Hallo Anya,
da ich 'vermute', dass Sie auch die 'Anya' aus dem heutigen Beitrag von 'EMR' sind.
Es ist natürlich unschön, wenn der Arbeitsplatz nun 'weg' ist, anderseits von AG-Seite ja auch verständlich, da er bei einer 'unbefristeten' EM-Rente nicht davon ausgehen kann, dass Sie seinem Unternehmen wieder (und zeitnah) zur Verfügung stehen.
Andererseits sind Sie mit (jetzt) 36 noch jung genug, sich nun also erst einmal um Ihre Gesundung inkl. der notwendigen OP's zu kümmern, was ja laut Ihren Ärzten erfolgsversprechend ist, aber letztendlich auch vorgehen sollte. Denn was nützt Ihnen ein Arbeitsplatz 'auf dem Papier', wenn Sie dort doch noch länger (als erhofft/gewünscht) nicht antreten können.
Stattdessen haben Sie nun aufgrund der langen Zurechnungszeit doch eine wohl relativ akzeptable EM-Rente und somit erst einmal eine finanzielle Grundlage, die ein paar zusätzliche Kopfschmerzen ersparen sollte.
Wenn es Ihnen dann tatsächlich (ich wünsche Ihnen, dass es nicht soo lange dauert) dann wieder arbeiten könnten, gibt es relativ viele Optionen, die Ihnen gerade in Ihrem Alter noch offen stehen und die ggfs. dann auch z.B. durch die DRV unterstützt werden würden, damit Sie dann den Wiedereinstieg in das Erwerbsleben, ggfs. auch schrittweise, wieder vollziehen können. Und wenn Sie weiterhin ein gutes Verhältnis zu Ihrem Arbeitgeber haben, wäre er dann wohl der erste Ansprechpartner, aber es gibt auch noch andere... Wenn das dann also ernsthaft weil realisierbar ansteht, sollten Sie sich um die Möglichkeiten einer LTA (Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben) kümmern, die letztendlich auch eine 'berufliche Rehabilitation' ist.
Aber vorrangig sollten Sie sich nun erst einmal darum kümmern, dass die Gesundung bei Ihnen wie gewünscht vorangeht. Bedenken Sie dabei auch die Möglichkeiten weiterer finanzieller Unterstützungen durch z.B. Wohngeldzuschuss, oder auch die Beantragung eines GdB, der dann zumindest steuerliche Vorteile bringt. Vielleicht benötigen Sie auch - wenn auch nur vorübergehend - Unterstützung bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben, da wäre dann Kranken-/Pflegekasse Ihr Ansprechpartner. Zögern Sie nicht, auch dort die Möglichkeiten abzuklären, auch wenn Sie meinen sollten 'ich bin doch kein Pflegefall'.
Und wenn es Ihnen dann wieder besser geht, dann starten Sie wieder durch, aber erst einmal ist Ihre Gesundheit dran!!
Alles Gute!