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Experten-Antwort

Sonderzahlung zur Erhöhung der Altersrente

von MimiAugust21.04.2022 | 09:36
55 Ansichten
8 Antworten
Hallo, kann ich aus einer erhaltenen Erbschaft eine einmalige Rentensonderzahlung vornehmen. Und wie wirkt sich das auf die Höhe der Altersrente aus? Gibt es da eine Berechnungsmöglichkeit? Es geht um 10.000 € und ich habe noch 18 Jahre bis zur Altersrente. Vielen Dank für eine Antwort oder einen link zu einem entsprechenden Rechner.

1 Experten-Antwort

Experten-Antwortam 21.04.2022 | 11:20

Hallo MimiAugust,

wir schließen uns den Ausführungen von "senf-dazu" an.

Eine persönliche, auf ihre Verhältnisse zugeschnittene Beratung ist eine gute Gelegenheit über ihre verschiedenen Optionen zu sprechen.

Mit freundlichen grüßen

Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

7 Antworten

senf-dazuam 21.04.2022 | 09:50
Hallo MimiAugust! Wenn Sie Pflichtbeiträge zahlen, dann sind die Möglichkeiten eingeschränkt. Falls nicht, können Sie freiwillige Beiträge zahlen. Lassen Sie sich hierzu beraten, in welchem Umfang Ihnen Betrag (bis zu 1311,3 Euro im West und 1255,5 Euro im Osten) oder Monate (dann eher kleine Beiträge über viele Monate) helfen könnten. Falls Sie nocht nicht 45 sind (was bei den Angaben eher schwierig sein dürfte), können Sie freiwillige Beiträge für nicht bewertete Schulzeiten nachzahlen. Dazu sollten Sie auch von der DRV informiert worden sein. Falls Sie eine Scheidung inkl. Versorgungsausgleich zu Ihren Lasten hinter sich haben, können Sie diesen NAchteil mit einer Sonderzahlung wieder asugleichen. Falls das alles nicht greift, können Sie sich ausrechnen lassen, welche Abschläge Ihnen "drohen", wenn Sie mit genau 63 in Rente gehen (vorausgesetzt, die anderen Anforderungen wie Wartezeit von 35 Jahren werden dann erfüllt sein). Diesen Abschlag können Sie ebenfalls ausgleichen. Das dürften i.d.R. aber weit mehr als die besagten 10000 Euro sein. Fazit: bei der DRV beraten lassen und einmal überschlagen, was Ihnen diese Einzahlung bringen kann und bringen soll. Von einer monatlichen Steigerung der Rente um x Euro bis hin zu einem Anspruch, den Sie sonst nicht gehabt hätten.
MimiAugustam 21.04.2022 | 10:02
senf-dazu schrieb

Hallo MimiAugust!

Wenn Sie Pflichtbeiträge zahlen, dann sind die Möglichkeiten eingeschränkt. Falls nicht, können Sie freiwillige Beiträge zahlen. Lassen Sie sich hierzu beraten, in welchem Umfang Ihnen Betrag (bis zu 1311,3 Euro im West und 1255,5 Euro im Osten) oder Monate (dann eher kleine Beiträge über viele Monate) helfen könnten.

Falls Sie nocht nicht 45 sind (was bei den Angaben eher schwierig sein dürfte), können Sie freiwillige Beiträge für nicht bewertete Schulzeiten nachzahlen. Dazu sollten Sie auch von der DRV informiert worden sein.

Falls Sie eine Scheidung inkl. Versorgungsausgleich zu Ihren Lasten hinter sich haben, können Sie diesen NAchteil mit einer Sonderzahlung wieder asugleichen.

Falls das alles nicht greift, können Sie sich ausrechnen lassen, welche Abschläge Ihnen "drohen", wenn Sie mit genau 63 in Rente gehen (vorausgesetzt, die anderen Anforderungen wie Wartezeit von 35 Jahren werden dann erfüllt sein). Diesen Abschlag können Sie ebenfalls ausgleichen. Das dürften i.d.R. aber weit mehr als die besagten 10000 Euro sein.

Fazit: bei der DRV beraten lassen und einmal überschlagen, was Ihnen diese Einzahlung bringen kann und bringen soll. Von einer monatlichen Steigerung der Rente um x Euro bis hin zu einem Anspruch, den Sie sonst nicht gehabt hätten.

Ok verstanden, also geht es an einer Beratung nicht vorbei. Ich dachte das ginge einfacher und man könnte über einen Rechner feststellen, dass z.B. ca. 50,00 € mehr Rente dabei herauskommen. Dann kann man sich schon überlegen ob man dafür die Beratung in Anspruch nehmen möchte oder es bei einem kleineren Betrag lieber lässt mit der weiteren Überlegung. DANKE
Tippam 21.04.2022 | 10:18
Hallo, anbei ein Link indem Sie auch eine Summe für ihre 10000,- € genannt wird. https://www.finanzen.net/nachricht/geld-karriere-lifestyle/rente… MfG
Schadeam 21.04.2022 | 10:34
....ganz grob gesagt würden Sie mit einer Zahlung von 10.000 € die spätere Monatsrente um etwa 40 € steigern....
Petra am 21.04.2022 | 12:13
Eine Überlegung wäre es Wert das Geld in eine private Rentenversicherung zu investieren, um eventuell eine höhere Rendite zu erzielen.Auserdem spart man sich dann dort bei Fälligkeit die Beiträge zu Kranken-und Pflegeversicherung.
Berndam 21.04.2022 | 12:27
In Bezug auf private Rente empfehle ich eine Beratung bei einer Verbraucherzentrale.
Niedrigzinsam 21.04.2022 | 20:39
Petra schrieb

Eine Überlegung wäre es Wert das Geld in eine private Rentenversicherung zu investieren, um eventuell eine höhere Rendite zu erzielen.Auserdem spart man sich dann dort bei Fälligkeit die Beiträge zu Kranken-und Pflegeversicherung.

Die Kapitallebensversicherungen, also samt und sonders auch Anbieter privater Rentenversicherungen, fahren aufgrund der Niedrigzinspolitik fast alle in schwerem Fahrwasser. Bloß - in Anbetracht inflationärer Zeiten- Finger weg von diesen Produkten.
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