User „gasemühl“ hat die Konturen etwas sehr scharf gezeichnet. Vom Prinzip her hat er/sie aber leider Recht.
Zwar wird es keine Rente mit 80 geben, aber die Rente mit 70 ist von der Politik schon scharf ins Visier genommen worden.
Im Moment wird – auch auf dieser Seite - ein Riesenalarm um die vorgesehene Rentensteigerung für dieses Jahr und damit auch die damit verbundene Erhöhung der Rentenanwartschaften, gemacht.
Nur, diese „Erhöhung“ – sollte Sie kommen - gleicht jedoch noch nicht mal den Geldwertverlust durch die Inflation aus. Im Gegenteil, Sie ist ein verkapptes Minus, weil massiv steigende Beiträge zur Krankenversicherung und bald auch zur Pflegeversicherung die Nettorenten weiter in den Keller fahren.
Ab dem Jahr 2010 kippt das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentenbeziehern dramatisch! Was das bedeutet können Sie selbst ausrechnen. Ab da fährt der Rentenzug unaufhaltsam in Richtung Grundsicherung und zwar auf vollkommen unbestimmtem – willkürlich festgesetztem - Niveau.
Bevor Sie sich also auf die „sichere“ Rente freuen, in der Sie wähnen, Ihren noch in grauer Ferne liegenden Lebensabend auskömmlich verleben zu können, schauen Sie lieber tief in die Augen unseres Bundesinnenministers (siehe unten stehende link)!
Kein Politiker sagt so etwas einfach unbedacht daher!!!
Lesen Sie auch das Interview mit Meinhard Miegel. Seine Analyse zur Rentenversicherung ist schonungslos, wird aber eintreten und zwar so sicher, wie das Amen in der Kirche.
Seine Ausführungen zur privaten Vorsorge teile ich hingegen nur sehr bedingt. Denn Banken und Versicherungsunternehmen schweigen sich in ihren Hochglanzbroschüren zur Entwicklung der Geldentwertung beharrlich aus, die wollen nur Ihre Produkte verkaufen und fahren die Renditen, trotz steigender Zinsen in den Keller (geben Sie das Stichwort „Leibrente“ ein und lesen dazu Bernhards Artikel).
Als Otto(line) Normalverbraucher brauchen Sie nicht den Versuch zu starten, gegen Geldentwertung, sinkende Renten(anwartschaften) (durch Inflationsverzehr), Verlängerung der Lebensarbeitszeit, explodierende Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, Ausgliederung des Zahnersatzes, steigende Selbstbeteiligungen, von Jahr zu Jahr Aushöhlung des Leistungskatalogs der Gesetzlichen Krankenversicherung, steigende Steuerlasten (siehe Alterseinkünftegesetz, Mehrwertsteuererhöhung) usw. und sofort, anzusparen.
Zu gut Deutsch: Wir werden – wegen Schrumpf-Rente - arbeiten müssen, so gut und so lange wir können, ansonsten heißt es: „Gürtel massiv enger schnallen“!!!
Der Experte ist anderer Meinung. Es möge, bevor er widerspricht, doch einmal belegen, auf welchem finanziellen Fundament seine Aussage beruht und aus welchen Quellen sich seine Hoffnung speist, dass ausgerechnet ab dem Jahr 2010 der fortwährende Abwärtstrend der Gesetzlichen Rentenversicherung gestoppt bzw. sogar umgekehrt werden könnte.
http://www.welt.de/politik/article93297/Schaeuble_Deutsche_muess…
http://www.iwg-bonn.de/index.php?id=119
http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/politik/deutsch…
http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/politik/deutsch…
http://www.netzeitung.de/arbeitundberuf/507428.html
Grund zur Resignation?
Nein, Bergpredigt Jesu lesen, Matthäus 6, 19-34
ÜBERSCHRIFT:
"Vom Schätzesammeln und Sorgen"
19 Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen. 20 Sammelt euch aber a Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. 21 Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
a: Kap 19,21; Lk 12,33-34; Kol 3,1-2
22 Das Auge ist das Licht des Leibes. Wenn dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein. a 23 Wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein! b
a: Lk 11,34-36 b: Joh 11,10
24 Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. a 25b
Darum sage ich euch: c Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?
26 Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie? d 27 Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt? 28 Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. 29 Ich sage euch, daß auch e Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. 30 Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen? 31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? 32 Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr all dessen bedürft. 33 Trachtet zuerst nach dem f Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, g so wird euch das alles zufallen. 34 Darum sorgt nicht für morgen, denn h der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß jeder Tag seine eigene Plage hat.
a: Lk 16,13; Jak 4,4 b: Lk 12,22-31 c: Phil 4,6; 1. Petr 5,7 d: Kap 10,29-31; Lk 12,6-7 e: 1. Kön 10,1-29 f: Röm 14,17 g: 1. Kön 3,13-14; Ps 37,4; 37,25 h: 2. Mose 16,19