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Experten-Antwort

Unbefristete Rente wegen Parkinson und Diebetes soll erneut geprüft werden

von Krümel23.07.2022 | 15:05
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21 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Guten Tag, Ich habe hier viel gelesen. Nun zu unserem Problem : Mein Mann hat seit 2016 die Diagnose Parkinson und seit 2007 ein Diabetes, 2013 gesellte sich noch eine Borreliose hinzu. Die Parkinson hat sich in den letzten zwei Jahren sehr stark verschlechtert, sein Diabetes war auch lange Zeit sehr schlecht. Diese hat sich aufgrund neuer, Medikamente etwas verbessert. Die Parkinson hingegen natürlich nicht. Mittlerweile ist er vier Mal neu eingestellt worden und es wird trotzdem schlimmer. Aufgrund der ganzen Erkrankungen, hat mein Mann vor zwei Jahren seine Arbeit verloren mit 61 Jahren. Da mit der Parkinson aber mittlerweile andere Begleiterscheinungen aufgetaucht sind (Inkontinenz, Depressionen, Schwindel, Schlafattacken) Wurde eine Pflegestufe beantragt und sogar mit 3 bewertet. Grad der Behinderung 50 Prozent. Darauf hin bekam er dann auch recht schnell die unbefristet Erwerbsminderungsrente mit 62 Jahren. Nun soll er plötzlich überprüft werden bei einem Arzt. Dieser Arzt ist jedoch nur Innere Medizin. Eigentlich müsste ja ein Neurologe das machen. Wir verstehen gerade die Welt nicht mehr. Kann mich hier vielleicht jemand aufklären? Vielen Dank. Mit freundlichen Grüßen Krümel

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo Krümel,

wie von den anderen Usern bereits ausgeführt, kann grundsätzlich auch bei einer auf Dauer gewährten Rente wegen voller Erwerbsminderung eine Überprüfung durchgeführt werden.

Die Frage, warum dies in Ihrem konkreten Einzelfall geschieht, kann hier im Forum nicht beantwortet werden. Dazu kann Ihnen nur die zuständige Sachbearbeitung Auskunft geben.

Dass der Rentenversicherungsträger ein Schreiben des Sie vertretenden VdK nach zwei Wochen noch nicht beantwortet hat, ist nicht ungewöhnlich. Die vorgetragenen Einwände müssen zunächst wieder vom sozialmedizinischen Dienst geprüft werden, bevor eine weiterführende Entscheidung getroffen werden kann.

Selbst wenn die Begutachtung stattfinden sollte, und selbst wenn der Gutachter als Internist vielleicht nicht optimal geeignet ist, um die Schwere der Parkinson-Erkrankung zu beurteilen, so muss der Gutachter dennoch den gesundheitlichen Gesamtzustand beurteilen, und nicht nur die Einschränkungen auf seinem Fachgebiet. Darüber hinaus bedeutet eine Begutachtung ja nicht zwangsläufig ein für Sie negatives Ergebnis.

Daher können Sie (und auch der VdK) derzeit nichts weiter tun, als das weitere Vorgehen des Rentenversicherungsträgers abzuwarten.

Da dieses Forum nicht dazu geeignet ist, um Ihnen in Ihrer konkreten Situation wirklich weiterzuhelfen, wird dieser Thread geschlossen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

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20 Antworten

Janaam 23.07.2022 | 15:21
Eine Überprüfung kann jederzeit stattfinden. Die Wahl des Gutachters obliegt der DRV. Widerspruch dagegen ist möglich. Aber vielleicht ist er ja trotzdem ein guter Gutachter je nach Fragestellung.
Madam 23.07.2022 | 15:32
Hat er wirklich einen Gutachertermin.....mit 62.....wann würde er den regulär Altersrente bekommen! Was für ein Schreiben ist da den gekommen und von welcher Rentenkasse.....hört sich irgenwie nach WE Troll an sorry....
Abschlägeam 23.07.2022 | 15:36
Hallo Krümel, auch bei einer befristeten EM-Rente kann jederzeit eine Überprüfung stattfinden. Aber machen Sie sich nun nicht unnötig Gedanken darüber, aus welchem Fachbereich der begutachtende Arzt kommt, er ist als Gutachter der DRV zugelassen (sonst kann er von der DRV nicht beauftragt werden) und das hat dann schon seine Richtigkeit. Im Zweifelsfall können Sie dann später gegen sein Gutachten vorgehen. Was aber vermutlich ohnehin nicht notwendig werden wird, da nicht nur sein Gutachten herangezogen wird, sondern auch andere ärztliche Befunde, die seit der damaligen Bewilligung 'neu' hinzugekommen sind, auch. Und alternativ hätte Ihr Mann mit einem GdB>=50, 35 Beitragsjahren und dem notwendigen Alter Anspruch auf eine Rente für Schwerbehinderte. Ab welchem Datum genau, können Sie mit diesem Rechner sofort feststellen (geht vielleicht schneller, als wenn Sie alte Unterlagen raussuchen, wo das auch irgendwo steht) https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Online-Dienste… Und diese wäre aufgrund des Bestandschutzes nicht geringer als die davor bezogene EM-Rente. Und wenn 'umgewandelt' (EM-Rente in SB-Rente) wird, wird dennoch auch der erst für 2024 vorgesehene Zuschlag für 'EM-Bestandsrentner' auch für Ihren Mann berücksichtigt. Also lassen Sie den Arzt einfach seine Arbeit machen und warten Sie einfach das Ergebnis ab. Ein schönes Wochenende und alles Gute!
KSCam 23.07.2022 | 15:40
Nach Ihren Formulierungen geht es um einen bereits 63 Jahre alten Kunden. Sofern dieser in seinem bisherigen Versicherungsleben auf 35 Jahre kommt, gibt es doch überhaupt keinen Grund sich aufzuregen oder Sorgen zu machen. Lesen Sie das in der letzten Rentenauskunft vor der EM Bewilligung nach. Einfach Altersrente beantragen und dann hätte sich die Frage EM ja oder nein erledigt. Geringer werden kann der Geldbetrag eigentlich auch nicht, höchstens mal in einem SuperSonderAusnahmefall im Zusammenspiel mit der Grundrente. Alles dürfte gut werden.
Madam 23.07.2022 | 15:42
Zitat von Abschläge anzeigen
Sie haben schon gelesen was da steht? Darauf hin bekam er dann auch recht schnell die unbefristet Erwerbsminderungsrente mit 62 Jahren. Also was schliesst man daraus....
Abschlägeam 23.07.2022 | 15:45
ja, habe alles gelesen und dennoch versehentlich 'befristet' geschrieben. Wie frevelhaft von mir. Ich bitte demütigst um Entschuldigung!
Madam 23.07.2022 | 15:52
Warum..ironie off...für mich klingt die Geschichte einfach nicht glaubwürdig....und wie gesagt unbefristet mit 62 und....bei den Erkankungen....
Abschlägeam 23.07.2022 | 16:06
Es bleibt natürlich Ihnen überlassen, ob Sie etwas für glaubwürdig halten. Wesentlich öfter sind es aber Fragen von Personen, die sich einfach nicht auskennen. Denen dann 'Trollentum' zu unterstellen werde jedenfalls ich mir nicht anzumaßen.
Madam 23.07.2022 | 16:19
Richtig! Aber da wäre man bei einem Sozialverband z.B. VdK wesentlich besser auggehoben als hier! Zumal ja bis jetzt noch keinerlei Rückmeldung des Fragenden kam.....aber der Tip vo KSC mit reguläre Rente zu beantragen ...wenn die Voraussetzungen stimmen ja auch die einfachste Lösung ist! In diesem Sinne...schönen Tach noch!
Krümel am 23.07.2022 | 16:25
Also erstens ist es kein Scherz. Deshalb wende ich mich auch hier an das Forum, Mad. Der Rentenversicherungsträger ist Bund Berlin. Zweitens mein Mann hat nur 33 Jahre in die Rente eingezahlt. Er war i und in den 80 igern selbstständig und damals wusste er nicht, dass man trotzdem einzahlen kann. Er hat nun mal die Parkinson und jeder weiß, dass diese nicht mehr besser wird. Also verstehe ich nicht, warum erst sofort unbefristet bis Eintritt Regelaltersrente und jetzt sowas. Denn dem Bund Berlin liegen alles Arzt Berichte, Diagnostiken und der Pflegeeinstufungsbericht vor. Und ich denke, dass eher ein Neurologe das beurteilen sollte. Mein Onkel ist selber Arzt in einer Klinik und für Innere Medizin und Geriatrie zuständig. Auch er fand das schon etwas zweifelhaft.
....am 23.07.2022 | 16:34
Gutachtertermin nach unbefristeter voller EM-Rente ? https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/archiv/detail/gutacht…
Krümelam 23.07.2022 | 16:28
Mad Der VdK ist seit Wochen schon eingeschaltet. Aber, so wie ich das auch schon von anderen jetzt mitbekommen habe, tollen die sich. Wir sind seit 2019 Mitglied da. Da kommt nichts. Sonst würde ich ja hier nicht schreiben
Abschlägeam 23.07.2022 | 16:40
Die Zeiten, die es jetzt schon EM-Rente gibt, zählen mit für die 35 Beitragsjahre. Hier wäre also evtl. nochmal genaues 'Nachrechnen' angebracht. Und ja, der VdK ist nicht in allen Fällen hilfreich und vor allem auch am Wochenende NIE verfügbar :-) Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken!!! Die DRV müsste dennoch begründen, weshalb Sie die unbefristete EM-Rente nun wieder entziehen will. Und mit dem Mediziner in der Familie haben Sie ja bestmögliche Unterstützung, jedwelches Gutachten auseinanderrupfen zu lassen, so es denn dazu kommen sollte.
Krümelam 23.07.2022 | 16:54
Der VdK hat angeblich vor zwei Wochen den RV Bund Berlin angeschrieben. Bisher keine Antwort erhalten. Nur eine Info, das wir jetzt zu einem anderen Arzt nach Neu Münster müssen anstatt Hamburg. Beides innere. Aber die Diabetes ist ja nicht das ausschlaggebende Problem. Damit kann man ja normalerweise auch bei guter Einstellung bis zur Rente arbeiten gehen. Es ist die Parkinson. Mein Mann kann weder richtig Auto fahren, noch arbeiten. Er ist definitiv durch. Viele Freunde und Familienmitglieder, die man nicht so oft sieht, sind erschrocken, wie sich die Parkinson seit zwei Jahren massiv verändert. Bzw. Meinen Mann.
Krümelam 23.07.2022 | 17:04
Der VdK hat angeblich vor zwei Wochen den RV Bund Berlin angeschrieben. Bisher keine Antwort erhalten. Nur eine Info, das wir jetzt zu einem anderen Arzt nach Neu Münster müssen anstatt Hamburg. Beides innere. Aber die Diabetes ist ja nicht das ausschlaggebende Problem. Damit kann man ja normalerweise auch bei guter Einstellung bis zur Rente arbeiten gehen. Es ist die Parkinson. Mein Mann kann weder richtig Auto fahren, noch arbeiten. Er ist definitiv durch. Viele Freunde und Familienmitglieder, die man nicht so oft sieht, sind erschrocken, wie sich die Parkinson seit zwei Jahren massiv verändert. Bzw. Meinen Mann.
Krümelam 23.07.2022 | 17:09
Es wäre sehr hilfreich und freundlich, wenn man hier mal sachlich und freundlich darüber diskutieren kann. Ständige Anfeindungen finde ich ziemlich daneben, vor allem, weil Wir alle schon angeschlagen sind. Wir möchten nur gerne verstehen, warum. Danke
Ein Forum kann nicht alles klärenam 23.07.2022 | 17:11
Schildern Sie Ihre (besser die Situation Ihres Mannes) dem zuständigen Rententräger und warten die Reaktion ab. Was hier im Forum gesagt oder auch nicht gesagt wird, hilft Ihrem Mann doch nicht. Soviel Einsicht müssten Sie doch haben.
KSCam 23.07.2022 | 17:22
Auch ich rate dazu diesen Thread zu beenden weil alles dazu gesagt ist. Einen Sozialverband haben Sie, ob die dortigen Mitarbeiter was taugen weiß hier niemand (und wenn die vor 2 Wochen nach Berlin geschrieben haben, wundert sich kein Forist, dass Heute noch keine Antwort da ist, grins. Dass es das gute Recht des Staates ist eine Rente zu prüfen ist unbestritten, warum das in Ihrem Einzelfall getan wird, wissen wir alle nicht. Altersrente geht nicht wegen der fehlenden 35 Jahre. Was bei der Überprüfung letztlich rauskommt, bleibt abzuwarten. Wollte die DRV die unbefristete Rente entziehen wollen, müsste das zunächst in einer Anhörung geschrieben und begründet werden - auch das ist Zukunftsmusik. Wenn es so käme, wissen Sie mehr. Und was Ihre Freunde dazu sagen ist ebenfalls nicht relevant; sollten die Fachmediziner sein werden die Ihnen sicherlich konkret mit fachlichen Begründungen helfen wenn eine Anhörung auf dem Tisch liegen sollte. Schönen Abend!
Madam 23.07.2022 | 17:30
Danke für Ihre Rückantwort! Aber hier in diesem Forum bekommen Sie eben bestenfalls allgemeine Tips....vielleicht bekommen Sie noch am Montag von einem Experten mitgeteilt was Sie sonst noch tun können....! Jeder Fall ist eben wieder anders-----nur das DRV Bund Ihrem Mann in diesem Alter und bei diesen Erkrankungen einen sogenannten Gutachter ohne fachliche Kompentenz....auf den Hals schickt ist schlicht eine Frechheit! Der Vdk kann Sie in jedem Fall rechtlich gegenüber dem Rentenbund vertreten.... und dies ist eben im Mitgliedsbeitrag enthalten....Sie können nur abwarten...und eben dem VdK druck machen und wie oben geschrieben mal beim Rententräger direkt nachfragen was das den soll....und eine unbefristete Rente wieder aufzuheben....dafür müssen wirklich gute Gründe vorgelegt werden....die es wohl kaum gibt! Ich wünsche Ihnen viel Glück und alles Gute! Mad
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