Ihre-Vorsorge Logo

Forscher: Wenn wir länger leben, müssen wir länger arbeiten

In seinem neuen Jahresgutachten fordert der Sachverständigenrat für den Fall einer steigenden allgemeinen Lebenserwartung eine höhere Altersgrenze. Wo sie liegen soll, bleibt aber im Gutachten offen.

Artikel vorlesen

Tags

Autor / Quelle

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Das Bild zeigt die Mitglieder des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

© Nicht definiert

Berlin (sth). Seit Jahren ist die Höhe der gesetzlichen Altersgrenze nach dem Jahr 2031 - wenn das Rentenalter bei 67 Jahren liegt - ein Streitthema in Politik und Wissenschaft. Jetzt hat sich der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung - auch die “fünf Wirtschaftsweisen” genannt - in seinem aktuellen Jahresgutachten erneut mit der Zukunft der gesetzlichen Rente befasst. Als “Kernelement einer Reform” fordern die Ökonomen darin eine “Kopplung des gesetzlichen Renteneintrittsalters an die fernere Lebenserwartung” (S. 313ff.). 

Als Möglichkeiten zur Umsetzung ihrer Forderung nennen die Wissenschaftler einerseits eine weitere Anhebung des Rentenalters “in vorgegebenen Schritten” oder eine “Regelbindung der Regelaltersgrenze an die Entwicklung der ferneren Lebenserwartung”. Vor allem letztgenannte Methode sei international weitverbreitet, heißt es im Gutachten der Wirtschaftsweisen. So werde das Renteneintrittsalter in “Dänemark oder Italien vollständig, in den Niederlanden und Portugal teilweise” an die Entwicklung der Lebenserwartung angepasst.   

Zwei Drittel der längeren Lebenszeit arbeiten, ein Drittel Rente

Teile man ein weiteres Jahres der Lebenserwartung zu zwei Dritteln auf eine längere Erwerbsphase und zu einem Drittel auf eine längere Rentenphase - die sogenannte 2:1-Regel - auf, könne das heutige Verhältnis von durchschnittlicher Rentenbezugsdauer (20 Jahre) zur durchschnittlichen Erwerbsphase (40 Jahre) “in etwa konstant gehalten werden”, argumentieren die Wirtschaftsforscher. Für dieses Modell spreche zudem, dass es “verglichen mit anderen europäischen Ländern als moderat einzuschätzen” sei. Dagegen gehe in Dänemark und Italien ein Anstieg der Lebenserwartung “in vollem Umfang mit einer entsprechenden Anhebung des Renteneintrittsalters einher”, betonen die Experten.

Wie sich ihr Vorschlag konkret auswirken würde, erläuterte die Vorsitzende des Sachverständigenrats, Monika Schnitzer", in der “Süddeutschen Zeitung”. Demnach müsse man erst 2051 “voraussichtlich bis 68 arbeiten, erst 2071 bis 69”. Und das “auch nur, wenn die Lebenserwartung weiterhin so steigt wie in der Vergangenheit”, sagte Schnitzer. Die Ampel-Regierung hat allerdings mehrfach klargestellt, dass sie keine Anhebung des Rentenalters über das 67. Lebensjahr hinaus plant. 

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Ob vorgezogener Ruhestand oder Regelaltersrente: Wann Versicherte in Rente gehen können und wie hoch ihre Bezüge ausfallen würden, erkennt man in der neuen Rentenauskunft nun auf einen Blick.

Time
2 Minuten

Der Grundrentenzuschlag bietet Unterstützung für Menschen mit langer Versichertenzeit und niedrigem Einkommen. Die Höhe des Zuschlags wird jedes Jahr überprüft.

Time
1 Minuten

Wer einen Angehörigen pflegt bekommt dafür unter Umständen einen Zuschlag zur Rente. Dafür müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein.

Time
4 Minuten

Die Abschaffung der abschlagsfreien Frührente wird derzeit heiß diskutiert – nicht aber die Höhe der in Zukunft zu zahlenden Abschläge. Die Bundesbank sieht Handlungsbedarf.

Time
2 Minuten

Eltern können für die Kinderbetreuung Rentenpunkte bekommen, wenn sie im Job kürzergetreten sind. Doch die Rentenversicherung schreibt die Zeiten nicht automatisch gut.

Time
2 Minuten

Witwen, Witwer sowie eingetragene Lebenspartner können bis zu einem festgelegten Freibetrag dazuverdienen, ohne dass ihre Hinterbliebenenrente gekürzt wird.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026