Berlin (bd). Die Zahl an staatlich geförderten Riester-Verträgen ist im zweiten Quartal 2023 weiter rückläufig. Das geht aus der neuen Statistik des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zuvor.
Demnach existierten zwischen April und Juli noch 15,84 Millionen Verträge, fast 100.000 weniger als im Quartal zuvor. 2017 gab es noch über 16,6 Millionen Verträge. Seitdem sind die Zahlen rückläufig. Zudem werden längst nicht alle Verträge weiter bespart. Der Anteil der ruhenden Verträge wird vom Ministerium auf gut ein Fünftel bis knapp ein Viertel geschätzt.
Bestand an Riester-Verträgen in Q2/2023 nach Vertragsform
Vertragsform | Bestand in Mio. | Vergleich zu Q1/2023 (gerundet) |
|---|---|---|
| Versicherungen | 10,366 | -67.000 |
| Banksparverträge | 0,519 | -5.000 |
| Fondsverträge | 3,175 | -13.000 |
| Wohn-Riester | 1,624 | -13.000 |
Wie geht es mit der Riester-Rente weiter?
Die Bundesregierung will die private Altersvorsorge reformieren. Beschlossen ist allerdings noch nichts. Seit dem Sommer liegen Empfehlungen einer von der Regierung eingesetzten Fokusgruppe vor, die im kommenden Jahr in einen Gesetzesentwurf einfließen könnten. Die Gruppe, an der unter anderem Verteter der Anbieterverbände GDV und BVI beteiligt waren, hat sich für die Förderung risikoreicherer Anlagen ausgesprochen. Damit ließen sich die Renditechancen erhöhen, was das Sparen wieder attraktiver machen könnte. Dagegen konnte sich die Fokusgruppe nicht auf einen staatlich verwalteten Fonds einigen, wie von Verbraucherschützern und dem Sachverständigenrat als kostengünstige Alternative zu privaten Produkten favorisiert.
