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Mogelpackung ATZ

von mafie08.01.2007 | 11:44
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7 Antworten

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Ich hatte mich aktuell durch die neue Gesetzgebung zum 01.01.2007 vorzeitig mit der ATZ-Entscheidung konfrontiert gesehen. Rechnet man als Frau die Möglichkeit, mit 63 Jahren in Rente gehen zu können (oder auch als langjährig Versicherte) und einen Abschlag von 7,2 % gegen den Verlust durch die Altersteilzeit (60-65, Freistellung mit 62,5), stellt man schnell fest, dass man erst mit ca. 79 Jahren den Einkommensverlust, der durch die ATZ entsteht, eingeholt hat. Also ist es "Jacke wie Hose", ob man die Problematik der ATZ (z.B. Erkrankung) riskiert, oder besser mit 63 und Abschlägen in Rente geht. Zudem steht noch der Progressionsvorbehalt im Raum. Eine umfassende Beratungsstelle zu finden, ist schier unmöglich. Wie sehen Sie das?

Antworten der Moderation

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Moderation · 1Ihre Vorsorge

Welche Dispositionen Sie treffen, liegt natürlich bei Ihnen. Eine umfassende Beratung bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle bei der Deutschen Rentenversicherung wäre Ihnen allerdings anzuraten. Auch wenn es KSC etwas anders sieht. Was man natürlich nicht glauben kann ist, dass Zigtausend Arbeitnehmer, die in Altersteilzeit sind, sich einer Mogelpackung haben aussetzen lassen.

Moderation · 2Ihre Vorsorge

Eine Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung ist hier eine gute Anlaufstelle, gerade was die Thematik der weiteren Dispositionen von Arbeitnehmern bis zum Eintritt der Altersrente anbelangt. Gerade im Bereich der Altersteilzeit sind die Beratungsstellen kompetente Ansprechpartner, die über die Thematik des Rentenrechts hinaus, noch über die notwendigen Kenntnisse im Bereich des Steuerrechts und des Arbeitsrechts verfügen.

Insofern gibt es in D. doch einige Stellen, die umfassend über die Thematik Altersteilzeit beraten können.

5 Antworten

KSCam 08.01.2007 | 12:06
und was wollen Sie nun hören? dass jeder selbst entscheidet, ob er AT unterschreibt? dass es jedem freisteht bis 65 zu arbeiten? dass natürlich ein Risiko besteht durch länger arbeiten, letztlich früher zu sterben? dass der Nettoverdienst während der AT geringer ist als ohne AT? Dass jeder Beitrg die Rente erhöht? Und eine Stelle, die umfassende Kenntnisse im Arbeitsrecht, im Rentenrecht, im Steuerrecht hat und alle Eventualitäten im Voraus berechnet, die kenne ich nicht in D.
Helmiam 08.01.2007 | 12:08
als Mogelpackung würde ich die ATZ nicht bezeichnen. Natürlich sind mit einem ATZ-Vertrag während der gesamten Laufzeit Gehaltsminderungen verbunden. Schließlich wird während der Aktivphase ein Wertguthaben aufgebaut, welches in der Passivphase dann "verbraucht" wird. Und in der Passivphase. die ja bis zu 5 Jahren vor Beginn der Rentenzahlung beginnen kann, bin ich ungebunden und kann dann tun wozu ich Lust habe und was mir Spaß macht. Also ein Mehr an Lebensqualität. Sie werden doch sicherlich nicht bestreiten, dass eine Verabschiedung aus dem Berufsleben (nach über 40 Jahren) im Alter von 59 Jahren angenehmer ist, als bis 63 zu "malochen". Hinsichtlich der Rentenansprüche ergeben sich durch eine ATZ zur minimale Verluste, da ja RV-Beiträge fast aus dem Vollgehalt abgeführt werden. Mit dem Abschluss eines ATZ-Vertrags im Dez 2006 konnte ich mir einen "Besitzstand" des dezeitigen Rentenrechtes sichern: Rente ab 63 mit 7,2 % bzw ab 62 mit 10,8 % Abschlag (ohne Vertrauensschutz: Rente mit 63 mit 9,6% Abschlag - mit 62 nicht mehr möglich. Fazit: Bevor man eine solche "Headline" verbreitet, vorher mal etwas nachdenken.
Herbyam 08.01.2007 | 17:12
Der Einkommensverlust durch ATZ ist doch eigentlich nie aufzuholen. Trotzdem ist es meiner Meinung nach eine gute Sache und die Abschläge sind erträglich. Vor allem bleiben durch den Vertrauensschutz die alten Fristen bestehen und die Abschläge sind entsprechend niedriger. Der Gang zu einer Beratungsstelle ist sehr empfehlenswert. Hier wird in kurzer Zeit anhand weniger Daten ausgerechnet, mit wieviel Rente man am Tage x rechnen kann. Man kann sogar verschiedene Modellrechnungen durchführen lassen und sich dann in Ruhe zu Hause entscheiden. Absolut empfehlenswert !
Batrixam 09.01.2007 | 08:49
Wo ist ATZ eine Mogelpackung? Arbeitsleistung: 50%, Gehalt mind. ca. 70%, Rentenbeiträge: 90% Man wird also effektiv höher bezahlt als bisher. Sicherlich muss man sehen, ob man mit dem geringeren Lohn seine Unkosten decken kann, aber mit Mogelpackung hat das nix zu tun. Man hat ja schließlich auch was davon - um einiges früher zu Hause.
?-?am 09.01.2007 | 10:30
Manche erwarten halt dass ihnen noch mehr Zucker in den Wertesten geblasen wird. Es wäre sicher bequem fürs Nichtstun mehr zu bekommen als wenn man arbeitet. Aber die kommenden Beitragszahler werden bereits genügend zur Kasse gebeten.
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