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Experten-Antwort

Wieviel Geld für die Altersvorsorge investieren?

von Romplayer20.10.2014 | 22:01
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17 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Hallo zusammen! Ich bin 26 Jahre alt und habe dieses Jahr mit meinem ersten Job begonnen. Mein Gehalt beträgt etwa 2000 Euro netto. Nun stehe ich vor der Frage, wieviel Geld ich in langfristige Rentenversicherungen stecken sollte. Ich habe derzeit keine sonderlich großen Ausgaben, theoretisch kann ich also viel entbehren, aber inwieweit das sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt Papier. Und ich tue mir wirklich schwer dabei, das gut einzuschätzen, welche Summe nun tatsächlich sinnvoll ist. Ich habe gehört, dass wenn man später 70% des letzten Netto-Einkommens als Rente haben möchte, sollte man bis dahin etwa 7-10% vom Brutto-Einkommen sparen. Das wäre bei mir also irgendwas zwischen 300 und 350 Euro. Aktuelle Überlegungen sehen wie folgt aus: - Private Rentenversicherung: Wird wohl auf jeden Fall abgeschlossen, unter anderem wegen einer Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung, die mir garantiert dass meine Rente auch dann nicht einbricht, wenn ich einige Jahre wegen Berufsunfähigkeit nicht einzahlen kann. Ein Abschluss noch in 2014 garantiert mir eine Mindestverzinsung von 1,75%, die ab Januar ja auf 1,25% abgesenkt werden würde. - Riester-Rente: Ist natürlich wegen der staatlichen Förderung ganz nett. Für die komplette jährliche Förderung von 154 Euro müsste ich etwa 150 Euro im Monat sparen. Aber Maximum ist natürlich nicht zwingend nötig, auch bei weniger gibts prozentual gesehen die gleiche Förderung. - Betriebliche Altersvorsorge über eine Direktversicherung: Hier könnte ich maximal bis etwa 200 Euro von meinem Brutto-Einkommen direkt in Versicherungsleistungen umwandeln lassen, zusätzlich legt mein Arbeitgeber 10% drauf, also auch eine Art Förderung. Alle Varianten maximal auszunutzen wäre sicher zu viel des Guten. Deswegen muss ich jetzt einen guten Mittelweg finden. Wieviel Geld sollte ich insgesamt sparen? Und wie sollte das auf die verschiedenen Varianten aufgeteilt werden? Soll ich nur eine Versicherung abschließen, oder zwei, oder drei? Könnt ihr mir da vielleicht ein paar Hilfestellungen, Tipps und Ideen geben? Klar gilt der Grundsatz "Es muss jeder selber wissen, wieviel er sparen möchte", aber das hilft halt leider nicht sonderlich viel weiter. Bin für alle Anregungen dankbar! :)

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Sie sollten darauf achten, dass in erster Linie die Alltagsrisiken durch entsprechende Versicherungen (Hausrat etc.) abgefedert sind. Sollte dann noch Geld übrig bleiben, kann es durchaus sinnvoll sein, einen Teil davon in zusätzliche Altersvorsorge zu investieren. Wie viel genau Sie zu diesem Zweck monatlich entbehren können, ist natürlich Ihre individuelle Entscheidung. Vielleicht kann Ihnen aber eine Verbraucherschutzzentrale gegen ein kleines Entgelt bei der Entscheidung behilflich sein. Oder Sie vereinbaren einen Termin bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung. Diese Beratung ist kostenlos.

Deutsche RentenversicherungSie möchten persönlich beraten werden?Beratungsangebote der Deutschen Rentenversicherung

16 Antworten

Pauleam 21.10.2014 | 10:18
Ein gut gemeinter Tipp von einem bald 63-jährigen: Lassen Sie sich nicht verrückt machen. Ein Zeitraum von über 40 Jahren ist in der schnelllebigen Zeit überhaupt nicht planbar. Es kann niemand voraussehen, was in unserer verrückten Zeit 40 Jahren für Zustände herrschen. Keines dieser "Produkte" ist für eine Altersvorsorge in 40 Jahren geeignet. Sie sichern damit nur den sogenannten Vermögensberatern und Vermittlern saftige Provisionen. Wenn Sie sparen möchten, dann sparen Sie für das Leben und nicht für das Alter und das Altersheim. Es kommen Lebensumstände wo auch das Sozialamt gern mal mit Ihrem "Vermögen" liebäugelt. Kaufen Sie eine Immobilie zur Eigennutzung und vergessen Sie nicht HEUTE zu leben.
Bertlam 21.10.2014 | 10:22
Ich rate Ihnen, erstmal auf ein Eigenheim zu sparen. Das ist die beste Altersvorsorge überhaupt.
Torstenam 21.10.2014 | 10:53
Hallo Romplayer, gut das Sie sich jetzt schon Gedanken über die Altersvorsorge machen. Eine generelle Aussage ist hier natürlich nicht möglich. :-) Für die Riester-Rente spricht natürlich die Förderung, auch wenn sie sich erst richtig lohnt, wenn Sie später eine Familie gründen und z.B. ein Eigenheim haben. Richtig "viel" Förderung bekommen Sie z.B. wenn Sie Kinder haben und oder Wohnriester betreiben. Die Betriebsrente hat natürlich den Vorteil, das der AG hier mit bezahlt. Allerdings sollte aber geklärt werden, ob die Betriebsrente auch bei einem Unternehmeswechsel mitgenommen werden kann. Im großen und ganzen muss aber jeder selbst wissen wie er seine Zusatz-Renten-Versorgung disponiert. Als Tipp: Die Deutsche Rentenversicherung bietet eine kostenlose Beratung in diesen Themengebieten an. Einfach beim zuständigen RV-Träger anrufen und einen Termin in der Auskunft- & Beratungsstelle machen. Der Vorteil liegt in der unabhängigen Beratung ohne Verkaufsabsichten. Hoffe ich konnte Ihnen ein wenig Helfen. LG Torsten
Torstenam 21.10.2014 | 11:00
Zitat von Paule anzeigenausblenden
Eine private Rentenversicherung ist vor dem Sozialamt sicher. Wenn eine Vermögensdisposition als Altersvorsorge abgeschlossen wurde, so ist diese nicht Anrechenbar für evtl. Sozial-/Hartz IV-Bezug. Wenn Sie dieses Geld allerdings irgendwie privat Anlegen (z.B. auf dem Sparbuch), dann kann es durchaus angerechnet werden. Lassen Sie sich hier also nicht verunsichern. Es ist sehr gut, sich in jungen Jahren schon darüber Gedanken zu machen, wie Sie die Versorgungslücken im Alter schließen können.
Augsburgam 21.10.2014 | 11:33
Hi Romplayer, derzeit kannst Du vielleicht noch viel ausgeben. Was aber, wenn Du älter bist und Kinder hast? Halte dich ein wenig flexibel. Rentenversiherung: Lass dich nicht vom Zusatzbaustein "Berufsunfähigkeitsversicherung" locken. Eine Rentenversicherung (RV) ist relativ gering verzinst, unflexibel und kompliziert. Vorteile: Sehr sicher, sehr gute Prognose (Du weißt bei ener klassischen Rv schon heute, was du später garantiert bekommst). Schließe eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) lieber getrennt ab: Dann bist du flexibler - etwa dann, wenn du ein Haus baust und deine Altersvorsogre (Av) pausieren lassen willst. Dann kannst Du die BU weiterlaufen lasen, die evtl. Rv aber beitragsfrei stellen (Einzahlungen vorübergehend stoppen). Riester-Rente: Schau dich mal bei finanztest (test.de) um, da bekommst du Analysen zu den einzelnen Produkttypen. Oft werden Banksparpläne nicht aktiv angeboten - sie können sich aber lohnen, va wenn du noch nicht weißt, ob du bauen willst. Betriebliche AV: Gut, dass dein Chef was drauf legt. Aber Achtung: Du zahlst idR zwar keine Steuern und SV-Beiträge auf Deine Sparbeiträge, bekommst dadurch aber auch etwas weniger Rente, Arbeitslosen- und Krankengeld. Deine Gedanken lassen darauf schließen dass du es genau nimmst. Nimm es ganz genau und lass dich beraten. Die bei der Deutschen Rentenversicherung können sie dir zwar nicht bei der Auswahl eines Produktes helfen, dir aber die Gesamtzusammenhäge sowie die Vor- und Nachteile einzelner Produkte nennen. Ich drücke dir die Daumen
Augsburgam 21.10.2014 | 11:33
Hi Romplayer, derzeit kannst Du vielleicht noch viel ausgeben. Was aber, wenn Du älter bist und Kinder hast? Halte dich ein wenig flexibel. Rentenversiherung: Lass dich nicht vom Zusatzbaustein "Berufsunfähigkeitsversicherung" locken. Eine Rentenversicherung (RV) ist relativ gering verzinst, unflexibel und kompliziert. Vorteile: Sehr sicher, sehr gute Prognose (Du weißt bei ener klassischen Rv schon heute, was du später garantiert bekommst). Schließe eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) lieber getrennt ab: Dann bist du flexibler - etwa dann, wenn du ein Haus baust und deine Altersvorsogre (Av) pausieren lassen willst. Dann kannst Du die BU weiterlaufen lasen, die evtl. Rv aber beitragsfrei stellen (Einzahlungen vorübergehend stoppen). Riester-Rente: Schau dich mal bei finanztest (test.de) um, da bekommst du Analysen zu den einzelnen Produkttypen. Oft werden Banksparpläne nicht aktiv angeboten - sie können sich aber lohnen, va wenn du noch nicht weißt, ob du bauen willst. Betriebliche AV: Gut, dass dein Chef was drauf legt. Aber Achtung: Du zahlst idR zwar keine Steuern und SV-Beiträge auf Deine Sparbeiträge, bekommst dadurch aber auch etwas weniger Rente, Arbeitslosen- und Krankengeld. Deine Gedanken lassen darauf schließen dass du es genau nimmst. Nimm es ganz genau und lass dich beraten. Die bei der Deutschen Rentenversicherung können sie dir zwar nicht bei der Auswahl eines Produktes helfen, dir aber die Gesamtzusammenhäge sowie die Vor- und Nachteile einzelner Produkte nennen. Ich drücke dir die Daumen
Augsburgam 21.10.2014 | 11:33
Hi Romplayer, derzeit kannst Du vielleicht noch viel ausgeben. Was aber, wenn Du älter bist und Kinder hast? Halte dich ein wenig flexibel. Rentenversiherung: Lass dich nicht vom Zusatzbaustein "Berufsunfähigkeitsversicherung" locken. Eine Rentenversicherung (RV) ist relativ gering verzinst, unflexibel und kompliziert. Vorteile: Sehr sicher, sehr gute Prognose (Du weißt bei ener klassischen Rv schon heute, was du später garantiert bekommst). Schließe eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) lieber getrennt ab: Dann bist du flexibler - etwa dann, wenn du ein Haus baust und deine Altersvorsogre (Av) pausieren lassen willst. Dann kannst Du die BU weiterlaufen lasen, die evtl. Rv aber beitragsfrei stellen (Einzahlungen vorübergehend stoppen). Riester-Rente: Schau dich mal bei finanztest (test.de) um, da bekommst du Analysen zu den einzelnen Produkttypen. Oft werden Banksparpläne nicht aktiv angeboten - sie können sich aber lohnen, va wenn du noch nicht weißt, ob du bauen willst. Betriebliche AV: Gut, dass dein Chef was drauf legt. Aber Achtung: Du zahlst idR zwar keine Steuern und SV-Beiträge auf Deine Sparbeiträge, bekommst dadurch aber auch etwas weniger Rente, Arbeitslosen- und Krankengeld. Deine Gedanken lassen darauf schließen dass du es genau nimmst. Nimm es ganz genau und lass dich beraten. Die bei der Deutschen Rentenversicherung können sie dir zwar nicht bei der Auswahl eines Produktes helfen, dir aber die Gesamtzusammenhäge sowie die Vor- und Nachteile einzelner Produkte nennen. Ich drücke dir die Daumen
Moppelam 21.10.2014 | 12:01
Da hat Paule Recht. Über eine so lange Zeit kann man schlecht planen. Ich hatte in den 70-er Jahren auch daran gedacht etwas fürs Alter zu sparen und eine Direktversicherung abgeschlossen. Die Arbeitgeber hatten sich nie daran beteiligt und man hat in jungen Jahren ( geringer Verdienst ) steuerlich nicht so viel gespart. Dann kamen vor ein paar Jahren unsere Politiker auf die Idee das bei Auszahlung, auf 10 Jahre gestreckt, KK - Beiträge zu zahlen sind. Jetzt darf ich einen fünfstelligen Betrag nach und nach der Krankenkasse übergeben. Nochmals würde ich keine Versicherung dieser Art abschliessen weil man nicht einschätzen kann die noch für Ideen in den nächsten Jahren haben.
Anika Hansenam 21.10.2014 | 14:17
In Zeiten wo es nur extrem mikrige Kapitalmarktzinsen gibt und wo der Staat sie über hohe Steuern und hohe Sozialversicherungsbeiträge (Krankenversicherung, Pflegeversicherung) wie beispielsweise bei den Betriebsrenten empfindlich abgreift, tendiere ich eher zu den Sachwerten sprich eine Immobilie. Einen Zuschuß zur Betriebsrente von 10 % ist schon arg, arg bescheiden. Wenn sie auf die Betriebsrente dann mal ca. 18 % Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssen und ca. 20 % Steuern, ist das kein gutes Geschäft. Aber auch bei der Immobilie aufgepaßt, schauen sie sich die Immobilie vorher selbst an, achten sie auf die Lage und auf einen eventuellen Reparaturstau der Immobilie.
S. Kinellaam 21.10.2014 | 15:50
Das hat der Paule sehr schön gesagt. Wenn deine Eltern mal in die Demenz kommen, dann greift dir das Sozialamt in die Tasche. Und wenn du Frau und Kind hast, dann greifen dir diese unter Umständen zeitlebens in die Tasche. Und wenn du mal Demenz wirst, dann müssen deine Kinder bluten. Und wenn du verdienst, dann will der Staat von dir Steuern und das sogar auch noch von der Rente. Und wenn du eine Betriebsrente hast, darfst du sogar Steuern und Sozialabgaben bezahlen. Also man sollte sich schon sehr gut überlegen, was man tut und ob es das ganze noch wert ist...
Isolde Bohnenstengelam 21.10.2014 | 16:07
Ich möchte 2 Aspekte der betriebliche Altersvorsorge in Form der Direktversicherung (DV) besonders herausheben: 1. Ohne AG-Zuschüsse und für gesetzlich Krankenversicherte rechnet sich eine DV im Regelfalle nicht mehr. Denn: 2. Bereits für heutige DV-/Betriebsrentenempfänger: 15,5% KV-Beitrag plus 2,05% PV-Beitrag = 17,55% Beitrag auf DV-Rente zzgl. (Grenz-)Steuerbelastung für die Betriebsrente von oft ca. 28% = **45% Gesamtabgabenbelastung. Zukünftig: Weitere Erhöhung der KV/PV-Beiträge (ca. 20%?) und volle Steuerpflicht der gesetzl. Rente mit entspr. Anstieg auch der Grenzsteuer für Zusatzrenten, oft 30% und mehr: 50% Abgabenlast auf Betriebsrenten. Dazu kommt eine erhebliche Vertragskostenbelastung, wenn man (wie es oft passiert) den falschen Vertrag wählt. Fazit: Große Vorsicht ist geboten! Im übrigen sollte man sich überlegen, ob die Zugabe des AG ein Geschenk ist, oder ob der Arbeitnehmer etwas dafür tun muß. Es sich also im Grunde um ein Entgelt für Arbeitsleistung ist.
LSam 21.10.2014 | 17:55
Wie man aus den Stellungnahmen ersehen kann, gibt es unterschiedliche Auffassungen. . Meine Empfehlung, eine risikolose Sparbuchanlage vornehmen und so viel dort einzahlen, wie man monatlich entbehren kann. . 300 im Monat * 12 = 3.600 * 20 Ja = 72.000 Eine solche Summe reicht sicherlich aus um die Differenz zur Rente auszugleichen. Mit 700,00 als Differenz je Monat gerechnet, können Sie damit gut 10 Jahre Rentendifferenz überbrücken. . Aktuell habe ich auch Kenntnis genommen für eine Einzahlung in eine renomierte oesterreichische Bank. Bei Anlage für drei Jahre mit mehr als 3% Rendite.
Herz1952am 21.10.2014 | 18:28
Hallo Romplayer, bedenken Sie bitte, dass die privaten Rentenversicherer mit einer Lebenserwartung von über 90 Jahren planen, für alle Versicherten. Riesen-Gewinne für die Versicherungen und ihre Vertreter. Und wenn die Versicherungen ihr Vermögen in die falschen Fonds etc. setzen, was passiert dann wohl? Herz1952
Romplayeram 21.10.2014 | 21:18
Hallo zusammen! Erst einmal möchte ich ein großes Dankeschön für die überaus zahlreichen und auch nützlichen Antworten aussprechen, mit so viel Resonanz innerhalb von einem Tag hatte ich nicht gerechnet. Ich möchte gleich mal auf ein paar Punkte eingehen, die zur Sprache kamen: Thema Immobilie: Das ist tatsächlich auch auf meiner "Wunschliste" - soll heißen, ich möchte später mal gerne ein eigenes Haus haben. Dauert natürlich noch ne ganze Zeit lang. Aber das ist sicherlich ein wichtiges Argument dafür, viel Geld in mittelfristigen Sparmaßnahmen zu investieren anstatt in solche, die erst in 40 Jahren Resultate liefern. Thema Berufsunfähigkeitsversicherung: Nur um das mal klarzustellen, ich werde selbstverständlich auch eine eigenständige BU abschließen. Die Zusatzversicherung bei der privaten RV dient ja lediglich dazu, dass ich mir durch eine eventuell auftretende Berufsunfähigkeit (die sowieso schon für deutliche Lohnverluste sorgt) nicht auch noch die spätere Rente kaputt mache. Thema betriebliche Altersvorsorge: Da es sich um eine Direktversicherung handelt, lässt sich das Geld problemlos auch bei einem Arbeitgeberwechsel mitnehmen, und das sogar ohne bei einen dann eventuell folgenden Wechsel der Versicherungsgesellschaft neue Kosten zu haben. Die bisherigen Antworten von euch bringen mich allerdings zu der Tendenz, davon vorerst Abstand zu nehmen, aus verschiedenen Gründen: Ich werde sicherlich in einigen Jahren meinen Arbeitgeber wieder wechseln; evtl sind 10% Zuschuss tatsächlich nicht so viel; es herrscht eine Unsicherheit über gesetzliche Änderungen in den nächsten Jahrzehnten; besonders lohnenswert wird die bAV sowieso dann, wenn ich ein deutlich höheres Gehalt habe und somit noch mehr Steuern sparen kann als was ich später bei der Rente (Stichwort Steuerklasse) zurückgeben muss. Thema Beratung: Ich bin bereits bei einem Versicherungsmakler, der mir (glaube ich) ganz gute Angebote rausgesucht hat und auch super auf meine Fragen eingeht. Sonst hätte ich niemals diesen Überblick erhalten können, den ich nun bereits habe. Er drängt mich auch nicht, übermäßig viel zu investieren, womöglich deshalb weil er an langfristigen Mandantenbindung interessiert ist, denen er später auch Finanzprodukte anbieten kann und nicht nur jetzt mal eben ein paar Versicherungen. Nichtsdestotrotz verdient er natürlich Geld mit jedem Abschluss, weswegen ich mir in diesem Forum mal eure unabhängigen Meinungen anhören wollte. Die Idee mit der Beratung bei der Deutschen Rentenversicherung gefällt mir auf jeden Fall, mal sehen ob ich da noch was hinbekomme.
W*lfgangam 21.10.2014 | 22:22
Zitat von Romplayer anzeigenausblenden
Romplayer schrieb

Hallo zusammen!

Erst einmal möchte ich ein großes Dankeschön für die überaus zahlreichen und auch nützlichen Antworten aussprechen, mit so viel Resonanz innerhalb von einem Tag hatte ich nicht gerechnet.

Ich möchte gleich mal auf ein paar Punkte eingehen, die zur Sprache kamen:

Thema Immobilie: Das ist tatsächlich auch auf meiner "Wunschliste" - soll heißen, ich möchte später mal gerne ein eigenes Haus haben. Dauert natürlich noch ne ganze Zeit lang. Aber das ist sicherlich ein wichtiges Argument dafür, viel Geld in mittelfristigen Sparmaßnahmen zu investieren anstatt in solche, die erst in 40 Jahren Resultate liefern.

Thema Berufsunfähigkeitsversicherung: Nur um das mal klarzustellen, ich werde selbstverständlich auch eine eigenständige BU abschließen. Die Zusatzversicherung bei der privaten RV dient ja lediglich dazu, dass ich mir durch eine eventuell auftretende Berufsunfähigkeit (die sowieso schon für deutliche Lohnverluste sorgt) nicht auch noch die spätere Rente kaputt mache.

Thema betriebliche Altersvorsorge: Da es sich um eine Direktversicherung handelt, lässt sich das Geld problemlos auch bei einem Arbeitgeberwechsel mitnehmen, und das sogar ohne bei einen dann eventuell folgenden Wechsel der Versicherungsgesellschaft neue Kosten zu haben.

Die bisherigen Antworten von euch bringen mich allerdings zu der Tendenz, davon vorerst Abstand zu nehmen, aus verschiedenen Gründen: Ich werde sicherlich in einigen Jahren meinen Arbeitgeber wieder wechseln; evtl sind 10% Zuschuss tatsächlich nicht so viel; es herrscht eine Unsicherheit über gesetzliche Änderungen in den nächsten Jahrzehnten; besonders lohnenswert wird die bAV sowieso dann, wenn ich ein deutlich höheres Gehalt habe und somit noch mehr Steuern sparen kann als was ich später bei der Rente (Stichwort Steuerklasse) zurückgeben muss.

Thema Beratung: Ich bin bereits bei einem Versicherungsmakler, der mir (glaube ich) ganz gute Angebote rausgesucht hat und auch super auf meine Fragen eingeht. Sonst hätte ich niemals diesen Überblick erhalten können, den ich nun bereits habe. Er drängt mich auch nicht, übermäßig viel zu investieren, womöglich deshalb weil er an langfristigen Mandantenbindung interessiert ist, denen er später auch Finanzprodukte anbieten kann und nicht nur jetzt mal eben ein paar Versicherungen.

Nichtsdestotrotz verdient er natürlich Geld mit jedem Abschluss, weswegen ich mir in diesem Forum mal eure unabhängigen Meinungen anhören wollte. Die Idee mit der Beratung bei der Deutschen Rentenversicherung gefällt mir auf jeden Fall, mal sehen ob ich da noch was hinbekomme.

Hallo Romplayer, in diesem Fall auch die 2. Meinung vor Ort einholen = Versicherungsamt/Rathaus. Im Idealfall erhalten Sie deckungsgleiche Meinungen/Informationen, könnten aber andernfalls auch Diskrepanzen noch mal gezielt hinterfragen. Gruß w.
Geschädigteram 22.10.2014 | 07:34
Lass die Finger von Direktversicherungen, Rengtenversicherungen und dem ganzen Sch.....Ich habe vor 40 Jahren solche Versicherungen abgeschlossen, da wurde mir das Blaue vom Himmel versprochen. Mittlerweile fehlen zu den damaligen Auszahlungsprognosen tausende von Euro. Hinzu kommt die Belstung durch KV-Beiträge wie oben schon ausgeführt. Du hast eine lanmge Zeit vor Dir. Da werden dem Gesetzgeber noch viele Gemeinheiten je nach Kassenlage einfallen, um an Dein Geld zu kommen. Lege das Geld so an, dass der Staat und die Sozialkassen keinen Zugriff haben!!!
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