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Viele Frauen halten sich für nicht ausreichend finanziell abgesichert

Umfrage zeigt: Vor allem bei Frauen ist die Sorge groß, dass das Geld im Ruhestand nicht reichen könnte. Was dazu im Alterssicherungsbericht der Bundesregierung steht.

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Porträt einer älteren Frau mit einem Fenster im Hintergrund. Sie legt mit kritischem Blick die Fingerspitzen aneinander.

© Nicht definiert

München (tö). Fast jede zweite Frau in Deutschland hält ihre finanzielle Absicherung im Alter für schlecht oder sogar sehr schlecht. Weitere zehn Prozent sind sich unsicher, ob sie mit ihrem Geld im Rentenalter auskommen können. Unter den Männern glaubt hingegen jeder Dritte, dass das Geld im Alter nicht reichen wird. Immerhin 57 Prozent blicken hingegen optimistisch in ihre finanzielle Zukunft. Das zeigt eine bevölkerungsrepräsentative Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Innofact für das Vergleichsportal Verivox bei mehr als 1000 Personen.

Ein weiteres Ergebnis: Mit zunehmendem Lebensalter steigt offenbar die Sorge vor Altersarmut. Während unter jungen Frauen im Alter von 18 bis 29 Jahren mehr als jede Dritte befürchtet, dass es mit dem Geld im Rentenalter zu knapp werden könnte, gilt dies unter den 30- bis 49-Jährigen bereits für fast jede Zweite. Das könnte laut Verivox damit zusammenhängen, dass gerade bei Frauen in der Lebensmitte Teilzeitphasen, familienbedingte Erwerbsunterbrechungen und ein geringeres Einkommen den Spielraum für eine ausreichende zusätzliche Altersvorsorge neben der gesetzlichen Rentenversicherung einschränken. Unter Männern steigen die Befürchtungen vor einer unzureichenden Altersvorsorge ebenfalls mit den Lebensjahren. Dennoch sind die Sorgen der Männer in allen Altersgruppen deutlich weniger weit verbreitet als die von Frauen.

Geschiedene, verwitwete und alleinlebende Menschen blicken der Umfrage zufolge besonders pessimistisch auf ihre finanzielle Zukunft: 46 Prozent bewerten ihre Altersvorsorge als schlecht. Noch größer ist die Sorge vor Altersarmut in Haushalten mit einem monatlichen Nettoeinkommen von unter 1.500 Euro. In dieser Gruppe rechnen 59 Prozent mit finanziellen Engpässen im Rentenalter.

Alterssicherungsbericht bestätigt Ängste

Dass die Angst vieler Frauen vor finanziellen Problemen im Alter nicht unberechtigt ist, zeigt ein Blick in den Alterssicherungsbericht 2024 des Bundesarbeitsministeriums. Dort heißt es: “Alleinstehende Senioren verfügen im Durchschnitt über deutlich geringere Nettoeinkommen, wobei die Einkommen von Männern im Westen höher sind als die von Frauen.” Geschiedene Frauen erreichten demnach “die geringsten Gesamteinkommen in der Gruppe der alleinstehenden Frauen”. Laut der Analyse des Ministeriums hatten Paare im Alter ab 65 Jahren 2023 ein monatliches Nettoeinkommen von durchschnittlich 3.759 Euro, alleinstehende Männer in Höhe von 2.213 Euro und alleinstehende Frauen von 1858 Euro. 

Weiter ist in dem Regierungsbericht zu lesen: “Das Erwerbsleben der Frauen, die sich heute im Ruhestand befinden, erstreckte sich überwiegend auf eine Zeit, in der oft noch ein traditionelles Partnerschaftsmodell gewählt worden ist, bei dem Frauen mit Beginn der Ehe die Hausfrauen- und Kindererziehungsrolle übernahmen.” Dies führe zu deutlichen Unterschieden in der Höhe der eigenen Alterssicherungsleistungen. So beziehen Frauen laut dem Alterssicherungsbericht im Durchschnitt eine um 43 Prozent geringere eigene Alterssicherungsleistung als Männer. In den neuen Ländern, in denen die Erwerbsarbeit von Frauen historisch bedingt weit verbreitet ist, ist der Unterschied mit 21 Prozent deutlich geringer als in den alten Ländern (47 Prozent). 

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