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Experten-Antwort

Weitere Hilfen oder 2. Reha

von INGRID21.07.2025 | 14:40
209 Ansichten
12 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

Zur Experten-Antwort springen
Sehr geehrte Damen und Herren, ich war bis Anfang 04.25 aufgrund einer rezidivierenden Depression, ADHS, Prograstination und Burnout in einer Reha. 5 Wochen waren genehmigt, ich bat um Verlängerung, diese wurde nur 1 Woche von der Reha Anstalt genehmigt, obwohl ich anmerkte dass ich noch etwas länger Hilfe bräuchte. Die Reha hat mir langsam geholfen wieder fokussierter zu werden, mehr Mut zu schöpfen und mehr ins tun zu kommen. Aber ich merkte auch, es reichte noch nicht, ich war, bin immer noch nicht stabil und überfordert. Dennoch wurde ich als nicht genesen aus der Reha mit AU entlassen, mit der Empfehlung eine Traumatherapie zu beginnen. Völlig verzweifelt wie es weiterhehen soll, habe ich mit der Kräfte zehrenden Suche nach Selbsthilfe begonnen. Ich will und wollte nicht in den Ausgangs-Ursprungs Zustand zurück verfallen. Ich habe 2 verschiedene Selbsthilfe Gruppen gefunden, finanziere selbst eine Gestalttherapie und gehe regelmäßig in die Therapie zum Psychologen, regelmäßig gehe ich zum Psychiater mit unter wegen ADHS- und Antidepressiva- Medikamenten und nehme online (wegen Platzmangel) an der PsyReNa teil. Wenn ich stabiler bin, soll die Traumatherapie beginnen. Zwischenzeitlich hat mein Arbeitgeber, ein riesen Konzern mich gekündigt zum 30.09.2025. Das ist auch nicht förderlich für meine Genesung... Leider wird mein Zustand wieder schlimmer, die Depressionen und Symptome mit Flashbacks, Migräne und sozialer Rückzug sind wieder öfters präsent.... Ich weiß nicht wie ich mir selbst weiterhelfen soll oder wer, was? Aber es muss doch ein weg geben. Ich war auf einem so guten Weg, will wieder Arbeiten gehen und noch nicht aufs Abstellgleis gestellt werden. Gibt es die Möglichkeit einer zweiten Reha für mich? Zusätzliche Info: Alter, 57 Ich bitte inständig um Hilfe! Vielen Dank für die Antwort. Mit freundlichen Grüßen, Ingrid SI

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Eine medizinische Rehabilitation ist nur ein Baustein auf dem Weg zurück ins Arbeitsleben. Nach ihrer Schilderung nehmen Sie bereits regelmäßig an den verschiedensten Therapien teil. Geben Sie sich die Zeit, um die einzelnen Therapien wirken zu lassen. Eine zweite Rehabilitationsmaßnahme kommt so kurz nach der Entlassung aus der letzten Maßnahme nicht in Frage.

Hinsichtlich ihrer Kündigung: Haben Sie sich bereits mit ihrem Betriebsrat in Verbindung gesetzt und über eine Kündigungsschutzklage nachgedacht? Wurde von ihrem Arbeitgeber ein Betriebliches Eingliederungsmanagement durchgeführt?

Deutsche RentenversicherungSie möchten persönlich beraten werden?Beratungsangebote der Deutschen Rentenversicherung

11 Antworten

Externe Hilfe suchenam 21.07.2025 | 14:48
Sie sollten sich vor allem externe Beratung und Hilfe holen, zum Beispiel bei einem Sozialverband wie VdK oder SoVD. Eine zweite Reha innerhalb von vier Jahren wird nur bei Vorliegen von dringenden medizinischen Gründen möglich sein. Ist also nicht ausgeschlossen, aber nicht leicht zu bekommen. Aber zuallererst sollten Sie sich innerhalb der knappen 3-Wochenfrist nach Zugang der Kündigung Kündigungsschutzklage gegen Ihre Entlassung einreichen beim Arbeitsamt (außer Sie wollen die Kündigung einfach widerstandslos hinnehmen, was meistens ein schwerer Fehler ist, nicht nur, aber vor allem auch finanziell). Dazu sollten Sie aber die Hilfe eines Fachanwaltes für Arbeitsrecht in Anspruch nehmen (mindestens ein Erstberatungsgespräch!).
WKRam 21.07.2025 | 15:11
Es gibt auch Tageskliniken, wo Sie tagsüber Therapie machen können.
Rehaam 21.07.2025 | 15:35
Ihre gesamte Geschichte in Ehren, wäre aber für die eigentliche Frage nicht erforderlich gewesen. Wenn Ihre behandelnden Ärzte eine weitere Reha unterstützen, können Sie versuchen diese zu beantragen. Ergebnis bleibt abzuwarten. Mehr Hilfe kann und darf man von einem anonymen Forum nicht erwarten. Sie müssen schon selber aktiv werden.
Schadeam 21.07.2025 | 18:09
Es dürfte relativ unwahrscheinlich sein 3 1/2 Monate nach Ende der letzten Reha erneut eine Reha zu bekommen. Sie können es mit einem Antrag versuchen, dem sollten Ihre Ärzte eine umfangreiche Begründung für die Notwendigkeit beifügen und dann warten Sie ab. Wie gesagt die Chance dürfte äußerst gering sein. Also ich würde Ihnen und Ihren Ärzten raten die Genesung auf anderem Weg zu suchen. Ob es sinnvoll ist sich gegen die Kündigung zu wehren ist keine rentenrechtliche Frage. Hierzu sagt keiner von der DRV etwas. Wir sind da weder zuständig noch kennen wir Hintergründe, wir wissen ja nicht einmal wie lange Sie schon krank sind und ob Ihre Ärzte es überhaupt für möglich und realistisch halten, dass Sie in der bisherigen Tätigkeit wieder einsteigen.
INGRIDam 22.07.2025 | 09:53
Zitat von Experte/in anzeigenausblenden
Vielen Dank für die Antwort. Danke für die klare Beantwortung zu meiner Frage! "Rehabilitationsmaßnahme kommt so kurz nach der Entlassung aus der letzten Maßnahme nicht in Frage.". So kann ich meine Energie auf anderes konzentrieren um zu genesen. Ihre Antwort "Geben Sie sich die Zeit, um die einzelnen Therapien wirken zu lassen.", ist für mich nochmal hilfreich, mir bewusst zu werden mich in Geduld zu üben und den Heilungsprozess so anzunehmen und ihm die Zeit zu geben die er benötigt.
INGRIDam 22.07.2025 | 10:01
Zitat von Externe Hilfe suchen anzeigenausblenden
Hallo, vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage. "Eine zweite Reha innerhalb von vier Jahren wird nur bei Vorliegen von dringenden medizinischen Gründen möglich sein. Ist also nicht ausgeschlossen, aber nicht leicht zu bekommen." ************* Zur Info und weiterem Verständnis: Ich bin mit den Beratungsstellen der Sozial Verbände und über die Verdi Gewerkschaft in Kontakt und habe auch schon gegen die Kündigung geklagt. Danke für ihre Unterstützung.
INGRIDam 22.07.2025 | 10:03
Hallo und vielen Dank für den Tipp! Manchmal braucht es nicht mehr als eine weitere Perspektive.
INGRIDam 22.07.2025 | 10:41
Zitat von Reha anzeigenausblenden
Hallo Reha, danke für Ihre Antwort. Für Sie zur Info. Es ist nicht meine gesamte Geschichte, nur ein kleiner Teil, eine Momentaufnahme ... ... und für mich, da ich hier eine Frage gestellt habe, die Hintergrundinformationen nach meiner Auffassung bedarf, um auf meine Frage zu antworten, habe ich meinen Momentanen Verlauf sowie meine eigenen Bemühungen und Initiativen aufgeführt. Leider ist mein Wissen bezüglich Vorgehensweisen in Ihrem Forum in dem Sie als Experte/in Antworten zu gering. Vielleicht könnten Sie einen Hinweis oder Fragenkatalog erstellen, damit die für Sie unwichtigen oder nicht erforderlichen Informationen unterlassen werden. Ich danke Ihnen dennoch für den Hinweis: "Wenn Ihre behandelnden Ärzte eine weitere Reha unterstützen, können Sie versuchen diese zu beantragen. " Ich werde das Gespräch zu meinen Ärzten noch mal intensivieren. Ihre Aussage: "Mehr Hilfe kann und darf man von einem anonymen Forum nicht erwarten. Sie müssen schon selber aktiv werden." Hat mich etwas stutzig gemacht, sie interpretieren eine Erwartungshaltung die sie von mir nicht wirklich kennen. Ich bin dankbar für jede einzelne Person hier, die einen Hinweis, Tipp oder Rat gegeben hat. Und ich möchte sagen, ich bin "selber aktiv" geworden, ich gehe allem nach was mir helfen kann wieder gesund zu werden und wieder in die Arbeit zu kommen. Daher auch meine Frage hier im Experten Forum. Mir fehlt manches zusätzliche Wissen. Es sei denn ich verstehe Ihren Satz: "Sie müssen schon selber aktiv werden" nicht? Was wollen Sie mir damit vermitteln? Welche Erwartungshaltung haben Sie an Fragende in diesem Forum? Herzliche Grüße, Ingrid
INGRIDam 22.07.2025 | 10:52
Zitat von Schade anzeigenausblenden
Hallo Schade, Vielen Dank für Ihre Antwort. Genau deshalb habe ich hier die Frage zur 2. Reha gestellt. Ihre Antwort ist für mich hilfreich: "Wie gesagt die Chance dürfte äußerst gering sein. Also ich würde Ihnen und Ihren Ärzten raten die Genesung auf anderem Weg zu suchen." Das werde ich nochmals intensiver mit meinen Ärzten besprechen. Ich denke es ist meine Ungeduld, dass ich nicht mehr so funktionieren kann wie früher. Mir ist bewusst, dass Sie keine Fragen zu Kündigungen beantworten. Deshalb war das auch nicht meine Frage. Ich bin damit über die Verdi am klagen und mit der VDK auch in Kontakt. Vielen lieben dank für Ihre Hilfe!
INGRIDam 22.07.2025 | 10:57
Hallo Externe Hilfe gesucht. Danke für die Hinweise. Das ist am laufen. Selbst häzte ich slleine die Kraft dazu nicht gehabt aber dank der Unterstützung der Verdi bin ich am klagen. 💪 Herzliche Grüße
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