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Experten-Antwort

Psychosomatische Reha abgelehnt, nun orthopädische Versuchen

von Paul18.05.2022 | 19:16
451 Ansichten
13 Antworten
Die psychosomatische Reha wurde abgelehnt aus dem Grunde, dass die ambulante Maßnahmen angeblich reichen, aber die ambulante Therapie ist bereits aufgebraucht, die Kasse bewilligt keine Therapie mehr. Nun brauche ich die unbedingt Hilfe mir geht es richtig schlecht. Eine akut Klinik wird von Seiten der Kliniken abgelehnt, da es zur Zeit keinen Psychiater gibt mit Kapazitäten der entsprechenden diagnostizieren kann. Nun habe ich auch chronisches Schmersymptom und zwei hochgradige Wirbelsäulenbefunde. Der Wirbelsäulenspezialist würde mir auch eine Reha verordnen, das wäre dann eben eine orthopädische-neurologische Rega wo es auch psychosomatische Hilfe gibt. Macht das Sinn? Einfach eine andere Art der Reha zu beantragen?

2 Experten-Antworten

Experten-Antwortam 19.05.2022 | 08:13

Hallo Paul,

im Forum kann niemand Ihren Gesundheitszustand beurteilen und daher auch nicht zu einer Antragstellung raten oder nicht.

Selbstverständlich können Sie einen neuen Rehabilitationsantrag stellen und diesem die medizinischen Unterlagen Ihres behandelnden Orthopäden beifügen.

Moderatoren-Antwortam 20.05.2022 | 07:23

Liebe Teilnehmende am Forum,

bitte beachten Sie die Netiquette und bleiben Sie sachbezogen und respektvoll. Abwertende Bemerkungen, persönliche Angriffe oder Beleidigungen sind keine angemessene Form der Kommunikation und werden von uns konsequent entfernt.

Allen einen schönen Tag und beste Grüße

Ihr Admin

11 Antworten

Meinungam 18.05.2022 | 22:50
Aus meiner Sicht macht es das nicht, wenn das eigentliche Problem psychosomatisch ist. Im Höchstfall hat man bei einer orthopädischen Reha 4 Termine bei einer Therapeutin, die dann ggf. zu weiterer Therapie rät. Ansonsten hat man auf den orthopädischen Bereich spezialisierte Therapien. Einzig die Entspannungstherapie würde noch in Richtung Psyche gehen, aber das ist meist eine nach Jacobsen, die man sich auch auf Youtube anhören und mitmachen kann. Ich würde es mit einem Widerspruch versuchen.
Tippam 19.05.2022 | 09:47
Wenn es um ein chronisches Schmerzsyndrom gehen sollte, wäre eine multimordale Schmerztherapie von Nützen, die verbindet alle Komponenten wie Körper und Psyche. Das zahlt dann allerdings die Krankenkasse.
Frageam 19.05.2022 | 12:28
Hallo Paul Ich kann nicht nachvollziehen, warum Ihnen von Seiten der DRV und der KK alle beantragten Maßnahmen abgelehnt werden. Wurden denn bisher sämtliche ambulante Maßnahmen, ohne anhaltenden Erfolg für all Ihre Beschwerden, schon nachweislich ausgeschöpft? Ihre behandelnden Ärzte sollten das dann doch nachweisen und den jeweiligen Anträgen beilegen können! Es ist so, dass eine ambulante Psychotherapie zeitlich durch die KK begrenzt wird. Anschließend wird in der Regel eine zweijährige Therapiepause vorgegeben, welche jedoch nicht komplett so ablaufen muss, da man auf normalem ÜW-Schein einmal im Quartal eine Sitzung buchen kann, sodass man den Kontakt zum Therapeuten aufrechthalten kann. Als nach 100 bewilligten Stunden bei mir die offizielle 2jährige Pause einsetzte, habe ich in der Zeit jeden Monat eine Sitzung selber finanziert, bzw alle drei Monate wurde die Sitzung über ÜW-Schein abgerechnet. Nach der 2jährigen offiziellen Pause bewilligte die KK erneut 60 Therapie-Stunden. Außerdem konnte ich zusätzlich, innerhalb einer Kleingruppentherapie (5 Teilnehmer), an einer Achtsamkeits-Entspannungstherapie einmal monatlich auf KK-Bewilligung teilnehmen. Die Gruppe bestand fast 8 Jahre lang. Innerhalb meiner über 10jährigen ambulanten schmerztherapeutischen Behandlung, wurden mir zusätzlich drei multimodale stationäre Schmerzklinikaufenthalte und zwei stationäre Aufenthalte in einer Klinik für traditionelle chinesische Medizin durch die KK bewilligt. Die entsprechenden fachärztlichen Dokumentationen, damit die KK diese Maßnahmen bewilligten, kamen zusammengetragen von meiner Hausarztpraxis und wurden über Akuteinweisungsschein mit eingereicht. Allerdings war die Aufnahme in den Schmerzkliniken dahingehend vorgegeben, dass man als chronischer Schmerzpatient bereits in die WHO Klassifizierung II oder III eingestuft war. Ich hoffe Ihnen anhand meiner Schilderung Aufschluss darüber gegeben zu haben, dass zunächst alle ambulanten Optionen auszuschöpfen sind, bevor eine stationäre Maßnahme ihre Berechtigung findet. Von daher noch einmal meine Frage, sind bei Ihnen tatsächlich alle ambulanten Maßnahmen schon vollumfänglich und ausschöpfend erfolgt, oder möchten Sie unbedingt eine stationäre Maßnahme durchlaufen, da Sie wechselnd auf ihre gesundheitlichen Probleme verweisen und es ihnen egal zu sein scheint, welche stationäre Maßnahme letztendlich zum Tragen kommen könnte? Alles gesundheitlich Gute wünsche ich Ihnen auf jedenfall
Paulam 19.05.2022 | 07:09
Doch es macht Sinn, also orthopädisch würde bei mir auch stark helfen, da ich extreme Schmerzen habe. Ich hatte vor Jahren so viele Operationen, dass sich ein chronisches schmerzsyndrom verfestigt hat Und da kann ich auch beweisen, dass ich zur Behandlung war, bin fast durchgehend bei der physio.
Schadeam 19.05.2022 | 07:57
....dann stellen Sie doch ganz einfach den Antrag und warten die Entscheidung ab.... Warum fragen Sie überhaupt nach wenn es aus Ihrer Sicht Sinn macht?
Befanam 19.05.2022 | 09:57
Eine Akutklinik nimmt im Zweifel immer auf, wenn es akut ist. Ggf. Kommt bei Ihnen auch die teilstationäre Behandlung in einer Tagesklinik in Betracht. Dort kann dann ggf. mit dem Sozialdienst und Behandler auch noch einmal gemeinsam eine psychosomatische Reha beantragt werden. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Psychiater beraten (sollten sie keinen haben würde ich Ihnen die Vorstellung in der zuständigen PIA (Psychiatrische Institutsambulanz) empfehlen. Sollten Sie sich für die Beantragung einer Orthopädischen Reha entscheiden, wäre es vielleicht noch hilfreich, wenn sie als Wunschklinik eine Reha-Einrichtung suchen, die beide (Psychosomatik und Orthopädie) Krankheitsbilder behandelt. Aus eigenen Erfahrungen kann ich sagen, dass ggf. auch Konsil von anderen Fachbereichen eingeholt werden kann. Zusätzlich könnte auch eine (psychologische) Reha-Nachsorge (z.B. Psy-Rena) unterstützend für Sie sein. Alles Gute!
Paulam 19.05.2022 | 12:57
Gerbershagen 3 stand auf der Einweisung und es wurde nicht genehmigt Ich befinde mich gerade in der 2 jährigen Therapiepause und selbstzahlen kann ich nicht.
Befanam 19.05.2022 | 13:24
Paul schrieb

Gerbershagen 3 stand auf der Einweisung und es wurde nicht genehmigt

Ich befinde mich gerade in der 2 jährigen Therapiepause und selbstzahlen kann ich nicht.

Durch einen Schulenwechsel der Psychotherapie kann die Therapiepause in der Regel umgangen werden. Sie können also nach kompletter Nutzung aller Therapiestunden aus z.B. der Verhaltenstherapie zu einem Therapeuten der Psychoanalyse oder z.b. tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie wechseln. Mittlerweile wurde auch die systemische Therapie Kassenärztliche anerkannt.
Paulam 20.05.2022 | 08:05
Sag den das du plemmplemmm bist. Klappt immer !
Ich bin schizophren und immer wieder phasenweise plemplem. Habe nach 10 Jahren Krankheit und insgesamt 2 Jahren Psychatrieaufenthalt die unbefristete bekommen. Wenn sie das so lange durchhalten nachzumachen und zu schauspielern kriegen sie die Rente bestimmt auch. Nur zu.
Sie haben mich falsch verstanden, ich möchte keine Erwerbsminderungsrente sondern eine Reha. Ich mag meinen Beruf und möchte unbedingt weiter arbeiten
Paulam 20.05.2022 | 08:04
Befan schrieb

Durch einen Schulenwechsel der Psychotherapie kann die Therapiepause in der Regel umgangen werden.

Sie können also nach kompletter Nutzung aller Therapiestunden aus z.B. der Verhaltenstherapie zu einem Therapeuten der Psychoanalyse oder z.b. tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie wechseln. Mittlerweile wurde auch die systemische Therapie Kassenärztliche anerkannt.

... Ich befinde mich gerade in der 2 jährigen Therapiepause und selbstzahlen kann ich nicht.
Durch einen Schulenwechsel der Psychotherapie kann die Therapiepause in der Regel umgangen werden. Sie können also nach kompletter Nutzung aller Therapiestunden aus z.B. der Verhaltenstherapie zu einem Therapeuten der Psychoanalyse oder z.b. tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie wechseln. Mittlerweile wurde auch die systemische Therapie Kassenärztliche anerkannt.
Bei uns in der Region kann man froh sein, überhaupt einen Therapeuten innerhalb von so 12 Monaten im Umkreis von 50 Kilometern zu finden, dann kann man nicht auswählen welche Art von Therapie
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