Mit dem Erbe Gutes tun
Mehr Informationen
- www.mein-erbe-tut-gutes.de
Internetseite der Initiative "Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum". Hotline 01805 737201 (0,14 Euro pro Min. aus dem Festnetz. Mobilfunk max. 0,42 Euro rpo Min.).
„Wir leben sehr gut“, sagt Hartmut Ludwig aus Buchholz. Daher wolle er etwas zurückgeben und hat gemeinsam mit seiner Frau Edeltraut Rappold-Ludwig ein Testament aufgesetzt – als Erbe ist Greenpeace eingetragen. „Wir plündern den Planeten schamlos aus. Da schließe ich mich durchaus ein. Deshalb wollen wir einen Beitrag leisten, der dem Umweltschutz zugutekommt“, sagt Ludwig. Kinder hat das Paar nicht, und so lag für die Rentner die Überlegung nahe, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken. Irmgard Lederer aus Stuttgart geht noch einen Schritt weiter. Sie wünscht sich, dass ihr Geld dazu beiträgt, „Leben zu retten“. Ein Teil ihres Nachlasses geht daher an „Ärzte ohne Grenzen“.
Ein Apfelbaum steht für Bleibendes
Mit solchen Beispielen möchte die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ dafür werben, besser abzuwägen, was nach dem Tod mit dem Vermögen passiert. Das mache sogar Sinn, wenn nur wenig Geld vorhanden sei, sagt Pressesprecherin Nina Kollas. „Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass sie auch mit geringen Beträgen helfen können.“ Das „Prinzip Apfelbaum“ soll dabei symbolisch eine grundsätzliche Haltung ausdrücken: etwas Bleibendes zu schaffen, das immer wieder Früchte trägt.
Sechs Organisationen stehen hinter der Kampagne: die Ärzte ohne Grenzen, die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe, Greenpeace, die Johanniter-Unfall-Hilfe, die SOS-Kinderdörfer und der Deutsche Fundraisingverband. Uneigennützig ist ihr Engagement in diesem Fall also nicht, denn natürlich hoffen die beteiligten Vereine, dass sie von den neu verfassten Testamenten profitieren.
