche liegen und halten sich im besten Fall mit Minijobs über Wasser (auch behinderte) ohne zu bedenken dass es hieraus so gut wie keine Rente gibt. Und für die EM-Rente ist es dann zu spät, da diese immer weiter "absackt" auf nicht nennenswerte Beträge. Dann bleibt wieder nur das Sozialamt mit "Hilfe zum Lebensunterhalt".
Tut mir leid für Sie, Chriss, und Ihren Idealismus, aber wie Sie Ihren Fall geschildert haben, sollten Sie Ihre Einstellung nochmal überdenken.
Sie können auch mal zur Rentenberatungsstelle der DRV-Bund gehen und sich Rat holen. Die hängen sich natürlich nicht in Ihre Krankengeschichte rein, können Ihnen aber auch sagen, was das beste für Sie sein könnte.
Ob das jetzt den Mitlesern passt oder nicht, aber ich habe als ehemaliger Personalsachbearbeiter und eigener Erfahrung mit der Rente schon einiges erlebt.
Es haben schon 45-jährige mit sehr guter Aus- und Weiterbildung und 400 Bewerbungen resigniert. Wenn jemand sagt: "Wer Arbeit sucht, findet welche". Entgegne ich meistens: "Ja, das stimmt, aber bringen sie bitte noch Geld mit".
Es lebt sich seeehr guuut mit Harz IV bzw.Sozialhilfe. Zum Essen für den ganzen Tag haben Sie 4,-- €. Ich glaube einem Polizeihund steht mehr zu.
Es steht Ihnen allerdings frei, sich bei der Rettung zu bewerben - ggfs. mit ihrem Tauglichkeitsattest - muss ja nicht gleich als ausgebildeter Assistent sein. Ihre Erfahrung im Ehrenamt hilft Ihnen vielleicht auch.
Wünsche Ihn viel Erfolg.
Herz1952