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Experten-Antwort

Reha genehmigt-AG macht Schwierigkeiten

von Mo01.09.2013 | 19:17
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8 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Meine Reha wurde genehmigt, kann mein AG den Antritt verbieten. Folgendes Problem, die Stundenkraft die mich bisher vertreten hat, hat gekündigt und ist schon weg (alles sehr kurzfristig). Ich bin 10 Jahre in dem Betrieb beschäftigt und habe immer auf den AG Rücksicht genommen. Obwohl ich wegen meiner Erkrankung nicht ganztags arbeiten kann, verlangt mein AG es trotzdem imer wieder, da ich allein in der Abteilung bin, blieb mir nichts anderes übrig. Dies hat meiner Gesundheit immer mehr geschadet, zum Dank werde ich von der GL gemobbt. Und nun das, ich trau mich gar nicht morgen die Bescheinigung abzugeben. Können die mir den für mich dringend nötigen Antritt der Reha jetzt verbieten?

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo Mo,

eine vom Rentenversicherungsträger bewilligte Reha ist einer Arbeitsunfähigkeit vergleichbar - Ihr Arbeitgeber kann diese nicht "verbieten", sondern muss Ihnen nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz für die Zeit der Reha das Gehalt weiter zahlen.

Forumsteilnehmer ??? hat schon darauf hingewiesen, dass in der Frage des Antrittstermins etwas Spielraum besteht, sodass Sie vielleicht etwas auf die betrieblichen Bedürfnisse eingehen können - aber natürlich funktioniert das nur innerhalb der genannten 6 Monate und wenn die Rehaklinik einen anderen Termin frei hat. Ich denke, Sie sollten im Interesse Ihrer Gesundheit stark bleiben und sich die Reha nicht ausreden lassen, schließlich stehen Sie dem Arbeitgeber danach - hofffentlich - wieder mit neuer Leistungskraft zur Verfügung.

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7 Antworten

Lexam 01.09.2013 | 22:55
Hallo Mo, bei einer Reha hast du die Pflicht, deinem Arbeitgeber unverzüglich den Termin und die voraussichtliche Dauer zu nennen - was du ja morgen tun willst. Dein Arbeitgeber darf dir die Reha rein rechtlich nicht verbieten. Es handelt sich dabei um eine medizinisch notwendige Maßnahme, um deine Gesundheit zu verbessern. Wenn dein Arbeitgeber keinen Ersatz für dich hat, ist das sein Problem, genauso wenn du dir den Arm brechen würdest und eine Weile krank geschrieben wärst. Während der Reha steht dir auch Entgeltfortzahlung zu. Wenn dir die GL morgen einreden will, du solltest die Reha nicht antreten, sage klar und deutlich, dass du dir den Termin nicht aussuchen konntest (den den entscheiden die RV und die Klinik) und die Reha dringend benötigst, um nicht demnächst für längere Zeit arbeitsunfähig zu werden. Dann hätte er ein größeres Problem. LG
???am 02.09.2013 | 07:53
Falls Sie etwas Verhandlungsspielraum brauchen: Eine Kur lässt sich aus beruflichen Gründen durchaus auch verschieben. Der Bescheid gilt aber nur 6 Monate, bis dahin müssen Sie Ihre Kur angetreten haben. "die Reha dringend benötigst, um nicht demnächst für längere Zeit arbeitsunfähig zu werden" Das würde ich sehr vorsichtig formulieren. Es könnte vom Arbeitgeber auch als Drohung/Erpressung aufgefasst werden. Sollte später dann wirklich eine Arbeitsunfähigkeit eintreten, könnte es schnell heißen "der/die macht nur krank". Ich würde eher daraufhinweisen, dass wegen der belastenden Arbeitsumstände einfach der Akku leer ist und die Kur benötigt wird, um wieder voll leistungsfähig zu sein.
Kochlandam 02.09.2013 | 11:08
Im Extremfalle bis zum Kurantritt krank schreiben lassen, wenn es nicht anders geht.
Moam 02.09.2013 | 12:43
Hallo, danke für die Antworten. Habe den Schein gleich heute morgen abgegeben, während meine Vorgesetzte tierisch genervt und beleidigt reagiert hat, kam von der GL und Perso-Chef noch keine Reaktion. Leider weiß ich aus Erfahrung, dass das meistens nichts Gutes zu bedeuten hat. Ich hoffe nur, dass jetzt nichts hinter meinem Rücken geschieht.
Moam 02.09.2013 | 16:31
Hallo, danke für die Antworten. Habe den Schein gleich heute morgen abgegeben, während meine Vorgesetzte tierisch genervt und beleidigt reagiert hat, kam von der GL und Perso-Chef noch keine Reaktion. Leider weiß ich aus Erfahrung, dass das meistens nichts Gutes zu bedeuten hat. Ich hoffe nur, dass jetzt nichts hinter meinem Rücken geschieht.
Sie dürften damit spätestens seit heute beim Chef auf der " Abschussliste " stehen.
Das kann gut sein, davor hab ich keine Angst, da ich bereits seit 10 Jahren dort arbeite, - so einfach geht das für den AG nicht. Da ich ja eh schon seit längerem von der GL gemobbt werde, habe ich bereits angefangen mir etwas Neues zu suchen. Ich werde auf die Reha bestehen und werde mich vorher auch nicht krankschreiben lassen, damit würde ich mich nur auf deren Niveau begeben; und so bin ich nicht. Ich versuche jetzt dem Ganzen irgendwie standzuhalten und hoffe, daß der Termin von der Klinik bald kommt.
arniam 03.09.2013 | 00:08
schöne neue arbeitswelt !! schröder lässt grüßen auf auf zu den wahlen
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