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Zahl neuer Altersrenten mit Abschlägen steigt weiter

Von den rund 937.000 im vergangenen Jahr erstmals an Seniorinnen und Senioren gezahlten Renten waren mehr als 265.000 - oder rund 28 Prozent - um einen Abschlag gekürzt.

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Frau mit Ordner und Taschenrechner. Bild: IMAGO / Panthermedia / Andrey Popov

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Frankfurt am Main (sth). Die Zahl der Neurentnerinnen und -rentner, die für einen vorzeitigen Ruhestand Abschläge in Kauf nehmen, ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Nach aktuellen Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV), die ihre-vorsorge.de vorliegen, waren etwa 265.500 der knapp 937.000 erstmals im Jahr 2024 gezahlten Altersrenten um einen Abschlag gekürzt. Das entspricht einem Anteil von 28,3 Prozent. Im Jahr zuvor waren rund 251.000 der knapp 953.000 erstmals gezahlten Altersrenten mit einem Abschlag belegt, der Anteil betrug 26,3 Prozent. Im Jahr 2013 waren noch rund 240.000 der seinerzeit 648.000 Neurentner und -rentnerinnen mit Abschlägen in den Ruhestand getreten, der Anteil lag damals bei 36,9 Prozent.

“Mehr als ein Viertel der neu zugehenden Rentner:innen nimmt also eine vorgezogene und geminderte Altersrente in Anspruch – um den Preis einer durchaus empfindlichen Rentenkürzung”, kommentieren die Rentenfachleute beim Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Universität Duisburg-Essen die neuen Daten. Besonders ausgeprägt sei der Rentenzugang mit Abschlägen in Ostdeutschland - so bei 44 Prozent der Frauen, die dort langjährig gearbeitet haben.

Rente mit Abschlägen beginnt im Schnitt 2,7 Jahre vorzeitig  

Durchschnittlich 32,1 Monate - oder knapp 2,7 Jahre Jahre - eher als Rentenbeziehende ohne Abschläge traten Altersrentnerinnen und -rentner laut DRV im Jahr 2024 mit Kürzungen in den Ruhestand. Dennoch betrug die durchschnittliche Brutto-Altersrente neuer Ruheständlerinnen und -ständler, die Abschläge in Kauf nahmen, etwa 1.394 Euro - und war damit rund 61 Euro höher als die Rente der 251.000 Seniorinnen und Senioren, die 2023 mit Abschlägen in die Altersrente gegangen waren.  

Hauptursache für den seit 2019 wieder wachsenden Anteil der gekürzten Altersrenten dürfte die steigende Regelaltersgrenze sein, die eine abschlagsfreie Rente für langjährig Versicherte (mit mehr als 35 Versicherungsjahren) - je nach Geburtsjahrgang - erst zu einem immer späteren Zeitpunkt zulässt. Viele über Jahrzehnte hinweg Beschäftigte wollen aber entweder aus persönlichen Gründen schon früher aus dem Berufsleben ausscheiden oder sehen sich gesundheitlich nicht in der Lage, bis zur persönlichen Altersgrenze zu arbeiten.  

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