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Altersvorsorge: Wenn nach der Scheidung das Geld knapp wird

Eine aktuelle Befragung zeigt: Besonders Frauen unterschätzen häufig, welche finanziellen Einbußen eine Trennung mit sich bringt.

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Altersvorsorge: Wenn nach der Scheidung das Geld knapp wird

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München (tö). Viele Menschen unterschätzen die oft fatalen finanziellen Folgen einer Scheidung. Das aber kann insbesondere mit Blick auf den Ruhestand gefährlich sein. Während nur ein Viertel der Frauen und Männer in einer Beziehung angibt, nicht zu wissen, welche finanziellen Folgen eine Trennung hätte, sind Geschiedene im Rückblick deutlich kritischer. 33 Prozent sagen im Nachhinein, sie konnten die finanziellen Auswirkungen der Scheidung nicht abschätzen. Das zeigt der Allianz-Vorsorge-Index 2026, die Auswertung einer Befragung, für die das Marktforschungsinstitut Ipsos im Auftrag des Versicherers Allianz Leben bundesweit mehr als 1000 Bundesbürger und Bürgerinnen zwischen 25 und 65 Jahren befragte. 

Lücke zwischen gefühltem und tatsächlichem Informationsstand

Wie sehr die langfristigen finanziellen Folgen eines Ehe-Endes unterschätzt werden, zeigt sich der Befragung zufolge auch daran, um wie viel kritischer Geschiedene auf die gemeinsamen Finanzen blicken, als Paare es tun. So glauben 42 Prozent der befragten Paare, über Ansprüche und Vermögensaufteilung informiert zu sein. Unter den Geschiedenen bestätigten dies im Rückblick gerade einmal 20 Prozent. Vor allem Frauen zeigen sich nach einer Trennung auf einem wesentlich höheren  Kenntnisstand, was ihr Wissen um die Finanzen angeht. Während 39 Prozent der Menschen in einer Beziehung sagen: „Wir wissen beide über unsere finanziellen Vorsorgen und unsere Finanzanlagen Bescheid“, bestätigen dies rückblickend nur 18 Prozent der geschiedenen Frauen, jedoch 38 Prozent der geschiedenen Männer. 

Für die Altersvorsorge bleibt nicht mehr übrig

Sehr häufig wirkt sich eine Scheidung auch auf die Fähigkeit aus, Geld fürs Alter zurücklegen zu können. Die Hälfte der Geschiedenen gab an, dass sie weniger oder gar nichts mehr für ihre Altersvorsorge sparen. Mit 29 Prozent ist der Anteil derer, die gar kein Geld fürs Alter zurücklegen können, deutlich höher als im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung. In diesem Kreis stimmen nur 18 Prozent dieser Aussage zu. Kein Wunder, dass Geschiedene tendenziell deshalb deutlich pessimistischer ihre Altersvorsorge beurteilen: 30 Prozent in dieser Gruppe machen sich Sorgen, weil ihnen offenbar die erforderlichen Ersparnisse fehlen. In der Gesamtbevölkerung tritt dies der Befragung zufolge nur auf 21 Prozent zu. Fast die Hälfte der Geschiedenen erklärte außerdem, dass die Aufteilung des Vermögens durch den Versorgungsausgleich ihre Rücklagen verringert oder sogar deutlich reduziert hat. 

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