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Experten-Antwort

Reha Antrag zurückziehen

von Anne Gernand15.08.2017 | 11:33
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8 Antworten

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Guten Morgen, Nachdem ich nun widersprüchliche Aussagen bekommen habe, möchte ich in diesem Forum um Hilfe bitten. Kurz zusammengefasst : - nach mehrfach gesicherter Burnout Diagnose seit Anfang Juli AU - direkt nach Diagnose Antrag auf Reha gestellt, RV Bund - ebenfalls direkt, glücklicherweise, mit Therapie begonnen - nun hat sich im Verlauf der Erkrankung heraus gestellt, daß die Ärzte dringend empfehlen, keine Reha anzufangen, da es als gesichert gilt, dass für mich die ambulante Therapie und Co vor Ort deutlich besser ist und eine Reha für mich die Gefahr eines Rückfalles darstellen würde - bereits in Woche 5 der Au hat mich die kk für die erste Woche des Krankengeld Bezüge zum Med. Dienst einbestellt - in Woche 6 kam die Ankündigung, mein Dispositionsrecht einschränken zu wollen Nun stellt sich allen Beteiligten die Frage, ob ich, solange ich noch nicht im Dispositionsrecht eingeschränkt bin, den reha antrag zurückziehen sollte oder warten, ob er überhaupt bewilligt wird, um dann, möglicherweise mit Auseinandersetzungen mit der kk, abzulehnen oder um Aufschub zu bitten. Die vorsichtige Prognose der Ärzte ist übrigens, dass ich nach ca. 3 Monaten "häuslicher Reha" mit Wiedereingliederung beginnen kann. Danke vorab für die Hilfe!

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Guten Tag Frau Gernand,

Sie können, solange das Dispositionsrecht nicht eingeschränkt ist, den Reha-Antrag zurücknehmen. Ziel der Rehabilitation ist es, die Beeinträchtigung Ihrer Erwerbsfähigkeit zu beseitigen. Sollte dies mit einer Rehabilitation momentan nicht zu erreichen sein (was ich nicht beurteilen kann), würde der Antrag abgelehnt. Gleiches gilt, wenn die Erwerbsfähigkeit durch Ihre ärztliche Behandlung wieder hergestellt werden kann.

Offensichtlich beurteilt Ihre Krankenkasse die Situation anders, denn sonst dürfte sie nicht das Dispositionsrecht einschränken - das sollten Sie mit Ihrer Krankenkasse klären.

Ggf. würden Sie über eine Antragsrücknahme etwas Zeit "gewinnen", ob dies jedoch tatsächlich zweckmäßig ist, kann ich nicht beurteilen.

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7 Antworten

Witteam 15.08.2017 | 11:45
Wurde bereits ein Reha-Antrag gestellt? Wenn ja: Wann?
Anne Gernandam 15.08.2017 | 11:57
Hallo Wie oben schon erwähnt : der Antrag wurde direkt nach der Diagnose gestellt, also Anfang Juli
Fortitude oneam 15.08.2017 | 12:15
Hallo Anne Gernand, da Sie und Ihre Ärzte einen Rehaantrag mit stationären Aufenthalt gestellt haben und sich im Nachhinein herausstellt, dass eine ambulante Reha (Therapie) geeigneter für Sie ist, würde ich ein Schreiben mit der Begründung zu Ihrem Antrag hinterher schicken. Dann sind Sie auf der sicheren Seite. Eine kleine Anmerkung: ich glaube wohl kaum das man bei einer solchen Erkrankung auch noch nicht mal eine vorsichtige Prognose abgeben kann. Wünsche Ihnen trotzdem vie Glück und das Sie bald wieder Ihre Wiedereingliederung starten können. Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.
Anne Gernandam 15.08.2017 | 12:29
@fortitude one: Herzlichen Dank! Kleines "aber" : es soll ja komplett auf eine klassische Reha verzichtet werden, also auch keine ambulante, ganztägige Maßnahme. Vielmehr ist angedacht, mit eng Maschinerie Begleitung des Therapeuten zuhause zu regenerieren. Daher müsste ich ggf den Antrag komplett zurückziehen, solange es noch möglich ist. Und es stimmt natürlich, eine echte Prognose ist nicht möglich, es ist vielleicht ein Hauch einer Idee was eventuell sein könnte... Ob es dann so sein wird, wird die Zeit zeigen...
Anne Gernandam 15.08.2017 | 12:31
Sorry, Autovervollständigung... Engmaschig sollte es heißen...
=//=am 15.08.2017 | 13:16
Ich würde Ihnen nicht raten, den Antrag zurück zu ziehen. Da Sie schon über die Einschränkung des Dispositionsrechts und die Folgen informiert wurden, könnten Sie Probleme mit der KK bekommen. Machen Sie es genau so, wie es von @Fortitude one beschrieben wurde. Vielleicht haben Sie Glück und die DRV Bund geht darauf ein, dass zunächst eine ambulante Therapie zielführender ist und lehnt eine Reha ab. Das sollte allerdings ganz schnell passieren, da Sie den Antrag bereits Anfang Juli gestellt haben. Was ich nur nicht verstehe ist, dass Ihre Ärzte ja offensichtlich den Reha-Antrag befürwortet haben (im Befundbericht) und jetzt plötzlich ihre Meinung ändern.
Fortitude oneam 15.08.2017 | 13:20
Hallo Anne Gernand, da wird wahrscheinlich die DRV aussen vor sein. Es könnte aber sein, dass Sie mit Ihrer KK Schwierigkeiten eventuell bekommen werden. Also mit der KK ist nicht gut Kirschen essen. Es gab hier im Forum bereits Personen, die auf drängen der KK plötzlich Erwerbsminderungsrentner geworden sind. Mfg
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