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Experten-Antwort

Optimierung Renteneintritt

von Clausschr15.07.2025 | 07:35
170 Ansichten
6 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Ich bin 60, habe mit 16 meine Lehre begonnen. Mit 25 4 Jahre Studium. Seit 30 Jahren zahle ich in die Rentenverischerung an der Beitragsbemessungsgrenze. Offizieller Renteneintritt mit 67, ohne Abzüge mit 65. Mit 63 mit Abzügen. Meine Frau ist Bundesbeamtin, Endstufe gehobener Dienst. Seit 15 Jahren bin ich angestellter Geschäftsführer. Mein Zeitvertrag endet mit 65 (Verlängerung möglich). Monatsgehalt 12.500 brutto. (also erhebliche Rentenlücke) Mit 65 will ich definitiv aufhören. Macht es Sinn mit 63 Rente zu beantragen (mit abschlägen) und bis 65 weiter zu arbeiten oder ist es sinnvoller Rente erst mit 65 zu beantragen?

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo Clausschr,

 

ohne Ihre Entgeltpunkte zu kennen ist eine genaue Berechnung in diesem Forum natürlich nicht möglich. 

Gehen wir hier mal fiktiv zur Veranschaulichung von 34 Jahren BBG aus (circa 65 EP) und noch ein paar Entgeltpunkte für die Berufsausbildungs- und Schulzeit (einfach mal fiktiv ums auch glatt zu machen 5 EP). Somit hätten Sie fiktiv mit dem Renteneintritt zum 63 Lebensjahr 70 Entgeltpunkte.

 

70 EP x 0,856 (Zugangsfaktor; gekürzt aufgrund der Abschläge) x 40,79 Euro (aktueller Rentenwert) = 2.444,14 Euro mtl. Bruttorente

 

Wenn Sie dann noch 2 Jahre weiterhin an der BBG weiter arbeiten, zahlen Sie auch noch weiterhin in die Rentenversicherung ein. Jedoch kommen die daraus erwirtschafteten zusätzlichen Entgeltpunkte (aktuell 1,9131 EP pro Jahr für Höchstbeitragszahler) erst zur Neuberechnung zur Regelaltersgrenze auf Ihre bereits gezahlte Rente on top. Also erst mit 67 erhalten Sie den Zuschlag an Entgeltpunkten durch die Weiterarbeit vom 63 bis zum 65 Lebensjahr.

1,9131 EP x 2 Jahre = 3,8262 EP x 1,0 x 40,79 = 156,07 Euro brutto zusätzlich ab Regelaltersgrenze

 

Wenn Sie die Rente abschlagsfrei zum 65 Lebensjahr in Anspruch nehmen würde die Rente fiktiv so aussehen:

70 EP + 3,8262 EP (für die Arbeit noch zwischen 63 und 65) = 73,8262 EP x 1,0 x 40,79 Euro = 3.011,37 Euro mtl. Bruttorente

 

Am Ende es ist es, wie es auch ein User schon in den Kommentaren schrieb, eine Wette aufs Leben. Was sich mehr lohnt kann man Ihnen nur sagen, wenn Sie uns sagen wie alt sie werden.

 

Andere Faktoren können die Berechnung und damit auch Vor- und Nachteilabwägung beeinflussen: Besteuerungsanteil (richtet sich nach dem Jahr des Rentenbeginns), generell Steuern (wenn Sie Rente ab 63 beziehen und weiter voll Arbeiten gehen kann dies Einfluss auf die Steuern haben), Betriebs- oder Zusatzrenten, ggf. ein Zuschuss der Deutschen Rentenversicherung wenn sie privat Krankenversichert sind und, und, und...

 

Zur individuellen Beratung und Berechnung können Sie gern in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Rentenversicherung in Ihrer Nähe einen persönlichen oder telefonischen Termin vereinbaren. Auch eine Videoberatung bequem von Zuhause aus ist möglich.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam

Deutsche RentenversicherungSie möchten persönlich beraten werden?Beratungsangebote der Deutschen Rentenversicherung

5 Antworten

Horstam 15.07.2025 | 07:43
Sie werden nicht am Hungertuch nagen, wenn sie mit 63 mit Abschlag in Rente gehen und überhaupt nicht weiter arbeiten.
Mikeam 15.07.2025 | 07:44
Wenn man schlau ist nimmt man immer die ermögliche Rente mit Abschlag. Wegen mir können Sie auch noch zwei Jahre weiterarbeiten, aber sie haben auch nicht das ewige Leben. Man muss nicht der reichste Mann auf dem Friedhof werden.
Kaum zu glaubenam 15.07.2025 | 08:13
Eine derartig dumme Frage als „angeblicher“ Geschäftsführer? Dieses Forum lockt mehr und mehr Phantasten, Lügner und Verrückte an. Es wird Zeit hier im Forum die Anonymität aufzugeben um zu mehr Seriösität zu kommen.
Ziemlich einfacham 15.07.2025 | 08:21
Ihre Frage, ob mit 63 oder 65 ist leicht zu beantworten. Es ist ziemlich egal! Wenn Sie deutlich älter als ca. 82 Jahre alt werden, dann mit 65. Wenn Sie deutlich früher als mit 82 sterben, dann mit 63. Denn die monatlichen Abschläge sind so berechnet, das sich das ziemlich gleich bleibt, wenn man ungefähr seine statistische Lebenserwartung erreicht. Eine Rente ist halt immer eine Wette auf ein langes Leben ;-) Bleibt aber zu hoffen, dass Sie Ihr Todesjahr noch nicht kennen.
abcam 15.07.2025 | 16:03
Ihre Frau ist hierfür irrelevant. Es ist nicht klar, was sie unter Optimum verstehen. Schleunigst einen Rentenminderungsausgleich für die Rente für langjährig Versicherte beantragen und steueroptimiert einzahlen. Das würde von 63 bis Renteneintritt doppelte Rentenpunkte bringen, während sie weiterarbeiten über 63 hinaus. Wie lange sie dann wirklich arbeiten, bleibt ihnen selbst überlassen. Wahrscheinlich sollten sie weiterarbeiten und dann die vorzeitige Rente ohne Abschläge nehmen, falls es die dann noch so gibt. Bei ihrem Monatsgehalt haben sie Ihre Rentenlücke (ob 8 oder 10 k€ ist dann auch schon egal) natürlich schon vor Jahren durch entspr. Anlagen abgesichert.
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