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Experten-Antwort

Umschulung LTA

von InfoSuchend05.11.2025 | 15:29
234 Ansichten
7 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Hallo zusammen, ich stehe aktuell vor einer Herausforderung bezüglich meiner LTA, die über die DRV finanziert wird. Meine Eckdaten: • Gewünschter Beruf: Kauffrau für Marketingkommunikation (IHK-Umschulung). • DRV-Anforderung: Es wird ausschließlich reiner Präsenzunterricht finanziert, da es sich um eine Reha-Maßnahme handelt (Betreuung, Struktur, etc.). • Problem 1 (Präsenzangebote): Der von der DRV vorgeschlagene Bildungsträger hat eine Anfahrtszeit von bis zu 3,5 Stunden pro Tag, was für mich gesundheitlich und zeitlich unzumutbar ist. Eine auswärtige Unterbringung (z. B. Internat) kommt für mich nicht infrage. • Problem 2 (Mangel an Alternativen): Im gewünschten, zumutbaren Umkreis finde ich kaum zertifizierte Bildungsträger, die die Umschulung zur Kauffrau für Marketingkommunikation in reiner Präsenzform und mit zumutbarer Fahrzeit anbieten. Viele sind auf andere kaufmännische Berufe spezialisiert oder bieten nur virtuellen Unterricht an, der von der DRV regulär abgelehnt wird. Meine Fragen an die Community: 1. Erfahrungen mit DRV und Online-Umschulung: Hat jemand Erfahrung damit, dass die DRV trotz der strengen Präsenz-Vorgabe in Ausnahmefällen eine Online Umschulung genehmigt hat, weil in der Region kein zumutbares Präsenzangebot verfügbar war? Wie wurde dies begründet/erreicht (z.B. durch ein besonders strukturiertes Reha-Konzept des Online-Anbieters)? 2. Kenntnis von Präsenz-Trägern: Sind euch in Deutschland (gerne in größeren Metropolregionen, aber allgemeine Hinweise sind auch hilfreich) zertifizierte Bildungsträger bekannt (AZAV), die die Umschulung zur Kauffrau für Marketingkommunikation tatsächlich als reinen Präsenzunterricht mit zumutbarer Anfahrtszeit anbieten? 3. Argumentation bei Unzumutbarkeit: Welche Argumente habt ihr der DRV erfolgreich präsentiert, um die Unzumutbarkeit der Fahrzeit bei Beibehaltung des Wunschberufs durchzusetzen? Ich möchte meinen Wunschberuf unbedingt erlernen und suche nach Wegen, dies unter gesundheitlich tragbaren Bedingungen zu tun. Für jeden Tipp oder Kontakt wäre ich sehr dankbar!

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Guten Morgen,

 

wir empfehlen, alle Bedenken und Möglichkeiten mit Ihrem zuständigen Reha-Fachberater zu besprechen. 

 

Nur so erhalten Sie verbindliche Aussagen und können alle Ihre Bedenken vorbringen und gemeinsam nach einer Lösung suchen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam

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6 Antworten

Nachdenkenam 05.11.2025 | 15:40
Wenn Sie Ihren Wunschberuf unbedingt erlenen wollen, dann sollten Sie auch bereits sein, dafür ggf. Opfer zu bringen (zum Beispiel auswärtige Unterbringung oder lange Fahrzeiten). Und wenn Sie diesen Beruf dann erlernt haben , für den es vermutlich nicht gerade überall dringenden Bedarf gibt (auch angesichts des massiv zunehmenden KI-Einsatzes), und weiterhin örtlich stark gebunden sind, dann könnte dass auch ein direkter Weg in die Dauer-Arbeitslosigkeit sein. Aber nur zu, Ihre Entscheidungen.
Einiges unklaram 05.11.2025 | 15:47
Wenn Sie selber nicht wissen, warum lange Fahrzeiten für Sie unzumutbar sind, dann kann es nicht so weit her sein mit der "Unzumutbarkeit". Wieso sollen völlig Fremde Ihnen sagen, was für Sie warum unzumutbar ist? Gleiches gilt für die externe Unterbringung. Und wenn Sie gegenüber der DRV argumetieren mit Argumenten von anderen, die für Sie gar nicht zutreffen, hat das sowieso keinen Sinn. Es liegt also ganz alleine an Ihnen, hier im Rahmen Ihrer Mitwirkungspflicht auch mit Komprissbereitschaft eine Lösung zu finden. Für die Beragszahler ist Ihre LTA übrigens eine durchaus teuere Angelegenheit. Strengen Sie sich also bitte an.
InfoSuchendam 05.11.2025 | 16:04
Zitat von Einiges unklar anzeigen
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ihre Annahme, ich wüsste selbst nicht, warum die Fahrzeiten unzumutbar sind, trifft nicht zu. Die Unzumutbarkeit der Fahrzeit ist ärztlich begründet und liegt der DRV selbstverständlich vor. Dies ist der zentrale und individuelle Grund, warum der vorgeschlagene Präsenzort für mich keine Option ist. Meine Fragen hier zielen darauf ab, im Rahmen meiner Mitwirkungspflicht eine zugelassene und zumutbare Alternative zu finden, die den Anforderungen der DRV entspricht. Da diese Alternativen rar sind, suche ich nach Erfahrungen von anderen, wie sie die DRV von der Notwendigkeit einer Ausnahmeregelung (z.B. Online-Umschulung) überzeugen konnten, wenn keine zumutbaren Präsenzangebote verfügbar sind. Es geht nicht darum, fremde Argumente zu nutzen, sondern mögliche Lösungswege zu identifizieren, die dann mit meinen individuellen Nachweisen untermauert werden.
InfoSuchend am 05.11.2025 | 16:12
Zitat von Einiges unklar anzeigen
Vielen Dank für die ehrliche Einschätzung und den Hinweis auf die notwendige "Opferbereitschaft". Ich verstehe diesen Punkt grundsätzlich, möchte aber einige Details zu meiner Situation ergänzen, die meine Bedenken untermauern. Zum Thema "Opfer" und Dauer • Die Umschulung zur Kauffrau für Marketingkommunikation dauert in der Regel zwei volle Jahre. • Eine tägliche Fahrzeit von 3 Stunden summiert sich über diesen Zeitraum auf eine massive zusätzliche Belastung. Über 24 Monate hinweg wären das hochgerechnet über 1.400 zusätzliche Stunden im öffentlichen Nahverkehr neben der Vollzeit Umschulung und den hausinternen Lernzeiten. • Diese Belastung ist aus gesundheitlichen Gründen (die der DRV bekannt sind) nicht tragbar und würde den Reha-Erfolg massiv gefährden. Das Ziel der LTA ist die nachhaltige Eingliederung, nicht die kurzfristige Erschöpfung. Zur "Auswärtigen Unterbringung" • Ich hatte bereits erwähnt, dass eine auswärtige Unterbringung (Internat oder Ähnliches) für mich aus persönlichen und familiären Gründen keine Option darstellt. Dies ist ein wichtiger Faktor für die Stabilität während der Reha-Maßnahme. Zum Thema "Berufswahl und KI-Einsatz" • Ich bin mir des zunehmenden Einsatzes von KI im Marketing bewusst. Allerdings ist Marketingkommunikation ein kreativer und strategischer Beruf, bei dem der Faktor Mensch (Konzeption, Analyse, Kundenbeziehung) weiterhin entscheidend ist. • Die DRV hat diesen Beruf als geeignet für meine gesundheitliche Situation und meinen Arbeitsmarkt befunden. Meine Priorität ist es daher, diesen als geeignet eingestuften Beruf unter zumutbaren Rahmenbedingungen zu erlernen. Meine Suche zielt darauf ab, einen zugelassenen Weg zu finden, der sowohl den DRV-Anforderungen als auch meiner zumutbaren Belastungsgrenze entspricht. Entweder über ein näher gelegenes Präsenzangebot oder über eine genehmigte Ausnahme für ein strukturiertes Online Format. Für konstruktive Hinweise zu Bildungsträgern oder Argumentationshilfen bin ich weiterhin dankbar.
LTAam 05.11.2025 | 19:35
Für all Ihre Fragen gibt es nach Bewilligung einer LTA einen Ihnen zugewiesenen Rehafachberater. Ein anonymes Forum ist da ein ungeeignetes Mittel.
Locker bleibenam 05.11.2025 | 19:48
Zitat von InfoSuchend anzeigen
InfoSuchend schrieb

Vielen Dank für die ehrliche Einschätzung und den Hinweis auf die notwendige "Opferbereitschaft". Ich verstehe diesen Punkt grundsätzlich, möchte aber einige Details zu meiner Situation ergänzen, die meine Bedenken untermauern.

Zum Thema "Opfer" und Dauer

• Die Umschulung zur Kauffrau für Marketingkommunikation dauert in der Regel zwei volle Jahre.

• Eine tägliche Fahrzeit von 3 Stunden summiert sich über diesen Zeitraum auf eine massive zusätzliche Belastung. Über 24 Monate hinweg wären das hochgerechnet über 1.400 zusätzliche Stunden im öffentlichen Nahverkehr neben der Vollzeit Umschulung und den hausinternen Lernzeiten.

• Diese Belastung ist aus gesundheitlichen Gründen (die der DRV bekannt sind) nicht tragbar und würde den Reha-Erfolg massiv gefährden. Das Ziel der LTA ist die nachhaltige Eingliederung, nicht die kurzfristige Erschöpfung.

Zur "Auswärtigen Unterbringung"

• Ich hatte bereits erwähnt, dass eine auswärtige Unterbringung (Internat oder Ähnliches) für mich aus persönlichen und familiären Gründen keine Option darstellt. Dies ist ein wichtiger Faktor für die Stabilität während der Reha-Maßnahme.

Zum Thema "Berufswahl und KI-Einsatz"

• Ich bin mir des zunehmenden Einsatzes von KI im Marketing bewusst. Allerdings ist Marketingkommunikation ein kreativer und strategischer Beruf, bei dem der Faktor Mensch (Konzeption, Analyse, Kundenbeziehung) weiterhin entscheidend ist.

• Die DRV hat diesen Beruf als geeignet für meine gesundheitliche Situation und meinen Arbeitsmarkt befunden. Meine Priorität ist es daher, diesen als geeignet eingestuften Beruf unter zumutbaren Rahmenbedingungen zu erlernen.

Meine Suche zielt darauf ab, einen zugelassenen Weg zu finden, der sowohl den DRV-Anforderungen als auch meiner zumutbaren Belastungsgrenze entspricht. Entweder über ein näher gelegenes Präsenzangebot oder über eine genehmigte Ausnahme für ein strukturiertes Online Format.

Für konstruktive Hinweise zu Bildungsträgern oder Argumentationshilfen bin ich weiterhin dankbar.

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