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Experten-Antwort

Vorgezogene Altersrente mit 63 und weiter arbeiten - lohnt sich das? (Gehalt über Beitragsbemessungsgrenze)

von Bremer Rentner30.04.2024 | 16:50
597 Ansichten
6 Antworten

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Guten Tag! Im kommenden Jahr werde ich 63 Jahre alt (mein regulärer Rentenbeginn wäre am 1.11.2028) und ich könnte am 1.3.25 die vorgezogene Altersrente mit einem Abschlag von 13,2% beziehen. Der aktuelle Rentenwert beträgt 3000,- €. Durch meine persönliche Situation werde ich weiter arbeiten. In meiner Tätigkeit verdiene ich über den Beitragsbemessungsgrenzen und bin in der gesetzlichen KV versichert. Der Steuersatz ist der Höchststeuersatz. Fragen: Gibt es eine Formel / einen Rechner der berechnet, ob sich lohnt die vorgezogene Rente zu beziehen (da sie ja in den ersten Jahren hoch versteuert wird), oder ggf. doch abzuwarten bis der reguläre Rentenbeginn ist? Wenn bereits durch die Arbeitnehmertätigkeit der Höchstsatz zur KV bezahlt wird, sind dann auf die vorgezogene Rente zusätzlichen KV Beiträge zu entrichten? Erhöhen die jedes weitere Jahr anfallenden Rentenpunkte automatisch die Rente und unterliegen sie ggf. auch dem Abzug eines bestimmten Prozentsatzes wegen vorgezogener Rente? Vielen Dank für Ihre Hilfe

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Guten Morgen, Bremer Rentner,

 

ob es sich lohnt, die vorgezogene Rente mit (lebenslangem) Abschlag neben weiterer Einzahlung in Anspruch zu nehmen oder nicht, ist individuell verschieden. 

 

Sie können sich die Rente mit und ohne Abschlag ausrechnen lassen (https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Online-Services/Online-Rechner/RentenbeginnUndHoehenRechner/rentenbeginnrechner_node.html),

dann die gesamte Steuerlast ermitteln (diverse Rechner im Internet),

Ihre Lebenserwartung schätzen und eine Entscheidung treffen.

 

Die Krankenkassenbeiträge werden auch bei Bezug von Rente und Arbeitsentgelt nie den Höchstsatz übersteigen, Details klären Sie bitte mit Ihrer Krankenkasse.

 

Die ggf. neben der Rente weitergezahlten Rentenbeiträge aus dem Arbeitsentgelt werden bei Erreichen der Regelaltersrente zusätzlich in Entgeltpunkte umgerechnet, die keine Kürzung enthalten, da sie nicht vorzeitig in Anspruch genommen wurden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Experte der Deutschen Rentenversicherung

 

 

 

 

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5 Antworten

KSCam 30.04.2024 | 17:01
Die Rente mit und ohne Abschlag zu berechnen ist für den normalen DRV Mitarbeiter eine leichte Übung. Die Abschläge haben Sie auf Dauer, wenn Sie mit Abschlägen gehen. Jedes Jahr, dass Sie neben der Rente arbeiten gibt mit Regelalter einen Zuschlag, bei 4 Jahren mit Verdienst an der BBGr sind das dann etwa 300€. Der steuerliche Anteil der Rente ist 4 Jahre früher 2% weniger, mehr an KV Beiträgen zahlen Sie wohl nicht - aber das wird Ihnen Ihre Kasse sagen. Alles weitere zur Steuer ist Sache von Steuerfachleuten. Bei 3000€ Rente und einem Verdienst an/über der BBGr, ist das letztlich ein "Luxusproblem" um das Sie viele beneiden würden. Und bei all dem ist offen wie alt man wird und ob man auch an einen Witwe in spe denken muss. Wird auf eine Kopf/Bauch Entscheidung rauslaufen, die Sie aber eigenständig zu treffen haben.
Viele Fragen, viele Antwortenam 30.04.2024 | 17:51
Nachfolgend ein Steuerrechner für Lohn plus Rente (ob sich dass dann "lohnt" oder nicht, müssen Sie für sich selber entscheiden). Jedes gängige PC-Steuerprogramm gibt Ihnen sogar eine "centgenaue" Berechnung für die verschiedenen Szenarien. https://www.test.de/Steuerberechnung-fuer-Rentner-Hilfe-fuer-die… Mehr als den Krankenkassen-Höchstbeitrag müssen Sie real nicht bezahlen, evntuell zu viel bezahlte Beiträge muss die Krankenkasse zurückerstatten. Die Entgeltpunkte, die in dem Zeitraum von Beginn der vorgezogenen Rente bis zum Erreichen der persönlichen Regelaltersgrenze erwirtschaftet werden durch weitere Beiträge, erhöhen erst ab dem Erreichen der persönlichen Regelaltersgrenze die Rente und unterliegen dann natürlich keinem Abschlag.
Das ist Ihre persönliche Entscheidungam 30.04.2024 | 18:48
Wenn vor der Bruttorente dann bis zu 42 Prozent als Einkommensteuer abgezogen werden (bis Sie aufhören zu arbeiten), müssen Sie selber entscheiden, ob sich das für Sie lohnt. Eine kleine Excel-Tabelle mit beiden Szenarien schafft recht schnell einen Überblick.
Ach wasam 01.05.2024 | 05:19
Prognosen sind immer schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.
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