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Experten-Antwort

Nach Widerspruch neue Befunde angefordert

von Claudia09.07.2024 | 14:05
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8 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Im November 23 Antrag auf EMR gestellt: Hauptdiagnosen sind meine Wirbelsäulenprobleme (mehrere BSV,OPs, Versteifung) Hüftdysplasie, mit Hüftarthrose und schwere, chronische Migräne, außerdem Depressionen. Alles durch Befunde und Arztberichte belegt. (Noch einige andere, nicht ganz so ausschlaggebende Erkrankungen) Im März war ich dann beim Gutachter, hat Berufsunfähigkeit bestätigt (die liegt der RV aber schon seit 2012 vor) und im Bericht wurde praktisch alles ausgeschlossen, was ich noch ausüben könne. Im April dann Ablehnung. Widerspruch eingelegt mit dem Fokus auf Migräne (wurde kaum berücksichtigt, ist aber tatsächlich meine größte Einschränkung) und erwähnt, dass der Gutachter alles ausgeschlossen hat, außer evtl Bildschirmarbeiten, ich aber schon eine Umschulung 2014 über die DRV gemacht hätte, in dem Bereich aber aufgrund der starken Migräne und einer Glaskörperablösung keine Möglichkeiten mehr sehe. Jetzt kommt heute ein Schreiben, mit der Aufforderung, einen Bericht vom Orthopäden mit Neutral-Null-Methode (macht keinen Sinn, außerdem liegt der orthopädische Bericht schon vor) Vom Augenarzt (muss immer bloß einmal im Jahr zur Kontrolle in die Uniklinik,sonst keine Behandlung) Und vom Gastroenterologen (habe zwar einen Magenbypass und wurde kürzlich wegen eines Zwerchfellbruchs operiert, bin aber in keiner Behandlung) Diese Erkrankungen sind völlig nebensächlich und ich bin nicht in regelmäßiger Behandlung. Was kann ich denn jetzt dagegen machen? Wenn ich die Berichte (weiß gar nicht wo ich die herholen soll) nicht schicke, wird doch bestimmt wegen fehlender Mitwirkung abgelehnt? Was würden Sie mir raten?

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

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Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Für die Beurteilung Ihres Rentenanspruchs kommt es auf das festzustellende Leistungsvermögen an. Der Anspruch auf Rente wegen Erwerbsminderung besteht im konkreten Einzelfall ausnahmsweise nur dann weiter, wenn eine Beschäftigung unter unzumutbaren Schmerzen oder einer unzumutbaren Anstrengung der Willenskraft erfolgt oder unter der unmittelbaren und konkreten Gefahr der Verschlechterung des Gesundheitszustands ausgeübt wird. Durch den Arzt der Rentenversicherungsträger wird festgestellt, wie viele Stunden am Tag Sie mit Ihren Krankheiten noch arbeiten können. Er prüft Ihre Leistungsfähigkeit nicht nur in Ihrem bisher ausgeübten Beruf, sondern auch in anderen Tätigkeiten, die auf dem Arbeitsmarkt angeboten werden. Die Rente richtet sich also nicht nach der Anzahl Ihrer Krankheiten, sondern nach der verbliebenen Leistungsfähigkeit. Um diese Einschätzung vornehmen zu können, benötigt in Ihrem Fall der Arzt anscheinend weitere medizinische Informationen durch den Befundbericht vom Orthopäden. 

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7 Antworten

Wam 09.07.2024 | 14:29
Für Sie sind die Erkrankungen nebensächlich, für die DRV anscheinend nicht. Sie möchten wegen Migräne in EM-Rente. Holen Sie sich die Unterlagen vom Orthopäden, Augenarzt, Gastroenterologen und schicken Sie zur DRV. Sie haben doch sicherlich einen Hausarzt, der evtl. Unterlagen da hat.
Kein Medizinforum!am 09.07.2024 | 15:02
Ratschläge in einem anonymen Forum einzuholen, die auf medizinischen Grundlagen basieren, ist dann doch eher wenig bis gar nicht hilfreich. Sie müssen mit Ihren Ärzten Berichte und Befunde einreichen, die den sozialmedizinischen Dienst von Ihrer Auffassung überzeugen. Mehr kann Ihnen hier niemand raten.
Claudiaam 09.07.2024 | 15:44
Zitat von Kein Medizinforum! anzeigenausblenden
Die Berichte und Befunde wurden doch schon alle angefordert und eingereicht, vor dem Widerspruch. Alle Ärzte wurden schon kontaktiert und haben die Rente befürwortet. Die neuen Befunde wurden auch schon mitgesendet. Mein Problem ist, warum denn jetzt nochmal?
Claudiaam 09.07.2024 | 15:47
Alle Berichte wurden schon beim Antragsverfahren von meinen Ärzten angefordert und an die DRV gesendet. Ebenso alle neuen Befundberichte (Augenarzt und OPbericht). Mehr Befunde gibt es nicht. Auch der Hausarzt und Orthopäde hat schon alles ausgefüllt. Muss ich das jetzt wirklich alles nochmal einreichen?
Auf gut deutscham 09.07.2024 | 16:30
Jeder Kratzer zählt für die EM-Rente! Reichen Sie alles ein, was Sie auftreiben können! Haben Sie von der OP keinen Entlassungsbrief? Oder der Hausarzt? Wenn Sie in die Uni fahren wegen der Augen, dann schreiben die Ihnen auch was. Und suchen Sie den Orthopäden auf! Machen Sie Ihre Hausaufgaben, dann wird das schon. Und seien Sie doch froh, dass die DRV umfassend ermitteln möchte!
Wam 10.07.2024 | 02:39
Zitat von Claudia anzeigenausblenden
"Wenn ich die Berichte (weiß gar nicht wo ich die herholen soll) nicht schicke, wird doch bestimmt wegen fehlender Mitwirkung abgelehnt?" Oben haben Sie das geschrieben, nun schreiben Sie es wieder anders. Was stimmt denn nun?
Corneliusam 10.07.2024 | 06:54
"Mein Problem ist, warum denn jetzt nochmal?" Das wird hier im Forum niemand beantworten können. Das dürfte Ihnen doch klar sein, oder? Konnte Ihnen denn die Sachbearbeitung keinen Grund nennen? Ich gehe mal davon aus, dass Sie dort zuerst nachgefragt haben.
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