Ihre-Vorsorge Logo

Betriebsrente: IG Metall verabschiedet sich vom Sozialpartnermodell

Eine Betriebsrente ohne Garantien – in der Metall-Industrie wird daraus vorerst nichts. Die IG Metall setzt dafür auf die gesetzliche Rente.

Artikel vorlesen

Autor / Quelle

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Mann feilt an einem Metall-Werkstück. Bild: IMAGO / Stefan Trappe

© Nicht definiert

Frankfurt a.M. (bd). Die IG Metall wird künftig in Tarifabschlüssen keine Betriebsrentensysteme auf Basis des Sozialpartnermodells unterstützen. Ein entsprechender Antrag erhielt auf dem Gewerkschaftstag in Frankfurt am Main eine deutliche Mehrheit, wie das Handelsblatt berichtet. Demnach sind Modelle ausgeschlossen, die lediglich auf einer reinen Beitragszusage fußen – so wie das Sozialpartnermodell. 

Beim Sozialpartnermodell gestalten die Tarifparteien gemeinsam eine betriebliche Altersvorsorge. Die Bundesregierung hatte es 2018 eingeführt, um der betrieblichen Altersvorsorge zu neuem Schwung zu verhelfen. Der blieb bislang aus, auch, weil sich das Modell in der Umsetzung als schwierig erwies. Das Nein der IG Metall bedeutet einen weiteren Rückschlag.

Gesetzliche Rente stärken 

Dabei bietet es zweifellos Vorteile, zumindest Arbeitgebern. Es befreit sie von der Pflicht, Beschäftigten eine Mindestrente zu garantieren. Stattdessen leisten sie nur noch fest definierte Beiträge an einen externen Versorgungsträger. Weil dieser risikoreicher an der Börse investieren kann, ergeben sich für Beschäftigte bessere Renditechancen – allerdings auf Kosten der Sicherheit.

Genau das kritisiert die IG Metall. Die Gewerkschaft bemängelt, dass das Risiko auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verlagert wird, berichtet das Handelsblatt. 

Zwar lassen sich im Sozialpartnermodell Vorkehrungen treffen, die das Verlustrisiko abmildern. Die Kritik der Gewerkschaft setzt jedoch viel tiefer an. Die Finanzmärkte seien generell kein sicherer Ort für sozialstaatliche Altersvorsorge. Die IG Metall fordert deshalb einen Kurswechsel in der Rentenpolitik zugunsten der gesetzlichen Rente. 

Erklärtes Ziel ist es, das Rentenniveau wieder auf 53 Prozent zu hieven, um eine auskömmliche Rente für alle zu ermöglichen. Die Betriebsrente sieht die Gewerkschaft lediglich als sinnvolle Ergänzung zur gesetzlichen Rente – wenn sie vom Arbeitgeber finanziert wird. 

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
3 Minuten

Wer mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung fürs Alter vorsorgt, sollte den Rentenfaktor im Blick behalten. Dabei kann es um viel Geld gehen.

Time
2 Minuten

Nach einer Erhebung der Hamburg Direct Bank sparen über drei Viertel der befragten Eltern gezielt für ihre Kinder. Mehr als die Hälfte beginnt bereits in den ersten drei Lebensjahren.

Time
1 Minuten

Das neue Altersvorsorgedepot soll einfacher, transparenter und reditestärker sein als die bisherige Riester-Rente. Was also machen mit bestehenden Verträgen?

Time
2 Minuten

Junge Familien stehen finanziell oft vor Herausforderungen. Aber langfristig lässt sich auch mit kleinen Schritten Vermögen für den Ruhestand aufbauen.

Time
2 Minuten

Der Bundesrat fordert Anpassungen beim Gesetzentwurf zur Frühstartrente. Unter anderem sollen private Beiträge zu einem zweiten Vertrag nicht steuerlich begünstigt werden.

Time
2 Minuten

Der Staat stellt die Förderung der Altersvorsorge neu auf und lockt mit Zulagen für das neue Altersvorsorgedepot. Doch viele wissen noch gar nichts davon. Auch fehlende Erfahrung mit Wertpapieren bremst.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026