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USA-Finanzkrise und die Auswirkungen auf die staatlich geförderte Altersvorsorge

von Amadé09.04.2008 | 08:58
1798 Ansichten
11 Antworten
An Redaktion: Auf dieser Seite wird mit enormen Aufwand für die staatlich geförderte Altersvorsorge geworben. Dieses Produkte werden in der Regel von Versicherungskonzernen und den mit diesen eng verwobenen Banken offeriert. Die vermeintliche garantierte Sicherheit dieser Anlageformen wird auch von Ihnen gebetsmühlenartig gleich einer Monstranz vor sich hergetragen. Mit Ihrem vehementen Eintreten für diese Form der Vorsorge haben Sie jedoch auch Verantwortung übernommen. Sind die abgegebenen Garantien wirklich so sicher? Oder ist zu erwarten, dass auch diverse mit staatlichen Zertifikaten geadelte Anbieter im Rahmen der Finanzkrise samt der abgegebenen Garantien den Bach runter gehen? Auf den folgenden Artikel wird insoweit hingewiesen: http://www.handelsblatt.com/News/printpage.aspx?_p=203906&_t… Sie haben ganz andere Recherche-Möglichkeiten denn ich als Privatmann. Auch bin ich kein Betriebswirt oder Volkswirtschaftler. Werden Sie der Angelegenheit nachgehen und die Leserschaft netterweise "unverblümt" informieren? Vielen Dank Ihr Amadé

1 Experten-Antwort

Moderatoren-Antwortam 09.04.2008 | 13:52

Hallo Amadé,

die international Finanzkrise kann letztlich natürlich auf alle Produkte des Finanzmarktes zurückschlagen. Je nach Anlageform drohen erhebliche Renditeeinbußen oder sogar der Verlust des eingesetzten Kapitals.

Für die staatlich geförderte Altersvorsorge bestehen solche Risiken aber nur eingeschränkt. Denn der Gesetzgeber hat vorgeschrieben, dass nur solche Produkte staatlich gefördert werden, die ein Mindestmaß an Anlagesicherheit bieten. So müssen bei der Riester-Rente (Fonds) zum Beispiel zu Beginn der Auszahlungsphase mindestens die eingezahlten Beiträge und Zulagen zur Verfügung stehen. Bei den geförderten Formen der betrieblichen Altersvorsorge gelten ähnliche Regelungen. Die Anbieter müssen die Verträge zum Beispiel über Zahlungen an den Pensionssicherungsverein absichern.

Wir greifen Ihre Anregung aber gern auf und werden uns in den kommenden Wochen ausführlicher mit dem Thema Finanzkrise, Anlagesicherheit und Altersvorsorge auseinandersetzen.

Noch eine Bemerkung zum Schluss: Wir machen keine Werbung für die zusätzliche Altersvorsorge. Wir berichten lediglich über die bestehenden Möglichkeiten - das auch durchaus kritisch und mit Hinweisen auf bestehende Anlagerisiken.

Beste Grüße

Ihre Redaktion

10 Antworten

pro-fess-oram 09.04.2008 | 10:52
Hallo Amade, ich freue mich über die Finanzkrise, weil ich glaube, dass Heuschrecken wie Blackstone (Firma aufkaufen, Firma zwingen Kredite aufzunehmen und "Gewinne" an Investoren ausschütten, anschließend Firma wieder verschleudern) in Zukunft Schwierigkeiten haben werden, an Finanzmittel zu kommen! Dies wird ein Ergebnis dieser Krise sein, und so hat jede Krise Ihr Gutes!!
Studöseam 09.04.2008 | 12:35
Ist es nicht so, dass die Private-Equitys vom Staat selbst "gezeugt" wurden, durch Verschärfung der Kreditvoraussetzungen, unter denen die Banken Kredite vergeben an Jungunternehmen geben dürfen und ist nicht dadurch erst dem Privatanleger die Möglichkeit gegeben worden, in sogenannte Private-Equity-Funds zu investieren, so dass letztendlich mehr oder weniger Gross- oder Kleinanleger "die Zeche" durch Ihre Private-Equity-Beteiligung (geschlossene Fonds) zahlen? Ich meine: Wir sitzen doch alle in einem Boot.
Falsches Forumam 09.04.2008 | 13:35
Dies ist ein Forum der gesetzlichen Rentenversicherung.
Amadéam 09.04.2008 | 13:42
Hoffentlich doch das richtige Forum!?
Studöseam 09.04.2008 | 14:01
Das Thema ist hier schon richtig platziert. Das Problem ist doch: Durch das Abkommen der weltweiten Banken - Basel II - haben die Banken sich gegenseitig verpflichtet, die Kreditkriterien enger zu spannen. Auf diese Weise vergeben sie nicht genug Geld, welches aber von den Bankkunden benötigt wird. Dadurch treten sogenannte Aufkäuferfonds Private-Equity auf. Diese sind von den Banken, welche das Basel-II-Abkommen unterzeichnet haben, auch so gewollt gewesen, weil sie sich selbst keine riskanten Kredite aufbürden wollten. Nun schimpft jeder, dass die Banken genau diese faulen Kredite an genau diese neugezüchteten Privat-Investoren Private Equity - verkaufen.
Mitleseram 09.04.2008 | 14:09
Das "Thema US-Kriese" ist schon richtig hier platziert. Egal, ob Sie Lebensversicherungen oder Rentenverischerungen etc. besparen: Von der Finanzkriese sind alle Anleger (auch Versicherungen) betroffen, da diese die Anlegergelder, Lebensversicherungsgelder etc. auch in diesem Bereich investiert haben wegen der sogenannten Portfoliodiversifikation(Kapital-Risiko-Streuung). Also hat die o.g. Thematik schon etwas mit der Altersvorsorge zu tun, wird aber nur wenigen hier im Forum bewusst.
Arschologeam 09.04.2008 | 17:00
denn KFW Vorsitzende Matthäus Meier, ohne Eier?, mußte gehen... mfg Arschologe
Steuerzahleram 09.04.2008 | 17:11
...leider aber mit fürstlichem Pensionsanspruch.
auch Steuerzahleram 09.04.2008 | 17:44
Sind das die, die sich ihre Besoldungs-Gesetze, Bezüge selbst festlegen und nun noch einen zukunftssicheren Pensionsfond gegründet haben?
?-?am 09.04.2008 | 19:10
SKAT, wenn sie das ologe weglassen sind sie richtig
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