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Riester-Rente seriös?

von Michael Wilhelm02.07.2008 | 10:24
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37 Antworten
Während einerseits (u. a. auch auf ihre-vorsorge.de) immer wieder behauptet wird "Riestern rechnet sich", wird an anderer Stelle vorgerechnet, "dass die Riester-Rente vor allem ein Geschenk an die Versicherungswirtschaft ist" (www.nachdenkseiten.de/?cat=40). Wo liegt jetzt die Wahrheit? In der Mitte? Wer schwindelt hier?

2 Experten-Antworten

Moderatoren-Antwortam 02.07.2008 | 15:29

Man kann über die Frage, ob sich die "Riester-Rente" wirklich lohnt und wenn ja für wen, immer unterschiedlicher Auffassung sein. Wir von der Gesetzlichen Rentenversicherung sind hier neutral und raten weder zum Abschluss der Riester-Rente, noch raten wir davon ab.

Diese Form der Altersvorsorge zeichnet sich allerdings zunächst einmal durch eine für viele Personengruppen sehr attraktive und hohe staatliche Förderquote aus, von der hauptsächlich die Be-rechtigten selbst profitieren. Die Zulagen nehmen in aller Regel an der Wertentwicklung teil, der Sonderausgabenabzug kann bei Besserverdienenden zu Steuerrückerstattungen führen. Dem steht freilich die nachgelagerte Besteuerung gegenüber.

Sodann besteht die Besonderheit, dass der Anbieter vertraglich zusagen muss, zu Beginn der Auszahlungsphase mindestens die eingezahlten Beiträge zur Verfügung zu stellen. Damit ist der Riester-Sparer natürlich ein Stück weit vom Kapitalmarktrisiko entlastet. Dafür sind die Gewinn-chancen auch nicht so hoch wie bei hochspekulativen Anlageprodukten.

Es gibt viele weitere Vor- und Nachteile, die es abzuwägen und zu vergleichen sind.

Richtig ist aber auch, dass es sich bei den Anbietern der Riester-Rente um gewinnorientierte Privatunternehmen handelt, die an den Produkten verdienen wollen. Doch das spornt auch an. Nur gute Produkte haben auf dem Markt Erfolg.

Vor diesem Hintergrund muss jeder selbst wissen, ob er mit dieser Vorsorgeform vorsorgen will. Wer sich individuell beraten lassen will, erhält hierzu bei den Verbraucherzentralen z.T. kostenpflichtige, neutrale Beratungen.

Moderatoren-Antwortam 03.07.2008 | 13:31

Liebes Forum,

wiederholt mussten wir in diesem Thread löschen, deswegen hier nochmals unsere Foren-Regeln zur Erinnerung:

Das ist Ihr Expertenforum zu allen Fragen der persönlichen Altersvorsorge (gesetzliche Rente, betriebliche Altersversorgung, persönliche Vorsorge).

Dieses Forum soll den Usern von ihre-vorsorge.de schnell und unkompliziert helfen und ist KEIN Diskussionsforum und keine Bühne für politische Meinungsäußerungen.

Wir danken für die Einhaltung.

Gruß

Ihre Redaktion

35 Antworten

Maria L.am 02.07.2008 | 10:55
Hallo Michael Wilhelm, das ist mein "Lieblingsthema". Nutzen Sie die Suchfunktion, um alte Beiträge von mir zu finden. Die Behauptung "Die Riester-Rente rechnet sich" stammt von denjenigen, die u.a. nicht verstanden haben, daß festverzinsliche Verträge aller Art (dazu zählt die Riester-Rentenversicherung) in langfristiger Betrachtung (und Altersvorsorge ist nunmal eine langfristige Angelegenheit) UNSICHER sind, weil die Gefahr der Geldentwertung durch Inflation (oder wenn es ganz schlimm kommt durch Währungsreform) langfristig überproportional steigt. Die Inflationsrate in der Euro-Zone hat soeben 4% erreicht: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,563089,00.html… Wie man da einen Vertrag mit 2,25% "Garantieverzinsung" als SICHER bezeichnen kann, ist mir rätselhaft. Dazu kommt, daß sich die Garantieverzinsung nur auf den SPARANTEIL bezieht, dessen Höhe unbekannt ist, von Jahr zu Jahr schwankt und von den Versicherungsgesellschaften geheimgehalten wird. Bezogen auf den gesamten Beitrag kommt so eine weit geringere Verzinsung heraus, z.B. nur 1% (abhängig von den Kosten, die die Versicherung berechnet). Bei Berücksichtigung der Inflation handelt es sich bei der Garantieverzinsung also um GARANTIERTE VERLUSTE! Es liegt an erschütternden Wissenslücken und an mangelndem Nachdenken, daß diese Tatsache in Deutschland so wenig bekannt ist. Hilfe zum Nachdenken bekommen Sie hier: http://www.finanzuni.org/phpBB/viewtopic.php?t=29… Gruß, Maria L.
Maria L.am 02.07.2008 | 11:47
Hallo Michael Wilhelm, nach den Fakten nun noch meine persönliche Meinung: die Nachdenkseiten haben recht mit ihrer Kritik an der staatlich geförderten Altersvorsorge. Sie haben aber unrecht mit ihrer Schlußfolgerung, wieder vollständig auf die umlagefinanzierte Rente zu setzen. Das Umlagesystem kann aufgrund der demographischen Veränderungen in Zukunft immer schlechter seine Aufgabe einer weitgehenden Lebensstandardsicherung erfüllen. Das wird unterdessen sogar hier zugegeben, siehe folgenden Artikel: Upps, der hier ursprünglich verlinkte Inhalt steht nicht mehr zur Verfügung! Bitte nutzen Sie unsere Forensuche. Zukünftig kann die gesetzliche Rente nur noch eine "Basisrente" sein (so bezeichnet es Prof. Raffelhüschen). Ich vermute, daß für einen Großteil, wenn nicht die Gesamtheit der Rentner, zukünftig nur noch eine Rente in Höhe der heutigen Grundsicherung gezahlt werden kann. Das kann durch politische Entscheidungen auch nicht wesentlich verändert werden, da auch Politik nichts gegen die Regeln der Mathematik ausrichten kann. Ich verlasse mich da auf Aussagen und Prognosen von Wissenschaftlern, da bin ich selber nicht kompetent genug. Eine zusätzliche private Altersvorsorge ist deshalb ein MUSS. Leider wurde hier vom Gesetzgeber auf die nach meiner Meinung falschen Produkte gesetzt, wobei es in deren Qualität natürlich Abstufungen gibt. Ich halte Vermögensbildung über das regelmäßige langfristige Sparen in Aktienfonds für die SICHERSTE und beste Altersvorsorge. Gerade die Finanzkrise, die seit Monaten die Welt erschüttert, zeigt, wie RISKANT Forderungspapiere sind. Mit dem Sparen in z.B. einen Versicherungsvertrag erwirbt man nur eine Forderung gegen das Versicherungsunternehmen. Man erwirbt nur ein Versprechen auf eine zukünftige Rentenzahlung. Ob dieses Versprechen auch erfüllt werden kann, sieht man erst später. Langfristig sicher sind nur Beteiligungspapiere, damit erwirbt man Anteile an Unternehmen, man wird Miteigentümer (erhält also einen echten realen Wert für sein Geld) und profitiert anteilig von der Wertschöpfung durch diese Unternehmen. Auch bei einem Börsencrash bleibt der Unternehmensanteil bestehen. Kein Aktionär verliert Geld durch einen Börsencrash. Nur, wer so "dumm" ist, während eines Crashs seine Anteile zu verkaufen, realisiert einen finanziellen Verlust. Wer dagegen einfach regelmäßig weiterspart, freut sich über die Sonderangebotspreise. In langfristiger Betrachtung ist die durchschnittliche Wertsteigerung von Aktienfonds SICHER. Damit man nicht mit einem einzelnen Fonds Pech hat, muß man natürlich streuen. Damit man nicht zur falschen Zeit verkaufen muß, braucht man vorher ein Finanzpolster. Wenn Sie bereit sind, Zeit zu investieren, können Sie durch eigenes Nachdenken die Fakten auf der von mir zuvor angegebenen website selber nachvollziehen. Ohne selber verstanden zu haben, was man tut, sollte auch niemand in Aktienfonds investieren. Die letzte längere Diskussion zu diesem Thema hatten wir hier: Upps, der hier ursprünglich verlinkte Inhalt steht nicht mehr zur Verfügung! Bitte nutzen Sie unsere Forensuche. Gruß, Maria L.
kralleam 02.07.2008 | 13:24
Altersvorsorge ist wegen der Vielfalt der Anlagemöglichkeiten sehr komplex. Erstaunlich ist hierbei die Aktiengläubigkeit vieler Teilnehmer. Sie können ein wichtiger Baustein sein, aber ausschliesslich darauf zu setzen ist leichtsinnig. Ein einfacher Blick nach Amerika zeigt dies. Hier spielen Aktien eine sehr grosse Rolle in der Altersvorsorge. Aber sehen Sie dort Millionen von Rentnern in Wohlstand. Eher nicht. Die Risterrente rechnet sich für fast jeden. Die dahinter steckende Sicherheit kostet natürlich Rendite.Im ersten Schritt sollte eine Grundabsicherung für das Alter im Vordergrund stehen. Darüber hinaus in Aktien zu investieren ist nichts entgegen zu sezten.
zwillingam 02.07.2008 | 14:01
Hallo Maria L, was halten Sie von regelmäßigem Sparen z.B. per DA in Bundeswertpapieren, wobei diese Papiere direkt auf einem Schuldbuchkonto bei der Finanzagentur kostenlos geführt werden? Viele Grüße
Nixam 02.07.2008 | 14:09
Hallo Zwilling! Lassen Sie sich von der Kostenlosen Sparmöglichkeit des Bundes nicht in die Irre führen. Private Altersvorsorge können Sie am Besten nur mit Aktienfonds vornehmen. Hier gibt es in diesem Forum viele Beiträge. Es gibt viele verschiedene Direktbankmodelle mit günstigen Aktienfondssparmöglichkeiten. Auch viele Fondsshops wie www.fondsdiscount.de und Direktbanken wie Ing-Diba und andere haben viele Aktienfondssparpläne, die Sie auch ohne Ausgabeaufschclag besparen können. Die Möglichkeit beim Bund kostenlos Bundesschaftsbriefe etc zu ordern ist zwar schön und gut; jedoch lässt die Rendite von festverzinslichen Wertpapieren sehr zu wünschen übrig. Sie begeben sich in die Fänge des deutschen Bundesfinanzministers. Von diesem sind dann die Zinsen auf diesen Papieren abhängig. Ich rate Ihnen - je nach Alter - mindestens einen 50-%-Anteil Ihres monatlichen Sparbetrages in einen guten Aktienfonds zu stecken. M&G Global Basics Templeton Growth (EURO-Tranche) EUROPA-AKTIEN-ULM FIDELITY EUROPEAN GROWTH Und viele andere haben ihre Arbeit bisher - auf lange Sicht von 20 und Jahren sehr gut gemacht. Trotz vorübergehender Aktienkriesen sind Sie da immer auf der Gewinnerseite. Man sagt: Die Direktbanken wären nur etwas für erfahrene Anleger. Aber: Auch diese Anbieter wie auch Fondsshops wie Fondsdiscount.de sjb.de etc. haben ein Interesse, Ihre Produkte zu verkaufen und beraten Sie gerne telefonisch. Und Sie bekommen Superkonditionen dazu. Kostenlose Depotführung ist das Mindeste und Ausgabeaufschlag bei Aktienfonds brauchen Sie auch nich zahlen. Eines muss den Lesern dieses Forums klar sein: An Aktienfonds als Langfristinvestment führt kein Weg vorbei!!! Bitte bedenken Sie das bei Ihrer Altersvorsorge-Planung! Einen Lieben Gruss aus dem Rheinland Nix
Riester-Fanam 02.07.2008 | 14:30
"Ich bespare schon seit 19 Jahren solche Produkte und weiss, wovon ich rede." Wie schön für Sie! (Aktienfonds sind ja auch sooooo sicher und absolut risikolos. Man kann damit nuuur gewinnen.........) Sie wären nicht der Erste, der sich in falscher Sicherheit wiegt und eines Tages bitter auf die Nase fällt!
Nixam 02.07.2008 | 14:22
Besonders im Hinblick auf die ab 01.01.2009 zu erwartende Abgeltungssteuerpflicht ist rendite-reiches Geldanlegen gefragt. Auch unter diesem Gesichtspunkt kann die privater Altersvorsorge nur aus Aktienfondssparen bestehen, weil hier die Rendite - trotz Abgeltungssteuer - immer noch am höchsten ist. Anleger sollten alles daran tun, Kapitalanlagen auszuwählen, die trotz Abgeltungssteuer eine möglichst hohe Nachsteuerrendite erzielen. Hier führt auch unter diesem Gesichtspunkt kein Weg an Aktienfonds vorbei. Auch das muss an dieser Stelle - trotz der 30-Grad-Temperaturen aktuell - immerwieder gesagt werden. Ich bespare schon seit 19 Jahren derartige Produkte und weiss, wovon ich rede. Nix
No Mainstreamam 02.07.2008 | 14:22
Die Nachdenkseiten liegen da schon richtig! Der immer wieder hervorgekramte Demographische Faktor als DAS Argument zum Riestern ist schlichtweg Humbug. Näheres können Sie erfahren, wenn Sie sich mal die Mühe machen, den Herren Gert Bosbach (http://de.wikipedia.org/wiki/Gerd_Bosbach)und/oder… Wilfried Schmähl (http://de.wikipedia.org/wiki/Winfried_Schm%C3%A4hl)… bei ihren Vorträgen zu lauschen. Beide Herren sind bestens mit der Materie vertraut, und, das beste, sie sind nicht gekauft wie zb. das Mietmaul Raffelhüschen, Rürup etc. Die Vorträge sind auch für Laien verständlich und regen zum (Nach)denken an. M.f.G.
Nixam 02.07.2008 | 14:55
Hallo Riester-Fan! Die Problematik, welche in Deutschland besteht, ist die, dass die Menschen mit "sicheren Produkten" wie Lebensversicherungen, Riestersparen etc. trotzdem im Alter "gut essen" wollen. Merke: Sicherheit wird mit niedrigen Zinsen bezahlt. Schonmal was von Antizyklischem Investieren gehört? Fällt der Wert Ihrer Fondsanteile, sollten Sie ruhig noch übriges Geld dazu nutzen Fondsanteile zu güstigen Kursen nachzukaufen. Mit Sicherheit werden Sie schon ein Jahr später sehen, dass diese - neu gekaufen Fondsanteile - im Wert gestiegen sind. ich mache nochmals deutlich: Aktienfonds eignen sich für LANGFRISTIGES Sparen. Hierbei täten Sie gut daran, erstmal 3 bis 5 Monatsnettogehälter zur Seite zu legen, für Notfälle, dann sparen Sie in Aktienfonds. Brauchen Sie Ihre 3 bis 5 Monatsgehälter wegen eines Notfalls auf, dann füllen Sie erstmal - beim nächsten GeldzurSeitelegen - erstmal diese Cash-Notfall -Position auf. Anschliessend besparen Sie Ihre Aktienfonds weiter. Hierzu gehört also auch eine Portion Disziplin! Nix
Telekom-ikeram 02.07.2008 | 15:05
Ich besitze T-Aktien und Compuserve-Aktien.................
Nixam 02.07.2008 | 14:48
Dass man(n) nur gewinnen kann, haben SIE behauptet. ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass wegen des erhöhten Risikos bei Aktieninvestmentfonds mit einer längerfristigen Ansparzeit herangegangen werden muss. Lesen kann manchmal sinnvoll sein. Nix
Amadéam 02.07.2008 | 15:23
Ein hervorragender Beitrag von Maria L. Kleiner - aber bedeutender Zusatzaspekt: Im Hinblick auf die Geldentwertung sollte man Altersvorsorgeprodukte, die weniger als 3%, besser 4% Rendite per anno erbringen, schlicht und ergreifend vergessen. Statt auf solche "Sicherheiten" zu setzen wäre es besser, lieber gar nicht vorzusorgen, zu konsumieren und des Weiteren zu schauen, was die Zukunft bringt. Mit Aktien ist man an Sachwerten beteiligt. Sachwerte hatten auch 1921 -1923 sowie im Jahre 1948 Ihren Wert. Geld, Anleihen, Staatspapiere (Gold gab ich für Eisen - Weltkrieg I, Sparen auf einen KdF-Wagen, Weltkrieg II), Lebensversicherungen usw. waren zu diesen Zeiten extrem wenig wert. Was hilft nach 20-30 Jahren die schönste Riester-Garantie, dass man zumindest sein angespartes Kapital zurückbekommt, wenn dieses durch die laufende Geldentwertung nur noch weit weniger als die Hälfte Wert ist. Eine Zahl sollte man bei allen Vorsorge-Überlegungen nie vergessen: " 1,5 Billionen plus X " Das ist die Summe der gesamten Staatsverschuldung. Jedes Jahr kommen auf diesen gigantischen Berg neue Schulden hinzu - umschrieben mit dem netten Begriff "Neuverschuldung". Für diese Schulden sind Jahr für Jahr enorme Zinslasten aufzubringen, die die Haushaltsspielräume immer mehr einengen. Auch sollte man in diesem Zusammenhang Onkel Bush´s Staatsverschuldung nicht aus den Augen verlieren - es handelt sich immerhin um die größte Volkswirtschaft der Welt. Ich will den Steinbrücks und Bushs dieser Welt nicht zu nahe treten. Ein ganz klein wenig spielt Ihnen die Inflation aber schon in die Hände, diese verdienen nämlich am Meisten an dieser misslichen Angelegenheit. Ein Schelm, der Böses dabei denkt... Wegen der großen Löschtaste schließe ich mit meinen Ausführungen. Ein Lob der Redaktion für das Beschreiten des Weges der Besserung! Noch vor wenigen Wochen wurde ich für meine Ausführungen, dass Altersarmut von immensem Ausmaßen drohe, arg gescholten. Es wurde auf einen Anteil, der betroffen sein wird von lediglich ein-drei % der Bevölkerung verwiesen. Die neueseten Beiträge - auch die von Onkel Riesche von der DRV Bund - sprechen eine ganz andere Sprache. Weiter so!
Maria L.am 02.07.2008 | 15:49
Hallo zwilling, meine Argumentation contra Forderungspapiere gilt für festverzinsliche Wertpapiere/Verträge aller Art. Dazu zählen auch Bundeswertpapiere. Diese Papiere haben heute eine sehr gute Bonität, aber ob das langfristig angesichts unserer hohen Staatsverschuldung auch noch gelten wird, bezweifele ich. Die Zinssätze sind auch meist nicht berauschend hoch, da liegen einfache Tagesgeldkonten oft besser. Aber die alles entscheidende Frage, die Sie sich beantworten müssen: welchem ZIEL dient Ihre Geldanlage und welche ANSPARZEIT wollen Sie vorsehen, während welcher Sie auf die Verfügbarkeit des Geldes verzichten können? Wenn Sie damit für das Alter vorsorgen wollen (>= 15-20 Jahre Ansparzeit), lehne ich Forderungspapiere generell ab. Wenn Sie damit für einen Konsumzweck sparen wollen, z.B. für ein Auto, und der Zeitraum des Sparvorgangs paßt zu dem geplanten Anschaffungszeitpunkt, dann kämen Forderungspapiere, also auch Bundeswertpapiere, in Frage. Wenn es um Ihr Finanzpolster für Notlagen geht, muß das Geld sofort verfügbar sein, dann dürfen Sie es GAR NICHT anlegen, es gehört dann z.B. auf ein Tagesgeldkonto. Wenn Sie sich unter den genannten Bedingungen für Bundeswertpapiere entscheiden (also NICHT für die Altersvorsorge), ist es sicherlich sinnvoll, zur Einsparung unnötiger Gebühren ein Konto bei der Bundesschuldenverwaltung zu eröffnen. Vermutlich können Sie aber auch ein kostenloses oder kostengünstiges Depot bei einer Direktbank einrichten, um solche Papiere zu verbuchen, wobei dann eine Risikostreuung auf unterschiedliche Wertpapiere sinnvoll wäre. Ich nutze auch für das Konsumsparen (also kurzfristiges Sparen) bisher nur Tagesgeldkonten, weil ich damit flexibler bin und die Zinssätze dank des starken Wettbewerbs recht gut sind. Gruß, Maria L.
Knut Rassmussenam 02.07.2008 | 15:52
Das vergesse ich persönlich nie!
Maria L.am 02.07.2008 | 15:52
Hallo No Mainstream, ich habe schonmal einen Artikel von Gerd Bosbach gelesen und auch diverse von Albrecht Müller (Nachdenkseiten). Offensichtlich gibt es auch unter Fachleuten, studierten Ökonomen, unterschiedliche Auffassungen. Da ich nicht vom Fach bin, kann ich das mit meinem aktuellen Kenntnisstand nicht abschließend bewerten. Ich habe aber mehr Zutrauen in die Aussagen anderer Fachleute, die eine Krise des Umlagesystems als Folge des demographischen Wandels voraussehen. Ich halte deren Argumente einfach für stichhaltiger. Wer etwas anderes glauben will, kann das ja tun. Ich bin lieber auf der sicheren Seite. Wenn sich herausstellt, daß mir das gesetzliche Umlagesystem entgegen meiner Erwartungen doch eine sehr hohe Rente beschert, dann FREUE ICH MICH! Dann "schwimme" ich als Rentnerin im Geld, weil ich zusätzlich noch privat vorgesorgt habe. Es gibt Schlimmeres. ;-) Wenn ich mich aber jetzt auf die gesetzliche Rente verlassen würde nur aufgrund der Aussagen einer Minderheit von Ökonomen, und deren Prognosen bewahrheiten sich später NICHT, dann kann ich diese für die Fehlprognosen nicht haftbar machen, sondern muß dann sehen, wie ich mit einer Mini-Rente zurechtkomme. :-( Die Altersvorsorge muß doch SICHER sein! Je mehr ich vorsorge, desto sicherer ist es, daß mir die Rente aus staatlichen und privaten Quellen nachher in Summe reicht! Gruß, Maria L.
Nixam 03.07.2008 | 07:36
Zur Sache Phoenix: Sicher haben Sie Ihr Geld nicht nur bei Phoenix investiert. Portfoliodiversifikation ist hier die Devise. Mein Fondsdepot besteht aus mindestens 20 Einzelaktienfonds, 3 Schiffsbeteiligungen, 2 nterschiedlichen Private-Equity-Fonds, Containerfonds usw. Ein einzelner "Phoenix" hätte aus meinem Geld keine "Asche" machen können. Meine Bergpredigt lautet hier immerwieder: Portfoliodiversifikation, Risikostreuung ist die Zukunft. Dann geht es auch dem Knuts auch ausserhalb der Zoos so richtig gut. :-) Nix
Nixam 03.07.2008 | 08:23
Wir sprachen gerade von Aktienfonds, welche bei breiter Streuung -Regionalfonds, Länderfonds(vor dem Wirtschaftsaufschwung) durchaus eine interessante Alternative zu niedrigrentierenden Lebensversicherungen zur Altersvorsorge darstellen, wenn man z.B. 20 bis 30 Jahre darin sein Geld anlegt. Dass Sie vorgeben, Telekomaktien zu haben, interessiert hierbei reichlich wenig. Den richtigen Einstiegszeitpunkt abgepasst, hätten Sie auch mit diesen Geld verdienen können. Nicht jedoch, wenn Sie bei der Aktienemission von vornherein dabeigewesen sind. Nix
Knut Rassmussenam 03.07.2008 | 10:21
Nein, ich habe dort kein Geld verbrannt, also ich sowieso nicht, da Anleger. Ich lege sehr konservativ an in Tankfüllungen, BVG-Monatskarten etc... Ihre Umsicht in allen Ehren, aber was machen Sie mit 60 - 70??? Wie schichten Sie das Geld um, um eine sichere lebenslange Auszahlung/ Verzehrmöglichkeit zu erreichen. Denn irgandwann lässt die gesitige Leistungsfähigkeit derart nach, dass sie Ihren Geldprodukten nicht mehr die Aufmerksamkeit schenke könnne, wie heute. Sehen Sie sich doch die Ömmchen im Heim an, für die die Heimleitung die Steuererklärung machen muß ...
Maria L.am 03.07.2008 | 11:16
Hallo Knut Rasmussen, bei manchen Menschen bleibt die geistige Leistungsfähigkeit auch bis ins 80. oder 90. Lebensjahr erhalten. Abgesehen von Krankheiten, die natürlich jeden treffen können, hängt das auch davon ab, ob man sich selber weiterhin geistig fordert. Wer so viel Vermögen gebildet hat, daß er davon (ggf. zuzüglich gesetzlicher Rente) leben kann, kann sich entscheiden, die weitere Vermögensbildung aufzugeben und zur Vermögensverteilung überzugehen. Dafür gelten dann endlich die ganzen "Geldanlagetips" und "Portfoliomanagementstrategien", die für Vermögensbildung noch ungeeignet waren. Das Vermögen sollte gestreut angelegt werden, wobei ein Teil nun auch in Forderungspapieren angelegt werden kann. Z.B. kann man, wenn man von einer langen persönlichen Lebenserwartung ausgeht, eine private Rentenversicherung gegen Einmalbeitrag abschließen (nur für einen Teil des Vermögens selbstverständlich). Oder man kann eine Immobilie zur Weitervermietung kaufen. Oder man kann Rentenfondsanteile kaufen. Als Absicherung gegen Inflation, Währungsreform, Staatsbankrott, Krieg etc. wird man als dann geübter Investor aber sicher weiterhin einen Teil des Vermögens in Beteiligungspapieren halten. Man muß einfach zwischen VermögensBILDUNG und VermögensVERTEILUNG unterscheiden lernen. Der Fehler der meisten Menschen ist, daß sie beide Investmentarten vermischen. Gruß, Maria L.
Nixam 03.07.2008 | 11:45
Es gibt Schiffsfonds und Containerfonds und viele andere geschlossene Fonds ohne börsentäglichen Rücknahmepreis. Diese bieten steuerfreie Ausschüttungen. So etwas kann man bis ins hohe Alter machen/das Geld dort anlegen und die steuerfreien Ausschüttungen geniessen. Nix
Knut Rassmussenam 03.07.2008 | 12:11
Sie haben den Sinn meiner Aussage wohl nicht verstanden! Wissen Sie, warum Trickbetrüger gerne Rentner/ Alte übers Ohr hauen (können). Und solche Rentner sollen sich mit 80 - 100 noch mit hochrisikobehafteten geschlossenen Fonds rumschlagen??? Oder deren Abkömmlinge oder Betreuer, auf die schon angedeutete Steuererklärung will ich lieber nicht eingehen. Ich habe drei (ganz schlimme) Anlageprodukte - Riester (union Invest), VL und Tagesgeldkonten - was ich da an Papier für meine Steuererklärung bekomme, überblicke ich heute kaum ...
Knut Rassmussenam 03.07.2008 | 12:16
Beteiligungspapiere helfen gegen Krieg? Konnte man nicht mal Kriegsanleihen zeichnen? Ok, der war gemein ... Entschuldigung. Einen hab ich aber noch. Es gibt ja Grundsätze der Vermögensbildung ... Entschuldung geht vor Vermögensbildung ... nur haben die meisten meiner Kunden eher Ratenkredite und Dispo, als die auch auf Finanzuni angesprochenen Polster...
Knut Rassmussenam 03.07.2008 | 12:40
Ich will weder Ihre Hilfe bei der Steuererklärung noch Sie in Ihrem Glauben zum (Um-)Denken bewegen.
Nixam 03.07.2008 | 12:26
Ich kann Ihnen hier im Forum nicht helfen, Ihre Steuererklärung jedes Jahr zu machen, nur weil Sie mit 3 Steuerbescheinigungen Ihrer Bank/Versicherung/Riester- etc. nicht umgehen können. Das ist Aufgabe eines Steuerberaters. Vielleicht haben Sie sich hier in eine Diskussion eingeklickt, der Sie nicht standhalten, weil Sie das notwendige Wissen nicht mitbringen? Tatsache ist doch: Man muss in jungen Jahren mit Aktienfondssparen beginnen, um es im Alter zu einer gehörigen Portion Geld gebracht zu haben. Viele gute Fondsshops, die mit guten Discountkonditionen bei den Ausgabeaufschlägen aufwarten können, sind später - bei grösser Geldansammlung - auch in der Lage gegen einen kleinen Zusatzobulus oder zu denselben Konditionen Hilfestellung bei der Portfoliodiversifikation zu leisten. Sollten hierbei zusätzliche Gebühren anfallen(ist mir nicht bekannt), so lassen sich diese durchaus überblicken. Auch der Steuerberater hilft Ihnen dabei gerne weiter... Nix
Nixam 03.07.2008 | 12:44
Kein Problem! Eines müssen wir uns in diesem Land vor Augen führen. Solange es die Europäische Union gibt, wird sich diese auf die Fahne schreiben, niedrige Zinsen zahlen zu müssen, um Ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Das bedeutet, dass sämtliche Staatsanleihen, Bundesschaftsbriefe und andere Staatspapiere über das Zinsniveau von 2 bis 2,5 Prozent nicht kommen werden. Unter diesem Aspekt sind bei der Altersvorsorge börsentägliche Wertpapiere ein MUSS für jeden Vorsorgesparer - in welcher Form auch immer dieses praktiziert. Mit Lebensversicherungen, privaten Rentenversicherungen und anderen Billigheimern werden wir unsere Zukunft nicht gestalten können, solange die Scheidungsraten in Deutschland und auch in Europa steigend sind und die Neugeburten immer weiter sinken. Aktienfonds für den Kleinanleger sind ein MUSS bei der Altersvorsorge. Das muss jedem in diesem Forum einleuchten. Ich werde nicht müde, dies hier zu predigen, gegen jeden Pessimisten. Nix
Nixam 03.07.2008 | 12:56
Sie haben die Uni-Profi-Rente von Union-Investment als Riesterrente. Da bekommen Sie eine klare Steuerbescheinigung, die Sie doch einfach nur Ihrer Steuererklärung beifügen müssen. Auch bei den Tagesgeldkonten, von denen Sie sprechen, bekommen Sie ebenfalls klare - wenn auch fast 10-seitige Steuerbescheinigung, welche Sie schon fast ungeprüft, der Steuererklärung beilegen müssen. Die Anlage KAP brauchen Sie garnicht ausfüllen, wenn Sie das nicht können. Obwohl auch das kein Problem ist. Sie müssen nur die einzelnen Posten (derselbe Posten von allen 3 Beschieinigungen zusammenaddieren und auf eine Anlage KAP subsummieren)zusammenzählen. So schwer kann das nicht sein. Ihr Finanzamt macht das auch für Sie, wenn Sie einfach alle 3 Bescheinigungen dazulegen.
Nixam 03.07.2008 | 12:56
Sie haben die Uni-Profi-Rente von Union-Investment als Riesterrente. Da bekommen Sie eine klare Steuerbescheinigung, die Sie doch einfach nur Ihrer Steuererklärung beifügen müssen. Auch bei den Tagesgeldkonten, von denen Sie sprechen, bekommen Sie ebenfalls klare - wenn auch fast 10-seitige Steuerbescheinigung, welche Sie schon fast ungeprüft, der Steuererklärung beilegen müssen. Die Anlage KAP brauchen Sie garnicht ausfüllen, wenn Sie das nicht können. Obwohl auch das kein Problem ist. Sie müssen nur die einzelnen Posten (derselbe Posten von allen 3 Beschieinigungen zusammenaddieren und auf eine Anlage KAP subsummieren)zusammenzählen. So schwer kann das nicht sein. Ihr Finanzamt macht das auch für Sie, wenn Sie einfach alle 3 Bescheinigungen dazulegen.
Nachdenklicheram 03.07.2008 | 12:28
Aktien, Aktienfonds und alles andere was an Unternehmen irgendwie gekoppelt ist, setzen darauf, dass es den Unternehmen über einen langen Zeitraum weiterhin relativ gut gehen wird und gleichzeitig zur Auszahlung noch ein Staat in einer ähnlichen Forum wie heute bestehen wird. Meiner Meinung nach ist das nicht selbstverständlich, wenn ein heute 20 jähriger für sein Alter (50 Jahre in die Zukunft) vorsorgen will! Ich sehe eher folgende Szenarien auf den 20 Jährigen zu kommen: a) Der Staat und unsere Wirtschaft besteht weiter weitgehend unverändert wie bisher. D.h. Volksvertreter werden gewählt und Unternehmen wollen Gewinne einfahren. Renter und Beamte in Pension tragen nicht mehr direkt durch ihre Arbeitskraft zum Wachstum bei. Falls man denen die Renten/Pensionbezüge drastisch kürzt, so können sie sich nicht durch Lustlosigkeit bei der Arbeit "rächen". So wie das noch Aktive bei z.B. 80% Steuer tun könnten. Als einzige Möglichkeit bleibt eine Wahlentscheidung für extreme Rechts/Linksparteien. Was machen also die Volksvertreter von 2070? Eine ganz ganz grosse Koalition und dann alles Altersvermögen auf Minimalsatz besteuern. Es hat doch schon angefangen, ab 2009 gibt es 25 % Steuer auf praktisch alles private Anlagen. Warum denn nicht in 50 Jahren 50% oder 75% kassieren? Bis dahin haben wir einen 100% Überwachungsstaat, also ja nicht aufmucken! b) Wir machen weiter wie bisher, Unternehmen geht es gut, Arbeitnehmern immer schlechter. Liebe Leute, dann wird unser Staat die 50 Jahre niemals mehr durchhalten, und was dann kommt ist unklar. Was hat dann noch Wert? Gold, Grundbesitz, Bargeld? Das weiss keiner, Revolutionen haben es an sich, dass Vermögen eingezogen wird. Zurück zur Ausgangsfrage: Riester lohnt sich immer! Für den Staat. Denn je mehr die Leute gespart haben, desto mehr kann eingezogen werden. Das gilt in jedem System und zu allen Zeiten. Meine Empfehlungen: Man entscheide sich heute für eines der drei Modelle: 1. Sparen, aber nichts, was längere Zeit festgelegt ist. Man halte Festgeld/Tagesgeld, Anlagedauer max. ein paar Jahre. In 30-40 Jahren weiss man dann mehr und kann eine viel bessere Entscheidung treffen. Man weiss dann: - wie das Staatssystem aussieht. - ob man noch gesund ist - wie die Verhältnisse in einer vielleicht vorhandenen Familie sind. Je nach den Fakten kann man dann seine Entscheidung auf gesicherten Grundlagen treffen. Bis hin zum Auflösen von allem und Abreisen an eine andere Ecke in der Welt. 2.) Man tut überhaupt nichts und verlässt sich darauf, dass jemandem der nichts hat, auch nichts genommen werden kann. Und dass diese Gruppe der Besitzlosen so gross ist, dass man sie nicht ignorieren kann. Unterdessen lebt man in Saus und Braus weiter und hat damit wenigstens ein gutes Leben gehabt. Oder 3.) Man setzt auf Haus/Eigentumswohnung. Mit der Begründung: Wohnen muss ich ja immer, und zum Überleben wird es schon reichen. Das kann klappen, aber auch nicht. Ein "Sozialstaat" könnte sagen: "Toll, du hast schon eine Wohnung, also bekommst du eben entsprechend weniger Grundsicherung" (oder wie das dann heisst.) Ein radikaler Staat könnte meinen, dass das nette Häuschen doch besser von der Parteibonzenfamilie X bewohnt werden sollte... Das ist natürlich alles überzogen formuliert. Die Gesamtthese ist aber klar: Rechnet nicht mit denselben Verhältnissen wie heute wenn ihr alt seid! Fragt mal ein paar Alte, was sie schon erlebt haben. Kriege, Währungsreform, Kommunismus, DDR-Auflösung, da kommt was zusammen. Wie könnt ihr so vermessen sein, dass ihr glaubt, solche radikalen Änderungen würden sich nie wieder ereignen? Das ist seit 5000 Jahren so...
Knut Rassmussenam 03.07.2008 | 13:31
1. Kann kein Sparer bei den heutigen Einkommensverhältnissen genug aufwenden. 2. Die demographischen Probleme gelten auch am Kapitalmarkt. Das Argument des weltweiten Hantierens geht ins Leere, da die Unternehmen ja so etwas wie "Verbrannte Erde" betreiben - Lidl und Co gehen so weit in den Osten, dass Deutschland mal im Osten liegen wird. Moldawien ist ja schon nicht mehr billig genug. Nur wer jetzt noch gut bezahlte Arbeit hat oder Vermögen, kann dieses vermehren, einen Aufbau gibt es nicht. Und der Staat zahlt. Erst die Subventionen und Steuererleichterungen, damit der Unternehmer kommt, dann das Arbeitslosengeld, wenn der Unternehmer weiter ostwärts zieht. Alles für die Gewinnmaximierung und den Aktienkurs. Die Zinsen und Ausschüttungen, die Sie als Anleger bekommen sind nur ein Gradmesser dafür, dass andere (Arbeitnehmer oder Wirtschaftszweige) "aufs Maul bekommen" haben. Wenn Sie das nicht glauben, dann bilden Sie mal eine Wirtschaftsraum von 10 Einheiten (Bauer, Handwerker, Maurer, Rentner, Kinder, Bank!) und lassen Sie eine feste Menge Geld zirkulieren. Sie können einfach einen festen Warenbestand und Preise erfinden - Sie werden merken, dass Gewinne bei der Bank nur möglich sind, wenn das Geld "umverteilt" wird. (Damit kann man VWL-Studenten prima quälen)
Nixam 03.07.2008 | 13:46
Ihre Ausführungen imponieren mir. Jetzt muss ich aber doch mal eine Frage stellen: Was für eine Portfoliotheorie verfolgen SIE bei der Altersvorsorge? Riesterrente hatten wir schon = dürfte nicht reichen. Schuldenfreie Immobilie = auch o.k. Und was kommt bei Ihnen jetzt? Lebensversicherung? Private Rentenversicherung? Nix
Nixam 03.07.2008 | 14:36
Die von Ihnen vorgebrachten Wunschgedanken mögen sicher in der breiten Neid-Bevölkerung auf Zustimmung stossen, bringen aber in der Realität überhaupt nichts, solange sie von den Politikern in Form von Gesetzen nicht umgesetzt wurden. Somit müssen wir also doch - wie von mir vorgeschlagen - mit der Aktien und Aktienfondsanlage herumschlagen....und das alles nur, weil Sie sich hier als Moralapostel mit Warnhinweisen gegen die Aktienvorsorge gestämmt haben, jedoch keine brauchbaren Geldanlageinstrumente an die Hand geben konnten. Das ist ja eine schöne Bescherung. :-) Nix
Knut Rassmussenam 03.07.2008 | 14:19
Einwohnerversicherung mit Mindest- und Höchstrente, Wegfall der Bemessungsgrenze, Beitragspflicht auf alle Einkünfte, Schließung und EInbeziehung aller parallel existierenden Versorgungssysteme (Beamte, Kammern) --> ist ein frommer Wunsch
Maria L.am 03.07.2008 | 14:58
Hallo Knut Rasmussen, wir sollen hier zwar nicht diskutieren, aber einen Kommentar zu Ihrem statischen Wirtschaftsmodell kann ich mir nun doch nicht verkneifen: In Ihrem Beispiel dürften auch der Handwerker und der Bauer keine Gewinne machen, es dürfte überhaupt keinen wirtschaftlichen Fortschritt und kein Wirtschaftswachstum geben, wir wären dann alle noch Jäger und Sammler. Wenn der Ertrag einer Handvoll in die Erde gesäter Weizenkörner auch wieder nur eine Handvoll Weizenkörner wäre, dann wären wir schon alle längst verhungert. ;-) Weder die Warenmenge noch die Geldmenge sind statisch, sie verändern sich im Zeitablauf. Ihr Modell ignoriert die Zeit. Gruß, Maria L.
hahahaam 03.07.2008 | 16:40
unser liebster User, die "Redaktion" kann es sich einfach nicht verkneifen, bei uns nennt man dies Korinthenkackerei
Nixam 03.07.2008 | 18:56
Wenigstens einen Fürsprecher habe ich gefunden. Maria L., Sie wissen mich stets zu faszinieren. Ich danke Ihnen herzlich und wünsche Ihnen einen schönen Sommertag. Nix
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