Ihre-Vorsorge Logo

Experte: Hilfe Angehöriger von Demenz-Patienten essenziell

Die Zahl von Menschen mit Demenz nimmt zu – die meisten davon haben Alzheimer. Angehörige von Betroffenen übernehmen den größten Teil ihrer Pflege – und bräuchten selbst mehr Hilfen.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Seniorin mit erwachsenem Sohn (Bild: IMAGO / YAY Images)

© Nicht definiert

Mannheim (dpa). Angesichts der steigenden Zahl von Menschen mit Demenz sieht ein Experte die Unterstützung ihrer Angehörigen als essenziell an. „Diese übernehmen den weitaus größten Anteil der Versorgung und Betreuung von Menschen mit Demenz, und das ist nicht nur Pflege“, sagt René Thyrian vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Greifswald. „Ohne diese informelle, unbezahlte Unterstützung wäre die gesellschaftliche Herausforderung schon jetzt nicht mehr zu bewältigen.“ 

Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland sind dement. Die häufigste Ursache davon ist laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAG) die Alzheimer-Krankheit. Vor 120 Jahren – am 3. November 1906 – stellte der Psychiater Alois Alzheimer in Tübingen erstmals das Krankheitsbild vor.  

Zahl der Menschen mit Demenz wird weiter zunehmen 

Nach Angaben von Thyrian wird die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen allein durch den demografischen Wandel und damit die Zunahme der Anzahl älterer Personen weiter steigen. Zudem werde die Krankheit auch immer häufiger bei Menschen in jüngerem Alter diagnostiziert. „Wir stehen also vor der Herausforderung, die wachsende Zahl an Menschen mit Demenz adäquat zu versorgen, im gesellschaftlichen Leben zu halten, Teilhabe zu fördern“, sagt der Experte. 

Die Alzheimer-Krankheit führt zu einem Abbau der Nervenzellen im Gehirn, wie die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAG) schreibt. Dies schränke die Fähigkeiten der Betroffenen zunehmend ein. Bei schwerer Demenz drohen laut DAG unter anderem der Verlust der Sprache sowie der Verlust der Kontrolle über Blase und Darm. Viele könnten nicht mehr ohne Hilfe gehen, es könnten zudem Krampfanfälle auftreten, schreibt die Organisation.  

Es gibt demnach zwar Medikamente für die Behandlung der Krankheit, allerdings ist sie nicht heilbar. Erkrankte könnten jedoch durch Angebote wie Kunsttherapie oder Bewegungsübungen ihre Fähigkeiten trainieren. 


Weitere Artikel

Time
4 Minuten

Für die umstrittenen Sparpläne zum Absichern der Pflegeversicherung beginnt die konkrete Gesetzgebung. Die Koalition will nachbessern, damit abrupte Umstellungen nicht noch Verunsicherung bringen.

Time
3 Minuten

Wer eine Krone, Brücke oder Prothese braucht, sollte schnell einen Zahnarzttermin vereinbaren. Ab Januar 2027 sinken die gesetzlichen Festzuschüsse zum Zahnersatz.

Time
4 Minuten

Seit gut einem Jahr können sich Patientinnen und Patienten in Deutschland mit den Alzheimer-Medikamenten Lecanemab und Donanemab behandeln lassen. Was hat sich seitdem getan?

Time
2 Minuten

Die Lebenserwartung steigt insgesamt. Männer holen in allen Bundesländern auf. Bei Frauen sinkt die Lebenserwartung jedoch mancherorts. Was könnte dahinterstecken?

Time
4 Minuten

Jahrzehntelang schlummern Viren im Körper, dann wachen sie wieder auf: Eine Gürtelrose ist nicht nur unheimlich, sondern oft auch schmerzhaft. Was man wissen muss – von Symptomen bis Verhaltenstipps.

Time
2 Minuten

Während die klassische Reha bei chronischen Erkrankungen eingeplant wird, ist nach einem Krankenhaus-Aufenthalt bei bestimmten Krankheiten die direkte Anschluss-Reha sinnvoll. Dabei hilft die Deutsche Renten-Versicherung.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026