In der Frage 2.8 heißt es:
"Über Ihre gesundheitlichen Beschwerden hinaus: Sind Sie durch irgendetwas besonders belastet? (zum Bsp. Pflege und Krankheit von Angehörigen, Belastungen in der Partnerschaft, Familie)"
Warum interessiert sich die DRV dafür? Wenn man da was reinschreibt, also zB. familiäre Probleme, wird das dann nachteilig ausgelegt?
Die Beantwortung kann evt. etwas tricky sein. Angenommen es gibt große Belastungen, dann könnte die DRV auf die Idee kommen, dass die Krankheit (z.B. Depression oder Erschöpfung) durch die Umstände bedingt ist und andere Stellen da für Hilfe zuständig sind.
Im Zweifel würde ich da eher nichts ausfüllen.
..familiäre Umstände können (unter anderem) zu einer Depression/Erschöpfung führen, die (auch) eine Erwerbsminderung zur Folge haben kann, weil man aufgrund dieser Erkrankung nicht mehr in der Lage ist, ausreichend am Arbeitsleben teilzunehmen (< 6 Stunden).
Wenn zu anderen Erkrankungen, die "erwerbsmindernd" sind, zusätzlich noch derartige Belastungen kommen und der Gutachter darüber informiert ist, kann er besser einschätzen, wie hoch ein "Heilungserfolg" einzuschätzen ist, d.h. ob er die Erwerbsminderung für die maximale Befristung auf drei Jahre oder (wegen der "ursprünglichen" Krankheit), die ohne diese Belastungen Aussicht auf Heilung haben könnte, für einen kürzeren Zeitraum.
Da der Gutachter, der den Antragsteller ja nicht kennt, die Einschätzungen zunächst aufgrund der Aktenlage entscheidet, kann es deshalb auch hilfreich sein, die "Gesamtlage" in eigenen Worten zu beschreiben.
Gute Besserung und alles Gute!