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Rentenbeziehende bekamen 2022 im Schnitt 1054 Euro netto

Durchschnittsrenten sind seit ein paar Tagen in aller Munde. Die Rentenversicherung hat die genauen Werte - doch über die Rente der und des Einzelnen sagen sie wenig.

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Ältere Hände zählen Geldscheine. Bild: IMAGO / Image Source / Howard Bartrop

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Frankfurt am Main (sth). Seit einer Fernseh-Talkshow in den vergangenen Tagen sind sie ein beliebtes Gesprächsthema: Durchschnittsrenten. Dabei ist ihre Aussagekraft sehr begrenzt - denn über die Rentenhöhe des und der Einzelnen geben sie nicht einmal annäherungsweise Auskunft. Grund dafür ist, dass sich die Rente nach der individuellen Versicherungszeit - darunter vielfach mit Zeiten der Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen - und dem während des gesamten Erwerbslebens selbst erzielten oder angerechneten Verdienst richtet. 

Hinzu kommt: Für viele Menschen in Deutschland ist die gesetzliche Rente nicht das einzige Einkommen im Alter. So verfügten Ehepaare, von denen ein Partner älter als 65 Jahre ist, laut dem aktuellen Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung im Jahr 2019 in den alten Ländern über ein monatliches Nettoeinkommen von 2910 Euro, alleinstehende Männer über 1796 Euro und alleinstehende Frauen über 1606 Euro. Nur etwa 61 Prozent aller den Seniorenhaushalten zufließenden Einkommen stammten demnach aus der Rentenversicherung, der Rest vor allem aus privater Vorsorge und Erwerbseinkommen. 

Rentenhöhe je nach Rentenart stark unterschiedlich

Wie hoch die gesetzliche Altersrente im Durchschnitt ausfällt, zeigt sich vor allem am vom persönlichen Versicherungsverlauf abhängigen Zugangsweg zur Rente. Davon gibt es derzeit vier:

  • die Regelaltersrente (für Beschäftigte und rentenversicherte Selbstständige mit weniger als 35 Versicherungsjahren)
  • die Altersrente für langjährig Versicherte (mindestens 35 Versicherungsjahre, darunter auch Zeiten der Schul- und Hochschulausbildung)
  • die Altersrente für besonders langjährig Versicherte (mindestens 45 Versicherungsjahre, darunter keine Zeiten der Schul- und Hochschulausbildung)
  • die Altersrente für schwerbehinderte Menschen

Entsprechend dieser unterschiedlichen Voraussetzungen fällt auch die Rentenhöhe sehr verschieden aus. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) bezogen im Jahr 2022

  • 7,65 Millionen Rentnerinnen und Rentner mit Regelaltersrente durchschnittlich 737 Euro netto
  • 2,3 Millionen Rentnerinnen und Rentner mit Altersrente für langjährig Versicherte durchschnittlich 1219 Euro netto 
  • 2,15 Millionen Rentnerinnen und Rentner mit Altersrente für besonders langjährig Versicherte durchschnittlich 1507 Euro netto
  • 1,78 Millionen Rentnerinnen und Rentner mit Altersrente für schwerbehinderte Menschen durchschnittlich 1293 Euro netto 
  • 1,6 Millionen Rentnerinnen und Rentner mit Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit durchschnittlich 1482 Euro netto (nicht mehr zugänglich für Neurentnerinnen und -rentner)
  • 3,0 Millionen Rentnerinnen mit Altersrente für Frauen durchschnittlich 1020 Euro netto (nicht mehr zugänglich für Neurentnerinnen)

Die Durchschnittshöhe aller knapp 18,6 Millionen gesetzlichen Altersrenten lag den DRV-Daten zufolge bei 1054 Euro netto. 

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