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Experten-Antwort

Vor- und Nachteile für Rentner mit Midijobs

von hanna10.10.2022 | 09:32
1923 Ansichten
6 Antworten

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Hallo, lohnt es sich für Rentner/innen + Arbeitgeber übrhaupt einen Midijob anzubieten bzw. auszuüben? Gibt es hier schon jemanden mit praktischen Erfahrungen - und kann sie mitteilen? Welche Vor- und Nachteille hat das? Danke vorab.

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo hanna,

ob es sich "lohnt", ist sicherlich immer individuell zu betrachten. Allgemeine Informationen zu den Midijobs finden Sie z.B. auf der Homepage der Minijob-Zentrale:

https://www.minijob-zentrale.de/DE/die-minijobs/midijob/midijob_node.html

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5 Antworten

W°lfgangam 10.10.2022 | 20:59
Hallo hanna, Minijobs in der DRV gibt es leider erst seit sehr kurzer Zeit - erst so ab 01.04.1999. Mag damals schon Rentner gegeben haben, die davon - möglicherweise heute noch - Gebrauch gemacht haben. Das Thema ist noch zu jung, um darüber empirische Erfahrungen/gar statistisch für die individuelle Frage und Betroffenheit, in einer Powerpoint-Präsi für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen zu können. Selbst @Eperten hier dürften grübeln: "was'n überhaupt ein Minijob?", wo die hier 60-80 Std. die Woche im Forum – gelegentlich sogar im Wachzustand - verbringen ;-) @hanna: könnten Sie ihre Frage (Sinn und Zweck) präzisieren? Gruß w.
Hannaam 11.10.2022 | 09:25
Hi, es geht um MIDI, nicht um MINI. Ich will wissen, ob es für jemandem mit mickriger Rente kurz über Tranfairleistungsanspruch und explodierenden Lebenshaltungskosten von der Miete bis zu Lebensmitteln am Ende lohnt, über 520 Euro zu verdienen, weil Krankenkassenbeiträge und Steuerabzüge nichts Lohnenswertes mehr übrig lassen - wenn man etwa 1000 Euro netto zuverdienen will/muss. Die Argumentation, dass die Rentenämter nichts mit Steuern zu tun haben ist absurd. Wo bleibt hier die Schulung der Beamten - das hängt doch seit der "Reform" unmittelbar zusammen - seitdem z.B. Einpersonenenhaushalte selbst mit 1.300 Euro netto Rente rd. 400 Euro Jahressteuer zahlen müssen. Gelinde gesagt ein Skandal, was abgeschafft gehört. Aber darum gehts ja gar nicht.
Hannaam 11.10.2022 | 09:30
PS: und ob Arbeitgeber auch profitieren - jemanden über 65 mit mehr Stunden - eben im Midi-Job einzustllen. Sonst bringt ds ganze Konsturkt ja nichts. Man kann nicht einerseits in Wirtschaft und Politik erwarten, dass länger gearbeitet werden soll - aber andererseits niemand davon profitiert.
Abschlägeam 11.10.2022 | 15:47
Hallo Hanna, abgesehen davon, dass eine NETTOrente von 1.300 EUR deutlich über aktuellen Transfairleistungsansprüchen liegt und unter den explodierenden Kosten auch Rentner mit einer anderen Rentenhöhe zu leiden haben, ist dies ja nicht Thema der DRV. Zu Ihrer eigentlichen Frage, ob ein Midijob Vorteile bringt und was die Arbeitgeber (auch) davon haben, sollten Sie sich ebenfalls in anderen öffentlich zugänglichen Medien informieren. So gibt es Stellungnahmen der Arbeitgeberverbände, die es durchaus begrüßen, dass sowohl die Hinzuverdienstgrenzen für Rentner erhöht als auch die Obergrenze 'Midijob' auf 2.000 EUR angehoben werden soll. Da in D anscheinend immer noch ein erheblicher Fachkräftemängel besteht, verspricht man sich wohl davon, damit eben auch Fach-Rentner wieder rekrutieren zu können. Ihr persönlicher Vorteil wäre, dass Sie trotz Sozialversicherungsbeiträgen und auch Steuerpflicht dennoch von 'mehr netto' profitieren würden als jetzt. Zudem haben Sie die Wahl, ob die Midijobregelung angewandt wird (günstigere SozV) oder Sie normal abgerechnet werden. Hierzu klärt sie die minijobzentrale.de auf. In beiden Fällen erhöht es aber dann u.U. noch Ihre spätere Regelaltersrente, wie im Einzelnen erfahren Sie bei Ihrer zuständigen DRV oder auch z.B. in dieser Broschüre https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/… Falls Sie EM-Rentnerin sind... auch hier sollen die Hinzuverdienstgrenzen angehoben werden (ca. 17.000 EUR brutto), damit können Sie im Rahmen Ihrer zeitlichen Leistungsfähigkeit als Fachkraft trotzdem die von Ihnen erwünschten 1.000 EUR netto erzielen. Ihren Wünschen diesen Nettobetrag auch als Rentnerin noch hinzuverdienen zu dürfen, steht als grundsätzlich nichts im Weg. Ob Sie selbst nun also lieber auf dem Sofa hocken bleiben wollen und über die Ungerechtigkeiten dieser Welt jammern oder die trotz Rente weiter arbeiten dürfen-Möglichkeiten in Anspruch nehmen, bleibt allerdings einzig und allein Ihre Entscheidung. Alles Gute!
W°lfgangam 11.10.2022 | 21:32
Zitat von Hanna anzeigenausblenden
Sorry hanna, eigentlich fast egal - es ist weiterhin ein Einkommen, was eher als 'mickrig' für die Rente einzuschätzen ist. Beim Midijob gibt es aktuelle 'Verbesserungen', folgen Sie dem oben genannten @Experten-Link. Was DARAUS für die eigene/vorgezogene Rente (auch Midi neben der Rente) folgt, ist individuell und im Einzellfall zu hinterfragen - dann kommt die Regelaltersgrenze, und wieder ergeben sich neue Fragen ;-) Aus AG-Sicht dürfte es schlicht egal, was seine abzuführende Beträge betrifft ;-) Gruß w.
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