Hallo!
Ich möchte Sie keinesfalls persönlich angreifen, kann aber einige Ihrer Argumente so nicht stehen lassen.
"Wir haben nie die Risiken bei Aktienfondsanlagen schöngeredet."
Ich zitiere Maria L. aus meinem oben verlinkten Beitrag:
"Es ist aber falsch, daß Aktien unsicher und festverzinsliche Papiere sicher sind.(...) Auch viele Ökonomen irren offensichtlich in dieser Frage. (...) Wenn es tatsächlich zu einem Untergang der gesamten Weltwirtschaft kommen sollte und Aktien nichts mehr wert sind, dann sind sämtliche Forderungspapiere schon lange vorher nichts mehr wert. (...) Es ist garantiert, daß man mit Aktienfonds langfristig einen höheren Ertrag erzielt als mit Forderungspapieren! Wie hoch der Ertrag sein wird, kann man vorher nicht wissen. Aber das macht ja nichts, solange man garantiert keinen Verlust machen kann und sogar garantiert mehr erhält als alle, die in festverzinsliche Verträge sparen."
Und jetzt sagen Sie mir, lieber Herr Nix, in welchen Punkten von Maria L.'s Argumentation man NICHT von Verharmlosung des Risikos von Aktienfonds sprechen kann. "Garantiert kein Verlust" ist ja wohl ein Witz. Der Wert kann bis auf 0 sinken, während ein Riester-Vertrag im Vergleich ein garantiertes Mindestkapital hat. Und ich glaube, dass alle, die vor der Finanzkrise in Aktien investiert haben, jetzt dumm aus der Wäsche schauen, während Leute, die ihr Geld in festverzinsliche Wertpapiere gesteckt haben, jetzt einen festen Zins haben und Ihr Geld auch 100%ig (oder mehr) wieder bekommen.
"DIE AKTUELLE WIRTSCHAFTS-REZESSION IST EINMALIG IN DER GESCHICHTE DIESER WIRTSCHAFT!!!"
Schlagen Sie mal bei Wikipedia nach. Bevorzugt, was in den Jahren 1967, 1973, 1983, 2003 passiert ist. Dann können Sie hier weiter diskutieren.
"Das heisst: ALLES, was einen Wert hat, verliert an Wert!
AUCH LEBENSVERSICHERUNGEN, sichergeglaubte Immobilien und SPARBÜCHER ebenso!
Auch die bei Ihren Lebensversicherungsgesellschaften eingezahlten Gelder verlieren an Wert!!!!"
Sie haben ein interessantes Verständnis von Inflation. Wie Sie bereits korrekt angemerkt haben, haben wir aktuelle eine Rezession. Hier geht erfahrungsgemäß (weil nicht zum ersten Mal) die Nachfrage, und damit die Produktion zurück. Dies führt zu einem Fallen oder Stagnieren der Preise. In der Regel spricht man hier nicht von Inflation, sondern von Deflation, was den Wert des Geldes erhöht.
Ich gebe Ihnen zwar Recht, dass sich das Sparen in Sparbücher nicht mehr lohnt, aber an Wert verlieren Sie nicht. Außerdem ist nichts wertbeständiger als eine Immobilie.
Und seltsam ist nur, dass sowohl Sie als auch Maria L. sich hier kaum noch blicken lassen seit der Finanzkrise...