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Vorsicht Betrüger: Die Masche mit dem QR-Code

Verbraucherschützer und Landeskriminalamt warnen: Phishing mit QR-Codes nimmt zu. Wie Quishing funktioniert und wie man sich schützen kann.

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Vorsicht Betrüger: Die Masche mit dem QR-Code

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Falscher Commerzbank-Brief mit betrügerischem QR-Code. Angeblich soll das Sicherheitsverfahren erneuert werden. (Bild: Verbraucherzentrale NRW

München (tö). Falsche Briefe von angeblichen Banken, gefälschte Strafzettel unterm Autoscheibenwischer, falsche QR-Codes an Ladesäulen für E-Autos – wenn es darum geht, Menschen um ihr Geld zu bringen, werden Finanzgauner offenbar immer erfinderischer. Neuerdings verwenden Kriminelle auch QR-Codes für ihre Raubzüge, die manchen Menschen schon einen Teil ihrer Altersvorsorge gekostet haben soll. Vor dieser Geschäftsmasche der Betrüger hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZ NRWgewarnt

QR-Codes, also Quadrate in einem Quadrat, enthalten digital hinterlegte Informationen, zum Beispiel Internet-Adressen, um möglichst einfach eine Webseite öffnen zu können. Die Kriminellen machen sich dabei zunutze, „dass nicht alle Smartphones anzeigen, was im QR-Code steht, bevor sie die entsprechende Aktion ausführen“, heißt es bei der VZ NRW. Der Missbrauch von QR-Codes wird als „Quishing“ bezeichnet, zusammengesetzt aus den Worten „QR-Code“ und „Phishing“, also dem Fischen nach persönlichen Passwörtern. 

Für Quishing nennt die Verbraucherzentrale drei Beispiele:

  1. Falsche Briefe von Banken: Die Gauner verschicken Briefe von Kreditinstituten mit einem auffällig platzierten QR-Code – und das „plötzlich und unerwartet mit korrekter postalischer Anschrift und dem Logo/der Anschrift der tatsächlich zugehörigen Bank“, so das Landeskriminalamt Niedersachsen. Dieser QR-Code führt auf eine Internetseite, die die Kriminellen betreiben. Dort eingetippte Daten, wie etwa Zugangsdaten zum Online-Banking, gelangen so in ihre Hände. In manchen Fällen werden auf diese Weise direkt Geldtransfers veranlasst, warnt das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen.
  2. Gefälschte Strafzettel für Falschparker: In einigen Städten werden echte Strafzettel mit einem QR-Code verteilt, über den Autofahrerinnen und Autofahrer ihr Bußgeld sofort bezahlen können. Das nutzen Kriminelle aus, die falsche Strafzettel unter die Scheibenwischer parkender Fahrzeuge klemmen, so zum Beispiel in Berlin.
  3. Falsche QR-Codes an Ladesäulen für E-Autos: Echte QR-Codes werden genutzt, um das Laden des Elektroautos direkt bezahlen zu können. Kriminelle haben offenbar Codes überklebt, um Autofahrer auf die von ihnen betriebene Homepage zu führen.

Die Verbraucherzentrale rät zum Schutz vor Quishing:

  • „Scannen Sie einen QR-Code nur, wenn Sie sich sicher sind, dass er seriös ist. Inzwischen erkennen viele Smartphones einen QR-Code über die Kamera-App. Die sollten Sie aber nur nutzen, wenn die Infos des Codes (z.B. Internet-Adresse) zunächst angezeigt und nicht direkt geöffnet werden. Sehen Sie sich die Adresse genau an und lassen Sie die Internetseite nur dann öffnen, wenn Sie sicher sind, dass sie dem echten Anbieter gehört.
  • Zeigt Ihre Kamera oder Ihr QR-Code-Scanner vor dem Öffnen einer Internetseite die Adresse nicht an, informieren Sie sich über seriöse Apps, die das machen, installieren eine auf Ihrem Gerät und nutzen die zum Scannen eines QR-Codes.
  • Wenn Sie einen zweifelhaften Brief bekommen haben, rufen Sie beim Absender an. Verlassen Sie sich dabei nicht auf eine im Brief angegebene Telefonnummer, sondern recherchieren Sie auf seriösen Internetseiten, ob die Nummer auch dort in Verbindung mit dem Unternehmen zu finden ist. Bei einem Brief Ihrer Bank könnten Sie in Ihr echtes Online-Banking gucken und prüfen, ob Sie dort eine Nachricht mit Handlungsbedarf finden.
  • Prüfen Sie bei einer Ladesäule, ob der QR-Code überklebt wurde. Falls das so ist, scannen Sie ihn nicht!
  • Wenn Sie auf den Betrug hereingefallen sind, wenden Sie sich umgehend an die Polizei! Falls Sie Geld bezahlt haben, informieren Sie umgehend Ihre Bank oder rufen Sie den Sperr-Notruf 116116 an!“

Tipp: Der Phishing-Radar der Verbraucherzentrale NRW informiert ständig aktuell über alte und neue Betrugsmaschen.

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