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Experten-Antwort

Zuständigkeit für Reha

von Alma17.10.2010 | 21:05
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5 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Hab mal ne Frage, ich habe wegen einer Hautkrebserkrankung und Arthrose in mehreren Gelenken einen Reha- Antrag gestellt, nachdem ich meinen Schwerbehindertenausweis erhielt.Den Reha- Antrag habe ich bei der Krankenkasse abgegeben. Die hat ihn der DRV weitergeleitet, weil ich 16 Jahre dort eingezahlt hatte. Die Reha seitens der RV wurde abgelehnt auch im Widerspruch. Ich muss noch sagen, dass ich 60 Jahre bin und seit 2003 arbeitslos gemeldet und deshalb Familien-Krankenversichert bin. Ist für eine Reha vielleicht die Krankenversicherung zuständig, und sollte ich dort noch mal nachfragen? Bei mir würde es evtll auch um eine EM Rente gehen?..Fragen über Fragen...

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo „Alma“,

da ein Rehabilitationsbedarf in der (vorrangigen) Zuständigkeit der DRV offensichtlich nicht festgestellt werden konnte, wäre eine Antragstellung unter Einreichung der Ablehnungsbegründung der RV bei der zuständigen Krankenkasse empfehlenswert. Die Entscheidung über Art, Umfang, Beginn und Durchführung der Rehabilitationseinrichtung bestimmt dann ggfs. – evtl. nach Einholung eines Gutachtens durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung- die Krankenkasse.

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4 Antworten

Skatrentneram 18.10.2010 | 06:50
Hallo Alma, wenn die RV den Reha - Antrag abgelehnt hat würde ich diesen jetzt bei der KK stellen, egal ob Familienversichert oder selbst versichert, denn diese ist dann zuständig. Ob die Reha erforderlich ist, wird natürlich noch durch den MDK geprüftr.
Almaam 18.10.2010 | 09:17
Vielen Dank für die hilfreichen Antworten, jetzt seh ich etwas klarer MfG Alma
Klemensam 18.10.2010 | 09:51
Kostenträger: •Krankenkassen sind zuständig bei Leistungen zur Medizinischen Rehabilitation, so weit es um den Erhalt oder die Wiederherstellung der Gesundheit geht und wenn nicht andere Sozialversicherungsträger solche Leistungen erbringen. •Rentenversicherungsträger erbringen Leistungen zur Medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben, ◦wenn die Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet oder schon gemindert ist und durch die Rehamaßnahme wesentlich gebessert oder wiederhergestellt werden kann und ◦wenn die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für die Leistungen zur Medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben erfüllt sind. Details siehe dort. •Berufsgenossenschaften sind bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten für die gesamte Rehabilitation verantwortlich. •Agenturen für Arbeit übernehmen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, wenn kein anderer Sozialversicherungsträger hierfür zuständig ist. •Sozialämter treten nachrangig für die Leistungen zur Medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben ein, wenn kein anderer Sozialversicherungsträger vorrangig zuständig ist. •Jugendämter erbringen Leistungen zur Teilhabe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche und hiervon Bedrohte bis zu einem Alter von 26 Jahren, wenn kein anderer Träger der Sozialversicherung zuständig ist. 3. Antragstellung: Dem Reha-Antrag müssen Bescheinigungen des behandelnden Arztes über die Art der Erkrankung und die Notwendigkeit der Reha beigefügt werden. Ärztliche Bescheinigungen und Begründungen sollten so detailliert und ausführlich wie möglich sein und nicht nur Diagnose und Therapie umfassen, sondern auch die Einschränkungen des Patienten im Alltag im Vergleich zu gleichaltrigen Personen beschreiben. Das erspart Nachfragen und erhöht die Chance auf Genehmigung der Leistungen. 4. Zuständigkeitsklärung(§ 14 SGB IX): Spätestens 2 Wochen nachdem ein Antrag auf Reha-Leistungen bei einem Reha-Träger eingegangen ist, muss dieser Träger geklärt haben, ob er hierfür zuständig ist. Die "Zuständigkeitsklärung" soll verhindern, dass ein Antrag zwischen verschiedenen Trägern hin- und hergeschoben wird. Nach einer weiteren Woche wird über die beantragte Leistung entschieden, außer der Antrag wurde - bei Erklärung der Unzuständigkeit - an einen weiteren Reha-Träger weitergeleitet. Die Weiterleitung erfolgt (automatisch) durch den Träger, der zunächst den Antrag erhielt. Dieser "weitere" (zweite) Träger entscheidet innerhalb von 3 Wochen, nachdem der Antrag bei ihm eingegangen ist. Eine nochmalige Weiterleitung gibt es nicht, auch wenn sich später herausstellen sollte, dass der "weitere" (= zweite) Träger nicht zuständig ist. Die Erstattung der Aufwendungen erfolgt dann zwischen den Trägern, ohne Auswirkung auf den Versicherten. Sofern ein Gutachten zur Ermittlung des Reha-Bedarfs nötig ist, muss das Gutachten 2 Wochen nach Auftragserteilung vorliegen und die Entscheidung über den Antrag 2 Wochen nach Vorliegen des Gutachtens getroffen sein. 4.1. Maximale Dauer der Entscheidung über den Leistungsantrag: •Maximal 3 Wochen, wenn der erste Reha-Träger zuständig ist und kein Gutachten benötigt wird. •Maximal 5 Wochen, wenn an den zweiten Träger weitergeleitet wurde und kein Gutachten benötigt wird. •Maximal 5 Wochen, wenn der erste Träger ein Gutachten benötigt. •Maximal 7 Wochen, wenn der zweite Träger ein Gutachten benötigt. Kann über den Antrag nicht innerhalb der genannten Fristen entschieden werden, muss der Reha-Träger dies dem Antragsteller unter Darlegung der Gründe rechtzeitig mitteilen. Erfolgt keine solche Mitteilung oder liegt kein zureichender Grund vor, kann der Antragsteller dem Reha-Träger eine angemessene Frist setzen und dabei erklären, dass er sich nach Ablauf der Frist die Leistung selbst beschafft. Im Fall einer Selbstbeschaffung von Leistungen ist der zuständige Träger unter Beachtung der Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zur Erstattung der Aufwendungen verpflichtet (§ 15 SGB IX). 5. Wer hilft weiter?Wenn eine Rehabilitation empfohlen, aber noch nicht beantragt wurde, weil erst geklärt werden muss, wer als Kostenträger zuständig ist, sind die Servicestellen die richtigen Ansprechpartner. 6. Verwandte LinksRehabilitation Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen Servicestellen Letzte Aktualisierung am 18.06.2009 Redakteur/in: Sandra Kolb Bewerten Sie die obigen Informationen (Schulnoten-System) 1 6 zum Seitenanfang © 2010 beta Institut gemeinnützige GmbH | Impressum HistorieRehabilitation > Zuständigkeit
-_-am 18.10.2010 | 07:38
Sie sollten bei der Krankenkasse unter Hinweis auf die Ablehnung des Rentenversicherungsträgers die Reha beantragen. Wenn das der Fall ist, gilt der Reha-Antrag als Rentenantrag. Allerdings müssen die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für eine EM-Rente auch vorliegen. Sie sollten sich zur Abklärung an eine Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung wenden.
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