Sehr geehrte Frau L.,
vielen Dank für Ihre Zuschrift und Ihr Interesse an www.ihre-vorsorge.de.
Zu Ihren Anmerkungen: Wir können nachvollziehen, dass Sie wie viele Menschen angesichts solch indirekter Zahlen wie bei der Nennung des "Nettorentenniveaus vor Steuern" verunsichert sind. Unser Beitrag diente jedoch nicht dazu, irgendwelche Wahrheiten zu verschleiern, sondern die neuen in der Öffentlichkeit und innerhalb der Rentenversicherung gebräuchlichen Begrifflichkeiten zu erklären.
Auch das Bruttorentenniveau, das von Ihnen als verständlicher bezeichnet wird, wird in den kommenden Jahrzehnten sinken - aus heutiger Sicht von derzeit etwa 48 Prozent auf rund 40 Prozent im Jahr 2030. Doch lässt dieses Bruttorentenniveau außer acht, dass die Renten für jeden neuen Rentnerjahrgang in der Zukunft höher besteuert werden. Deshalb ist dieser Vorschlag für die Praxis wenig sinnvoll.
Die von Ihnen gewünschten weit in die Zukunft reichenden Netto-Angaben in Euro sind deshalb nicht möglich, weil diese Angaben immer auf Annahmen über die langfristige wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland beruhen würden - ebenso wie auch die Annahmen über die Entwicklung des Rentenniveaus. Die Deutsche Rentenversicherung kann schlicht nicht die von Ihnen gewünschten Angaben machen, weil sie unseriös wären. In der aktuellen Ausgabe des Kundenmagazins "zukunft jetzt" der Deutschen Rentenversicherung wird jedoch in einem Beitrag versucht, die Steuerbelastung eines Doppelverdiener-Paares des Geburtsjahrgangs 1970 zu skizzieren (Seite 10).