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Experten-Antwort

Umschulung aufgrund einer Krebserkrankung

von Grünewald27.03.2016 | 07:14
2196 Ansichten
7 Antworten

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Hallo, ich bin letztes Jahr an Brustkrebs erkrankt, Brustamputation, Lympfknotenbefall, 90% Schwerbehinderung und befinde mich aktuell in der Reha. Ich bin Sozialarbeiterin und durch meinen Beruf sehr belastet. Das ging mir schon vor meiner Erkrankung so. Ich arbeite sozialversicherungspflichtig unter 10 Jahre in diesem Beruf. Ich tendiere dazu, eine Umschulung zu machen, wie kann ich das angehen. Und habe ich eine Chance?

1 Experten-Antwort

Experten-Antwortam 29.03.2016 | 09:07

Hallo Grünwald,

die einschlägigen Fundstellenangaben hat Ihnen W*lfgang bereits benannt. Danke dafür.

Für eine individuell konkrete Einschätzung Ihrer pers. Situation und den daraus resultierenden Möglichkeiten bietet dieses Forum leider keinen Raum.

Tipp:

Versuchen Sie einen Gesprächtermin mit Ihrem Rehafachberatungsdienst der Rentenversicherung abzustimmen. Eine Vorgespräch zu Ihren Vorstellungen und dem, was die Rentenversicherung anbieten kann, ist mitunter sehr informativ und produktiv.

6 Antworten

W*lfgangam 27.03.2016 | 10:33
Zitat von Grünewald anzeigen
Hallo Grünewald, der 1. Schritt wäre sicher, in der nächsten Beratungsstelle DRV einen Reha-Berater aufzusuchen. Sie können sich natürlich gleich ins Antragsverfahren stürzen: allgemeine Infos: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_… Vordrucke: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Bund/de/Inhalt/5_Servi… Über Ihre Chancen zu spekulieren wäre _hier_ sicher der ungeeignetste Ort. Soviel sei gesagt, das Reha-Buget ist am Jahresanfang noch nicht verbraucht – daran wird es nicht scheitern ;-) Gruß w.
Grünewaldam 27.03.2016 | 13:05
Danke ersteinmal! Aber ist der Rententräger denn auch zuständig für mich? Da ich unter 10 Jahren arbeite?
Grünewaldam 27.03.2016 | 23:03
Ich arbeite im ambulanten betreuten Wohnen, Suchtbereich. Da packt man viel mit an, bereitet Umzüge mit vor, kauft mit ein, hilft Wohnungen zu verschönern, das kann ich mit meinem Arm nicht mehr. Dann ist es so, dass mich seit einigen Jahren der Job mental sehr belastet. Die Klienten nehmen einen bedingungslos in Anspruch. Hinzu kommt, dass ich teilweise in Haushalten sitze, wo viel geraucht wird. Mir ist das permanente sich drum kümmern, was die Bedürfnisse der anderen angeht, zuviel. Ich würde eine Umschulung für den Bürobereich andenken.
KSCam 27.03.2016 | 20:46
Und was ist Ihr Umschulungsziel, der angestrebte Berufswunsch? Ich frage deshalb weil der Sozialarbeiter ein dermaßen breitgefächertes Aufgabenspektrum umfasst, dass es sich mir auf Anhieb nicht erschließt, dass man wegen der Folgen von Brustkrebs zwar arbeiten kann, die Belastungen einer Umschulung schaffen kann, aber nicht im weiten Tätigkeitsfeld der sozialen Arbeit tätig werden kann. Versuchen können Sie natürlich immer eine Umschulung zu bekommen, falls die DRV nicht zuständig wäre läge die Zuständigkeit bei der Agentur für Arbeit.
Gabi Brückneram 28.03.2016 | 13:48
Das kann ich verstehen..... im Suchtbereich als Sozialarbeiter tätig zu sein erfordert viel Energie,Geduld und Verständnis für die Kranken. Ich war auch in dieser Situation als Fachkrankenschwester. Ich liebte meine Berufung bis ich Krebs bekam, dann nach Chemo Bestrahlung,AHB, Reha...wieder volle Pulle weitergearbeitet bis ich dann nur noch auf Kosten meiner Gesundheit gearbeitet habe. 2009 auf Teilzeit gegangen, jetzt bin ich so chron. krank, das bei der letzten Rehamaßnahme das Leistungsvermögen auf unter 3 Std. festgestellt wurde. Ohne wenn und aber kam dann nach EM Rentenantrag die EM Rente. Dennoch,ich möchte Ihnen den Mut zusprechen ihren Beruf weiter auszuüben. Sozialarbeiter mit Erfahrung werden überall gesucht. Es gibt wunderbare Tätigkeitsfelder als Sozialarbeiter. Z.B bei der Lebenshilfe, Tageskliniken für psychisch Kranke. Dort würden sie um einiges weniger psych. Streß haben. Im Suchtbereich als Sozialarbeiter, Krankenschwester, Arzt u.s.w zu arbeiten ist mit das schwierigste Feld. Ich habe 20 Jahre im Suchtbereich gearbeitet . Die letzten drei Jahre dann in einer großen Klinik mit Forschungsauftrag. Das war sehr spannend, hat mich aber auch sehr viel Kraft gekostet.... Ob sie in einem Büro zufriedener sein werden? wo sie viel Umgang mit Menschen haben? Erfolgserlebnisse gibt im Büro wohl eher nicht so sehr. Wie auch immer. Sie haben einen der schönsten Berufe. Wenn ich vor 30 Jahren mutiger gewesen wäre hätte ich das Studium zur Sozialarbeit auch gemacht. Ich drücke ihnen die Dauem das sie bald wieder Licht im Dunkel ihres Berufes sehen und wünsche ihnen alles Gute ,vor allem baldige GESUNDHEIT. LG Gabi Brückner
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