Sie haben jederzeit das Recht, sich eine Kopie der Akten Ihrer Ärzte ausdrucken zu lassen. Manche nehmen für diese Kopien Geld, manche machen das auch 'so'. Das ist dann allerdings nicht ein ärztlicher Befundbericht, wie er ggfs. dann noch von der DRV angefordert wird (die dafür dann aber auch die Kosten übernimmt), sondern meist tatsächlich nur eine Aufzeichnung von Ihren Arztbesuchen und der damit verbundenen Feststellungen. Aber auch das kann bereits hilfreich sein.
Über welchen Pflegegrad Sie verfügen, hat grundsätzlich keinen Einfluss auf die Bewilligung einer EM-Rente, ebenso wenig, wie ein festgestellter GdB. Da aber der Ihnen sicher vorliegende Bericht des MdK der Pflegekasse durchaus aufschlussreich sein kann, sollten Sie diesen ebenfalls mitschicken.
Zu empfehlen ist auf jeden Fall das Formular R0215 'Selbsteinschätzungsbogen', das nicht immer standardmäßig gefordert wird, das Sie sich aber hier herunterladen und ausfüllen können
file:///C:/Users/MWCM/Downloads/R0215.pdf
Hier haben Sie die Möglichkeit, Ihre Einschränkungen 'in eigene Worte zu fassen', also wie Sie tatsächlich eingeschränkt sind im Alltag und/oder bei (noch möglichen) Arbeiten. Anders als Ihre Ärzte, die Sie ja nur in der Praxis sehen, nicht aber, wie Sie morgens erst einmal sich wirklich fünfmal krümmen, um eine Position zu finden, aus dem Bett zu steigen (wenn noch möglich) bzw. den Notrufknopf zu betätigen, um der Pflegeperson mitzuteilen, dass Sie zwar wach aber nicht in der Lage sind, die Tür zu öffnen (dies sind Beispiele, ich hoffe, Ihnen geht es noch so gut, dass Sie sogar sich selbst ankleiden könnten, langsam, aber es geht noch...). Jedenfalls ist diese 'Selbsteinschätzung' sicher hilfreich auch für den Gutachter der DRV, der damit zusätzlich besser beurteilen kann, wie Sie selbst Ihre Lage sehen als Diagnoseschlüssel xyz eines Facharztes.
Wie also auch die anderen User schon meinten, reichen Sie alles ein, was Sie seit der letzten Bewilligung vorliegen haben, das 'könnte' die Weiterbewilligung beschleunigen, auch wenn das keine Garantie dafür ist! Im Zweifelsfall wird dennoch der eine oder andere Arzt zusätzlich um einen Befundbericht gebeten bzw. Sie aufgefordert, sich zusätzlich (nochmals) begutachten zu lassen.
Wenn Sie allerdings nur den Weiterbewilligungsantrag ohne Anlagen stellen, müssen Sie wohl davon ausgehen, dass sich das Verfahren deutlich verzögern kann, weil dann ja erst einmal die Ärzte noch angefragt werden.
Die DRV wird übrigens von sich aus ca. 5 Monate vor Ablauf Ihrer befristeten EM-Rente Ihnen die notwendigen Formulare für eine Verlängerungsbewilligung zusenden.
Nutzen Sie bis dahin die Zeit, sich bestmöglich gesundheitlich zu stabilisieren! Alles Gute!