Hallo Hanna,
abgesehen davon, dass eine NETTOrente von 1.300 EUR deutlich über aktuellen Transfairleistungsansprüchen liegt und unter den explodierenden Kosten auch Rentner mit einer anderen Rentenhöhe zu leiden haben, ist dies ja nicht Thema der DRV.
Zu Ihrer eigentlichen Frage, ob ein Midijob Vorteile bringt und was die Arbeitgeber (auch) davon haben, sollten Sie sich ebenfalls in anderen öffentlich zugänglichen Medien informieren. So gibt es Stellungnahmen der Arbeitgeberverbände, die es durchaus begrüßen, dass sowohl die Hinzuverdienstgrenzen für Rentner erhöht als auch die Obergrenze 'Midijob' auf 2.000 EUR angehoben werden soll. Da in D anscheinend immer noch ein erheblicher Fachkräftemängel besteht, verspricht man sich wohl davon, damit eben auch Fach-Rentner wieder rekrutieren zu können.
Ihr persönlicher Vorteil wäre, dass Sie trotz Sozialversicherungsbeiträgen und auch Steuerpflicht dennoch von 'mehr netto' profitieren würden als jetzt. Zudem haben Sie die Wahl, ob die Midijobregelung angewandt wird (günstigere SozV) oder Sie normal abgerechnet werden. Hierzu klärt sie die minijobzentrale.de auf.
In beiden Fällen erhöht es aber dann u.U. noch Ihre spätere Regelaltersrente, wie im Einzelnen erfahren Sie bei Ihrer zuständigen DRV oder auch z.B. in dieser Broschüre
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/…
Falls Sie EM-Rentnerin sind... auch hier sollen die Hinzuverdienstgrenzen angehoben werden (ca. 17.000 EUR brutto), damit können Sie im Rahmen Ihrer zeitlichen Leistungsfähigkeit als Fachkraft trotzdem die von Ihnen erwünschten 1.000 EUR netto erzielen.
Ihren Wünschen diesen Nettobetrag auch als Rentnerin noch hinzuverdienen zu dürfen, steht als grundsätzlich nichts im Weg.
Ob Sie selbst nun also lieber auf dem Sofa hocken bleiben wollen und über die Ungerechtigkeiten dieser Welt jammern oder die trotz Rente weiter arbeiten dürfen-Möglichkeiten in Anspruch nehmen, bleibt allerdings einzig und allein Ihre Entscheidung.
Alles Gute!