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Experten-Antwort

Warum gibt es so wenig Rehas, wo der Hund mit kann

von Luisa10.04.2021 | 12:39
87 Ansichten
2 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Es ist wissenschaftlich erwiesen, das der Hund extrem zur Heilung beitragen kann. Trotzdem gibt es gerade mal 11 rehastätten im Bereich Psychosomatik, wo der Hund mit kann, 4 in Onkologie, 5 im Bereich Sucht, 3 mal Post Covid, und jeweils eine im Bereich Kardiologie und Dermatologie Das ist viel zu wenig. Die Wartezeiten betragen für diese Kliniken im Schnitt 6 Monate und länger. Ist das einzig und alleine Sache der Kliniken, Zimmer für Patienten mit Hund zur Verfügung zu stellen? Oder kann die drv da auch Einfluss nehmen.

1 Experten-Antwort

Experten-Antwortam 12.04.2021 | 08:01

Guten Morgen Luisa,

gegebenenfalls gibt es je nach Rehaeinrichtung auch noch vor Ort die Möglichkeit, Hunde auf eigene Kosten in einer Tierpension unterzubringen.

Die Rentenversicherung nimmt dann Einfluss auf das Angebot an Reha-Leistungen, wenn Sie Ihrer Strukturverantwortung gerecht werden muss. Dies bedeutet, dass dann versucht wird, ein (neues) Reha-Angebot zu schaffen, wenn man eine entsprechende Nachfrage feststellt beziehungsweise wenn das vorhalten bestimmter Behandlungssettings erforderlich wird. Entsprechende neue oder zusätzliche Angebote müssen jedoch auch für die Reha-Kliniken wirtschaftlich darstellbar sein. So stellt die Unterbringung von Hunden für die Kliniken einen Mehraufwand dar und die Klinik muss damit rechnen, dass Sie so zwar gegebenenfalls zusätzliche Patienten gewinnt, gleichzeitig aber andere verliert. All dies gilt es zu berücksichtigen.

Die Praxis zeigt, dass das vorgehaltene Angebot an entsprechenden Einrichtungen in der Regel ausreichen ist, wobei wir die von Ihnen geschilderten Wartezeiten nicht nachvollziehen können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

1 Antworten

Schadeam 10.04.2021 | 18:04
Wo anfangen und wo aufhören mit Sonderwünschen? Eine Reha ist nunmal kein Wunschkonzert. Sie wollen den Hund mitbringen, ein anderer seine Katze, der nächste den Lebenspartner oder die Kinder und wieder ein anderer kann die pflegebedürftige Oma nicht allein daheim lassen.....und alles soll mit Beitragsmitteln der Solidargemeinschaft finanziert werden? PS: es mag zwar erwiesen sein, dass die Verantwortung für ein Tier der Seele gut tun kann. Aber ob es auch wissenschaftlich belegt ist, dass der Hund der Ihnen gut tut auch mit zur Reha muss, mag ich bezweifeln. Den können Sie auch für 3-6 Wochen zu Freunden oder in eine Tierpension geben und sich nach der Reha wieder liebevoll und verantwortungsbewusst um das Tier kümmern. Das sollte weder Ihnen noch dem Tierchen langfristig schaden.
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