Wir haben zu Ihrer Frage noch einen Hinweis der Minijob-Zentrale erhalten:
Altersvollrentner, die die Regelaltersgrenze erreicht haben, dürfen unbegrenzt verdienen, ohne dass sich dies auf die Höhe ihrer Rente auswirkt.
Da Ihr Mann als Rentner keine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung ausübt, kann er mehrere 450-Euro-Minijobs nebeneinander ausüben. Der gesamte monatliche Verdienst darf jedoch durchschnittlich 450 Euro nicht überschreiten. In der Kranken- und Rentenversicherung ist ein Regelaltersrentner versicherungsfrei.
Verdient er insgesamt mehr als 450 Euro im Monat, werden alle Beschäftigungen versicherungspflichtig. Die Versteuerung der Einkommen kann im Fall der Überschreitung der Verdienstgrenze nicht mehr pauschal mit 2 Prozent wie im 450-Euro-Minijob erfolgen. Das Einkommen wird in diesem Fall nach den individuellen Lohnsteuermerkmalen versteuert.
Hinweis:
Neben dem 450-Euro-Minijob kann auch gleichzeitig ein kurzfristiger Minijob ausgeübt werden. Ein kurzfristiger Minijob liegt vor, wenn die Tätigkeit auf einen bestimmten Zeitumfang begrenzt ist. Die zeitliche Begrenzung ist bereits im Voraus zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vertraglich zu vereinbaren.
Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Zeitgrenzen für kurzfristige Minijobs von 3 auf 5 Monate bzw. von 70 auf 115 Arbeitstage angehoben. Diese Regelung gilt übergangsweise für die Zeit vom 1. März bis 31. Oktober 2020 und ermöglicht den Arbeitgebern damit einen längeren Einsatz der zur Verfügung stehenden Saisonarbeitnehmer.
Kurzfristige Minijobs sind sozialversicherungsfrei und können auf zwei Arten besteuert werden: Individuell nach der Steuerklasse Ihres Minijobbers oder mit einer pauschalen Lohnsteuer in Höhe von 25 Prozent.